Wetterblocks lösen extreme Hitzewellen und Überschwemmungen in Europa aus

The Conversation – (BY-ND/4.0) – 15.09.2023
von Tim Woollings, Professor für physikalische Klimawissenschaften, Uni Oxford

In diesem Sommer schien sich das Wetter in Europa mehrmals selbst zu blockieren, was zu lang anhaltenden Hitzewellen und Überschwemmungen führte. Im Vereinigten Königreich wich eine lange heiße und trockene Periode im Mai und Juni einer ähnlich anhaltenden kühlen und feuchten Periode. Im September kam es in Südeuropa zu großflächigen Überschwemmungen, während sich das Vereinigte Königreich in der längsten September-Hitzewelle seiner Geschichte sonnte. All dies war das Ergebnis von „blockierten“ Wettermustern. (Grafik: Omega-Wetter-Block – 07.09.2023 – © European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), CC BY-SA) weiterlesen…

CO2-Preis steigert Kosten für die Industrie

Wegfall der Zuteilung von Emissionsrechten verursacht weitere Kostenbelastungen

Die deutlich gestiegenen Preise im europäischen Emissionshandel für Treibhausgase führen zu spürbaren Zusatzkosten für die IndustrieWegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen. Beim Wegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen in Milliardenhöhe – schreiben Hubertus Bardt und Thilo Schaefer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln am 15.09.2023. weiterlesen…

Strom aus 1.000 Grad Wärme

Forschende entwickeln widerstandsfähigen Emitter auf Iridium-Basis

Gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg und der Universität Aalborg haben Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon einen neuen selektiven Emitter auf Iridium-Basis für die Thermophotovoltaik entwickelt. Iridium wurde damit erstmals als Material für einen Emitter verwendet und zeigte in den Versuchen eine besondere Ausdauer bei hohen Temperaturen um 1.000°C. Ihre Studienergebnisse veröffentlichte am 16.08.2023 open access Advanced Materials. Sie eröffnen neue Perspektiven, um aus Wärme Strom zu produzieren. weiterlesen…

Reichweitenstärkstes E-Auto der Welt kommt aus München

TUM-Studierende holen Guinness-Weltrekord

Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben das reichweitenstärkste Elektroauto der Welt entwickelt. Das Team fuhr mehr als 2.500 Kilometer mit nur einer Akkuladung (genau: 2.573 km). Im Zuge der IAA Mobility kämpfte das Team am Flughafen München um den neuen Weltrekord und konnte den Titel erfolgreich nach München holen. Ganze sechs Tage dauerte der Versuch, für den das Team auf Feldbetten im Flughafenhangar schlief. (Foto: TUM: reichweitenstärkstes E-Auto der Welt „muc022“ im Flughangar – © TUfast Eco Team) weiterlesen…

Kochsalz als Zutat für besseres Recycling

Natriumchlorid bietet Weg zur Gewinnung nützlicher Produkte aus Kunststoffabfällen

Muhammad Rabnawaz, außerordentlicher Professor an der renommierten School of Packaging der Michigan State University und kürzlich in die National Academy of Inventors aufgenommen, war schon immer der Meinung, dass die genialste Lösung auch die einfachste ist. Diese Überzeugung spiegelt sich in der Veröffentlichung seines Teams in  Advanced Sustainable Systems vom 28.08.2023 wider: Rabnawaz und seine Kollegen zeigen darin, dass Natriumchlorid – Kochsalz – wesentlich teurere Materialien, die für das Recycling von Kunststoffen erforscht werden, übertreffen kann. weiterlesen…

Photosynthese: Fichten setzen auf Algenproteine

Fotosynthese: Fichten setzen auf Algenproteine

Die Gemeine Fichte nutzt andere Proteine als die meisten Landpflanzen, um Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen. Der Baum greift dabei auf Proteine zurück, die sonst vor allem in Grünalgen zu finden sind. Das schreibt ein Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Palacký-Universität in der Tschechischen Republik am 07.08.2023 in Nature Plants. Diese ungewöhnliche Proteinwahl könnte Fichten dabei helfen, besser als andere Landpflanzen mit überschüssigem Licht umzugehen. weiterlesen…

Erstmals untersucht: Sechs von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten

Schwindende Widerstandskraft unseres Planeten vollständig beschrieben

Smog - Luftverschmutzung in Delhi - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyZum ersten Mal hat ein internationales Forschungsteam alle neun planetaren Belastungsgrenzen quantifiziert, die zusammen einen sicheren Handlungsraum für die Menschheit definieren. Die WissenschaftlerInnen, u.a. vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, geben in einer Veröffentlichung vom 13.09.2023 in Science Advances (open access) einen detaillierten Überblick über die schwindende Widerstandsfähigkeit unseres Planeten. Globale Erwärmung, Biosphäre, Entwaldung, Schadstoffe/Plastik, Stickstoffkreisläufe und Süßwasser: Sechs von neun der planetaren Grenzen sind heute überschritten. Gleichzeitig wächst der Druck globaler Prozesse auf diese Grenzen weiter. Dies zeigt eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Bayern will PFAS-Verbot im Bundesrat verwässern

Ewigkeits-Chemikalien „ausgewogen“ regulieren

Die bayerische Staatsregierung hat einen Entschließungsantrag mit dem Titel „PFAS-Regulierung mit Augenmaß“ in den Bundesrat eingebracht. Dieser wird voraussichtlich im September in den zuständigen Ausschüssen beraten. Der Antrag befürwortet eine („ausgewogene“) Regulierung von PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bzw. Minimierung des Eintrags persistenter Stoffe mit negativen Wirkungen für Mensch und Umwelt im Sinne der Vorsorge, betont aber auch die Relevanz der Stoffgruppe für den Transformationsprozess und spricht sich insofern für einen differenzierten Regulierungsansatz aus. Umweltverbände protestieren. (Titel: PFAS-Schwerpunkt „PFAS. gekommen, um zu bleiben“ – © Umweltbundesamt) weiterlesen…

Vielversprechende neue Batterie für grüne Energie

UC-Chemiker entwickeln neuartigen Speicher für Energie aus Wind- undSonne

In seinem Chemielabor haben Jimmy Jiang und seine Studenten an der University of Cincinnati (UC) eine neue Batterie entwickelt, die tiefgreifende Auswirkungen auf die groß angelegte Energiespeicherung haben könnte, die für Wind- und Solarparks benötigt wird. Innovationen wie die der UC werden tiefgreifende Auswirkungen auf die grüne Energie haben, so Jiang. Batterien speichern erneuerbare Energie für den Zeitpunkt, an dem sie gebraucht wird, und nicht nur für den Zeitpunkt, an dem sie produziert wird. Dies sei entscheidend, um das Beste aus Wind- und Solarenergie herauszuholen, sagt er. weiterlesen…

Effizientes Training für künstliche Intelligenz

Neuartige physik-basierte selbstlernende Maschinen könnten heutige künstliche neuronale Netze ersetzen und damit Energie sparen

Künstliche Intelligenz beeindruckt nicht nur durch ihre Leistung, sondern auch durch ihren Energiehunger. Und sie verbraucht umso mehr Energie, je anspruchsvoller die Aufgaben sind, für die sie trainiert wird. Víctor López-Pastor und Florian Marquardt, zwei Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL) in Erlangen, präsentieren nun eine Methode, mit der sich künstliche Intelligenz deutlich effizienter trainieren lassen könnte. Sie setzen dabei auf physikalische Prozesse statt der heute verwendeten digitalen künstlichen neuronalen Netze. Ihre Erkenntnisse wurden in der Physical Review X unter „Self-Learning Machines Based on Hamiltonian Echo Backpropagation“ veröffentlicht. weiterlesen…