MPG: Sonne und Windkraft können Stromnetz stabilisieren

In einem Stromnetz mit vielen kleinen Kraftwerken fällt seltener der Strom aus – neue Leitungen müssen allerdings sorgfältig geplant werden

Wind, Sonne oder Biogas spielen immer größere Rollen für die Stromerzeugung. Wenn immer mehr Windkraft- oder Photovoltaikanlagen elektrische Energie ins Stromnetz einspeisen, wird dieses feinermaschig: statt weniger Großkraftwerke verbindet es immer mehr kleine dezentrale Kraftwerke mit den Waschmaschinen, Computern oder Produktionsanlagen der Verbraucher. Anders als manche Experten befürchten, wird ein sehr feinmaschiges Stromnetz wahrscheinlich jedoch nicht empfindlicher für Stromausfälle. Skeptiker nehmen zwar an, dass es deutlich schwieriger werden könnte, die vielen Generatoren und Maschinen der Verbraucher zu synchronisieren, sie also auf eine gemeinsame Netzfrequenz abzustimmen wie ein Dirigent die Musiker eines Orchesters in Gleichtakt bringt. weiterlesen…

Antidumpingverfahren der EU: Echos

China missbilligt, ProSun begrüßt, Fell kritisiert, Töpfer zweifelt

Die Einleitung des Anti- Dumping-Verfahrens durch die EU-Kommission stieß auf unterschiedliches Echo. Erwartungsgemäß zufrieden äußerte sich die Initiative EU Prosun der klagenden Solarunternehmen. China bedauerte ebensowenig überraschend das Verfahren und hätte sich lieber eine Klärung auf anderem Weg gewünscht. Die EU habe das Verfahren trotz der wiederholten Appelle Chinas eingeleitet, den Streit durch Konsultation und Kooperation zu lösen. weiterlesen…

Saudi-Arabien bald Ölimporteur?

Das Königreich verbraucht zuviel selbst

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres erwägt ein Analyst, Saudi-Arabien könne bis 2030 Ölimportland werden – eine erstaunliche Vorhersage für den größten Ölexporteur der Welt. Im Herbst 2011 argwöhnte das englische Chatham House, dass das Königreich 2038 zum Importeur werden könnte, wenn der Eigenverbrauch unkontrolliert so weitergehe. Das Land verbrauche momentan schon mehr als ein Vietrel seiner Ölförderung selbst. Jetzt die Citigroup. weiterlesen…

Bundesnetzagentur startet Konsultation zum Netzentwicklungsplan Strom

Homann setzt „auf Dialog mit Bürgern und interessierter Öffentlichkeit“

Die Bundesnetzagentur hat am 06.09.2012 die breit angelegte Konsultation des Netzentwicklungsplans Strom 2012 gestartet. Begleitend wurden auch erste Einschätzungen der Bundesnetzagentur zum Netzentwicklungsplan sowie ein Umweltbericht veröffentlicht. Die Dokumente sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur zum Netzausbau (www.netzausbau.de) zu finden. Alle Interessierten haben nun acht Wochen Zeit, hierzu Stellungnahmen abzugeben. weiterlesen…

Stadtwerke wachsen

28% in zwei Jahren – schon fast 20 GW

Die deutschen Stadtwerke haben 2011 ihre Kapazitäten deutlich gesteigert. Das ergab eine Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Aktuell befinden sich 19.710 Megawatt (MW) im Besitz der kommunalen Energieerzeuger, ein Anstieg von rund 28 Prozent im Vergleich zu 2010 (15.223 MW). Gemessen an der in Deutschland am Jahresende 2011 installierten Netto-Engpassleistung in Höhe von 157 Gigawatt stieg der Marktanteil auf 12,6 Prozent (2010: 9,8 Prozent). Ein Grund für den Anstieg ist unter anderem der Erwerb des Energieversorgers Steag durch sieben Stadtwerke. weiterlesen…

MPG: Quantenstress in Nanoschichten

Eingesperrte Elektronen erzeugen mechanische Spannungen bis zum 1000fachen Atmosphärendruck

Leseköpfe von Festplatten-Laufwerken, Laser in DVD-Spielern, Transistoren auf Computer-Chips: all diese Bauteile, und noch viele andere mehr, enthalten ultradünne Schichten aus Metallen oder Halbleitern. In den dünnen Schichten entstehen während ihrer Herstellung Spannungen. Diese beeinflussen die optischen und magnetischen Eigenschaften der Bauteile, verursachen aber auch Fehler im Kristallgitter und lassen ein Bauteil schließlich versagen. Wie Forscher am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart nun festgestellt haben, erzeugt aber auch ein bislang unbekannter quantenmechanischer Mechanismus, der auf einem Effekt namens quantum confinement beruht, enorme Spannungen in den Schichten. Demnach kann der Druck abhängig von der Dicke dadurch bis zum 1000-fachen des Atmosphärendrucks ansteigen. Die Erkenntnisse könnten helfen, die optischen und magnetischen Eigenschaften von Dünnschichtsystemen zu steuern und ihre mechanische Stabilität zu erhöhen. Außerdem lassen sich auf Basis dieser Erkenntnisse möglicherweise sehr sensitive Sensoren entwickeln. weiterlesen…

Gutachten: Fracking nur mit strengen Auflagen

BMU-Gutachten: Keine Erdgasbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten – Presseerklärung des Bundesumweltministeriums und eine SPD-Stellungnahme

Die Fracking-Technologie, mit der Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten gefördert wird, kann zu Verunreinigungen im Grundwasser führen. Besorgnisse und Unsicherheiten bestehen besonders wegen des Chemikalieneinsatzes und der Entsorgung des anfallenden Abwassers, dem so genannten Flowback. Zu diesem Schluss kommt ein aktuelles Gutachten für das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt, das heute in Berlin von Bundesumweltminister Peter Altmaier und dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, vorgestellt wurde. weiterlesen…

Grünes deutsches Wirtschaftswunder?

Green Economy for Germany – eine Konferenz in Berlin

Zwei Bundesminister schieben an in Richtung der „Green Economy“: Bundesforschungsministerin Schavan und Bundesumweltminister Altmaier wollen nachhaltiges Wirtschaften mit einer neuen Initiative voranbringen und luden Interessierte und Experten zur Diskussion nach Berlin ein. Wie mit marktwirtschaftlichen Instrumenten nachhaltige Produktion und Preisbildung, sowie neues Konsumverhalten erreicht werden, stand im Mittelpunkt der „Konferenz Green Economy – ein neues Wirtschaftswunder?“ 450 waren gekommen. weiterlesen…

Weniger Wolken durch mehr Kohlendioxid

Bislang unbekannter Rückkopplungsmechanismus zwischen Vegetation und Wolkenbildung könnte Klimawandel verstärken

Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann verdunsten: Ein einfacher Zusammenhang, den wir aus unserem Alltag kennen. Das ist aber nicht immer so, wie Forscher aus Deutschland und den Niederlanden jetzt herausgefunden haben: Die Erhöhung des Treibhausgas CO2 erzeugt zwar ein wärmeres Klima, lässt aber weniger Wasser verdunsten. Ursache für diesen scheinbaren Widerspruch sind Pflanzen, die mit ihren Milliarden winziger Blattporen den Gas- und Feuchtigkeitsgehalt ihrer Umgebungsluft beeinflussen. Dies wiederum stößt eine Kaskade von Folgeprozessen an, so dass sich das globale Klima letztlich weiter erwärmt, wie die Forscher anhand neuer Rechnungen mit Hilfe eines Atmosphärenmodells herausgefunden haben. weiterlesen…

Ivo Gönner neuer VKU-Präsident?

Ivo Gönner soll neuer VKU-Präsident werden

Ivo Gönner (SPD,) Ulmer Oberbürgermeister,  soll neuer VKU-Präsident (Verband kommunaler Unternehmen) werden. Der bisherige Präsident Stephan Weil (SPD), Oberbürgermeister von Hannover, wird Gönner am 6. Oktober dem Präsidium und Vorstand des VKU als Nachfolger vorschlagen. weiterlesen…