Kostspieliges Zaudern

Zuwarten beim Klimaschutz kann teurer kommen als Finanzkrise

Weitere Verzögerungen bei den Bemühungen um einen internationalen Klimavertrag mit umfassenden Emissionsminderungen könnten die kurzfristigen Kosten der Bekämpfung des Klimawandels beträchtlich erhöhen. Wenn erst nach 2030 gehandelt wird, könnte das globale Wirtschaftswachstum sich im ersten Jahrzehnt nach der Einführung einer umfassenden Klimapolitik bis zu 7 Prozent verringern — verglichen mit 2 Prozent, falls eine Klimavereinbarung bereits 2015 getroffen wird. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Höhere Kosten würden wiederum für Entscheidungsträger die Schwelle für den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft erhöhen. Um Klimaziele erreichbar zu halten, scheint es deshalb sehr wichtig, Vermeidungsmaßnahmen nicht weiter aufzuschieben, so die Wissenschaftler. weiterlesen…

OPEC durch Shale Gas & Oil unter Druck

Unkonventionelle Energieressourcen und sinkende Nachfrage führen langfristig zu sinkenden Exporterlösen

Das wachsende Angebot unkonventioneller Energieressourcen könnte die OPEC-Staaten künftig unter Druck setzen. Insbesondere wenn der Iran und der Irak ihre Produktionskapazitäten ausweiten sollten und Saudi-Arabien in der Folge nicht mehr bereit wäre, sein Angebot an die jeweilige Marktlage anzupassen, könnte sich der Interessenkonflikt innerhalb der OPEC verschärfen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). weiterlesen…

Auswirkungen der Klimapolitik auf fossile Energiemärkte

Einnahmen durch angemessene CO2-Preise wären größer als Verluste der Eigner fossiler Brennstoffe

Wenn CO2 einen vernünftigen Preis bekäme, wären die weltweiten Einnahmen größer als die Verluste der Eigentümer fossiler Brennstoffe, wenn die deshalb im Boden verblieben. Denn diese Folge hätte eine Stabilisierung der globalen Erwärmung bei etwa zwei Grad Celsius durch eine drastische Emissionsreduktion. Das Instrument der Bepreisung globaler CO2-Emissionen könnte nämlich in diesem Jahrhundert zu Einnahmen von 24 Billionen Euro führen – deutlich mehr als die 9 Billionen Euro, um welche die Einnahmen der Besitzer von fossilen Brennstoffen schrumpfen würden, so eine jetzt veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die Analyse liefert Schlüsselinformationen und ergänzt damit die Debatte über die makroökonomischen Effekte einer Eindämmung des Klimawandels. weiterlesen…

EU-Energie-Vorschläge aus Vilnius – und ein Leitfaden

„Ein zugänglicher, sicherer und gemeinsamer Energiemarkt als EU-Ziel“ – vier Prinzipien für die Förderung erneuerbarer Energien

Die EU-Kommission hat am 05.11.2013 in Vilnius/Litauen ein Leitlinienpaket zur Ausgestaltung eines funktionierenden europäischen Energiebinnenmarkts vorgelegt. Die Kommission spricht sich darin grundsätzlich für einen marktbasierten Ansatz aus. Im Bereich der Erneuerbaren-Energien-Förderung plädiert die Kommission für ein Auktionierungsmodell, um den Ausbau der regenerativen Erzeugung kosteneffizienter zu gestalten. weiterlesen…

1,3 Millionen junge Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Dringend gesucht: MINT-Fachkräfte

Es klingt wie ein Alarmruf: Seit Jahren fehlen Ingenieure, Ärzte, Medizintechniker, Chemikanten, Mechatroniker, Schweißer und Lageristen. Bis 2020 werden rund 600.000 beruflich qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, um diejenigen zu ersetzen, die aus Altersgründen ausscheiden. Bundesregierung und Nationales MINT-Forum wollen das jetzt (endlich) ändern. weiterlesen…

Bald „BAEff“ = Bundesanstalt fur Energieeffizienz?

Bundesagentur für Energieeffizienz und Energiesparfonds (BAEff) vorgeschlagen – Analyse aus dem Wuppertal Institut: bis 2020 können Energiekosten um 15 Milliarden pro Jahr sinken

Das Wuppertal Institut schlägt eine Bundesagentur für Energieeffizienz und einen Energiesparfonds (BAEff) vor. Denn „mit dem gegenwärtigen politischen Instrumentarium werden die Ziele sowohl der Bundesregierung (Energiekonzept von 2010) als auch der EU (Energieeffizienzrichtlinie -EED- von 2012) zur Energieeinsparung bis 2020 deutlich verfehlt“, so das Institut in einer Mitteilung. Also habe man untersucht, „wie eine ambitioniertere Strategie und Beispielprogramme zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, Geräten und Anlagen gestaltet werden können, um die Energiewende zum Erfolg zu führen und die Energiekosten zu senken“. weiterlesen…

Koalitionsverhandlungen: Streitpunkt Energie

Hintergund

Ein entscheidender Konfliktpunkt in den Koalitionsverhandlungen ist die Förderung der erneuerbaren Energien. Die gegenwärtigen, auf die Verbraucher umgelegten Vergütungssätze gelten für 20 Jahre und richten sich nach Technologie und Größe der Anlagen.Beide Parteien wollen das ändern – aber unterschiedlich. weiterlesen…

Banken wollen Grünstrom nicht direkt vermarkten

Große Kraftwerks-Investoren lehnen verpflichtende Direktvermarktung ab: Markteintritts-Barrieren würden erhöht

Die großen deutschen Kraftwerksfinanzierer haben sich nachdrücklich gegen eine verpflichtende Direktvermarktung für Strom aus erneuerbaren Quellen ausgesprochen. In der „Berliner Erklärung der Finanzwirtschaft zu den Rahmenbedingungen von Investitionen in Erneuerbare Energien warnen eine ganze Reihe von Banken, darunter Bremer Landesbank, Commerzbank, Deutsche Kreditbank, GLS Bank, HSH Nordbank, Südwestbank, Sparkasse Bremen und Nord-Ostsee Sparkasse vor einer solchen Änderung des EEG. Die Erklärung wurde vom BEE veröffentlicht. weiterlesen…

Hör- und Lese-Empfehlung: „Auf Sand gebaut“

DLR: Auf Sand gebaut: 2009 gestartet, bleibt „Desertec“ hinter den Erwartungen zurück

Statt billiger afrikanischer Sonnenenergie für Europa lieferte das Wüstenstrom-Projekt Desertec bisher vor allem Grund für Streitereien und Negativ-Schlagzeilen. Investoren zogen sich zurück, Personal wurde ausgetauscht, Namen geändert. Die Verantwortlichen zeigen sich dennoch zweckoptimistisch und feiern den Baubeginn des ersten Kraftwerks als „indirektes Ergebnis unserer Arbeit“. Ein Radiofeuilleton des Deutschlandradios Kultur von Dirk Asendorpf weiterlesen…

125 Millionen Hiroshima-Bomben im Jahr

Gigantische Verdrängungsphase

Kaum vorstellbar: Die jedes Jahr auf die Erdoberfläche treffende Energie entspricht 125 Millionen Hiroshima-Bomben – vier pro Sekunde. Diese wird laut Hans-Joachim Schellnhuber in den Ozeanen, in der Tiefsee gespeichert. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) traf am 01.11.2013 in einem Gespräch im Berliner Allianz-Stiftungsforum am Brandenburger Tor im Rahmen von „Kultur trifft Umwelt“ auf den international gefeierten Bassbariton Thomas Quasthoff  – eine Benefiz-Veranstaltung der Stiftung NaturTon und des Allianz Stiftungsforums mit Unterstützung des PIK. weiterlesen…