Neue Technik für den Klimaschutz: Aus CO2 wird Methanol

TU Wien entwickelte chemisches Verfahren zur Herstellung wertvollen Methanols aus Kohlendioxid mit Hilfe spezieller Katalysatoren

Aus Klimaschutzgründen steht fest: Kohlendioxid darf nicht weiter in die Atmosphäre emittiert werden. Dort, wo sich die Entstehung von CO2 nicht verhindern lässt, sollte es abgeschieden und in andere Stoffe umgewandelt werden. Am besten ist es freilich, wenn dadurch Substanzen entstehen, die Wert haben und verkauft werden können. An der TU Wien wurde dafür nun eine neue Methode entwickelt: Mit Hilfe eines speziellen Katalysatormaterials aus Schwefel und Molybdän wird aus CO2 flüssiges Methanol. Die neue Technologie wurde bereits patentiert, gemeinsam mit Industriepartnern soll das Verfahren nun auf industriellen Maßstab skaliert werden. (Bild: Molybdändisulfid im Rasterelektronen-Mikroskop – © tuwien.at) weiterlesen…

Wasserstoff statt Kohle

Transformation der Stahlindustrie

Daniel Heckhoff, 33, Absolvent der Technischen Hochschule Georg Agricola (TGA) in Bochum, trägt einer Medienmitteilung vom 26.04.2022 zufolge mit den Erkenntnissen seiner Masterarbeit dazu bei, dass die Stahlproduktion über die Hochofenroute in Zukunft umweltfreundlicher wird. Er gehört einer Projektgruppe von thyssenkrupp an, die sich dem weltweit völlig neuartigen Projekt „Wasserstoff statt Kohle“ (H2BF) widmet. Ihr Ziel ist es, die CO2-Emissionen zu senken und den Technologiewandel in der Stahlproduktion voranzutreiben. weiterlesen…

Klimafreundliche Stahlproduktion

Fraunhofer UMSICHT: Bioraffinerie – Hüttengase als Rohstoff für grünes Methanol

Methanol ist eine der weltweit wichtigsten Verbindungen und dient u. a. als Basischemikalie und Kraftstoff. Noch basiert die Herstellung zumeist auf fossilen Rohstoffen wie Erdgas, Erdöl oder Kohle. Mit Blick auf den Klimawandel müssen nachhaltige Alternativen entwickelt werden. Das Fraunhofer UMSICHT arbeitet im Projekt Carbon2Chem® gemeinsam mit thyssenkrupp u.a. an der Gewinnung von Methanol aus Hüttengasen und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff. Die Forschenden betreiben einer Medienmitteilung vom zufolge auf dem Institutsgelände in Oberhausen bereits erfolgreich eine Anlage im Demonstrationsmaßstab. Im nächsten Schritt sind Versuche unter Realbedingungen auf einem Hüttenwerk in Duisburg geplant. weiterlesen…

„Jetzt handeln, um Kohlendioxidemission zu stoppen“

Fast 200 Teilnehmende diskutierten im Rahmen der 4. Carbon2Chem-Konferenz Wege zu nachhaltiger Industrie

Einblicke in Projekte zur Gestaltung einer klimaneutralen und nachhaltigen Industrie auf der einen, aktuelle Ergebnisse aus dem Verbundprojekt Carbon2Chem® auf der anderen Seite – die 4. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie bescherte knapp 200 Teilnehmenden Ende November 2021 einen intensiven Tag – so eine Medienmitteilung aus dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT). Das Motto der hybriden Veranstaltung: „Carbon2Chem – Baustein für den Klimaschutz“. weiterlesen…

thyssenkrupp wird strategischer Partner der Dii Desert Energy

thyssenkrupp wird strategischer Partner bei Dii Desert Energy

thyssenkrupp und das internationale Branchennetzwerk Dii Desert Energy arbeiten gemeinsam an der Wiederbelebung der Initiative, um die Energiewende in der MENARegion voranzutreiben. Am 11.11.2021 gaben die Dii und der Essener Stahlkocher bekannt, dass thyssenkrupp (vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden) eine strategische Partnerschaft mit der Dii Desert Energy GmbH (früher Desertec Industrial Initiative) eingehen wird. Die Dii leistet in der MENA-Region (Middle East North Africa) Pionierarbeit im Bereich erneuerbare Energien und ist seit 2016 auch im Bereich grüner Wasserstoff aktiv. 2017 ist thyssenkrupp der Dii als assoziierter Partner beigetreten und kooperiert erfolgreich zu verschiedenen Themen der Energiewende. Dieses Engagement soll nun durch den neuen Partnerstatus gestärkt werden. weiterlesen…

Milliardenrisiko CO2-Zertifikate

Existenz thyssenkrupps steht auf dem Spiel

„Keine Kohle für den Wasserstoff“ – „Die EU verschärft die Klimavorgaben und die Preise für CO2-Zertifikate steigen. Im Fall thyssenkrupps sind das Milliarden. Dieses Geld fehlt dem Konzern ausgerechnet für den Umbau seiner Anlagen auf Wasserstoffbasis“, schreiben Angela Hennersdorf und Silke Wettach in der Wirtschaftswoche vom 16.03.2021 (Foto: „Wir kochen auch nur mit Wasserstoff“ – Plakat zur Pressemitteilung 20210118 © thyssenkrupp Steel Europe). weiterlesen…

3. Carbon2Chem-Konferenz – Tag 2

Kalk, Müll und Business Cases

Prof. Görge Deerberg (Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen) und Markus Oles (thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg)
„System integration – the center piece of Carbon2Chem®

Carbon2Chem - altes Stahlwerk Thyssen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDeerberg, einer der drei C2C-Koordinatoren, referierte zu Beginn des zweiten Konferenztages am 28.10.2020 über Systemintegration („das Herzstück von Carbon2Chem®„) und die eben beginnende zweite Phase des Projekts. Er sprach über den Energiebedarf und verglich den CO2-Ausstoß zwischen Stahl- und Methanolproduktion: Letztere verursache fast die Hälfte. weiterlesen…

Einblicke in Struktur eines rätselhaften Katalysators

Mit einzigartiger selbst gebauten Forschungsapparatur Cu/ZnO/Al2O3 aufgeklärt

Methanol ist eine der wichtigsten Basischemikalien, etwa um Kunststoffe oder Baumaterialien herzustellen. Um den Produktionsprozess noch effizienter gestalten zu können, wäre es hilfreich, mehr über den Kupfer/Zinkoxid/Aluminiumoxid-Katalysator (Cu/ZnO/Al2O3) zu wissen, der bei der Methanolherstellung im Einsatz ist. Bislang war es jedoch nicht möglich, seine Oberfläche unter Reaktionsbedingungen mit strukturaufklärenden Methoden zu untersuchen. Einem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) ist es dennoch gelungen, Einblicke in den Aufbau seines aktiven Zentrums zu gewinnen. Diese beschreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Communications vom 04.08.2020.
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Energiewende als Eisberg

Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung

Eine neue (zunächst dreiteilige) Veranstaltungsreihe hat die Max-Planck-Gesellschaft unter dem Titel „Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung“ am 10.06.2020 aufgelegt. Forscher aus den Max-Planck-Instituten für Chemische Energiekonversion und Eisenforschung wollen im Gesprächsformat dabei Vorstellungen entwickeln, inwieweit Unternehmen Rohstoffe so nutzen können, dass ihre Produkte und deren Herstellung defossilisiert ablaufen. weiterlesen…

Ammoniak aus Hüttengasen

Weiterer Schritt zur CO2-freien Stahlproduktion

„Carbon2Chem startet gut ins neue Jahr“, meldete thyssenkrupp am 10.01.2019 in einer Medienmitteilung: thyssenkrupp habe erstmals Ammoniak aus Hüttengasen hergestellt. Ammoniak ist eine Chemikalie, aus der Kunstdünger für die bessere Versorgung mit Nahrungsmitteln hergestellt wird. Hüttengase sind Gase aus der Stahlproduktion, die unter anderem C02 enthalten. Es ist weltweit das erste Mal, dass Gase aus der Stahlproduktion einschließlich des darin enthaltenen CO2 in Ammoniak umgewandelt werden. weiterlesen…