Altmaier beharrt auf 1 Billion Energiewende-Kosten

„Eher knapp berechnet“

Bundesumweltminister Altmaier legte in der Kostendebatte über den Ökostrom nach. Im Interview mit der Frankfurter Rundschau warnte er am 03.06.2013 „davor, dass die Kosten sogar ‚deutlich‘ über der von ihm bisher genannten eine Billion Euro liegen könnten. ‚Die Billion ist seriös berechnet – und zwar eher zu knapp als zu hoch‘, sagte er“ – so die FR. Wenn die Förderbedingungen gleich blieben, der Ausbau so weiter gehe wie bisher und der Börsenstrompreis im Schnitt 4,5 Cent betrage, ergäben sich die berechneten Kosten. weiterlesen…

„Club der Energiewendestaaten“ gegründet

China als größter Klimasünder doch mit von der Partie

Deutschland und neun weitere Länder haben auf Anregung von Bundesumeltminister Altmaier in Berlin einen „Club der Energiewendestaaten“ gegründet. Altmaier – auf den Tag genau ein Jahr im Amt – betonte nach ersten gemeinsamen Beratungen der Gruppe am 01.06.2013: „Die Zukunft kann nur mit einer großen Rolle für die erneuerbaren Energien gestaltet werden.“ Deren Ausbau sei unabdingbar für den Schutz von Klima und Umwelt, stehe aber nicht im Gegensatz zu Wohlstand und Wachstum. weiterlesen…

Viel Handlungsspielraum beim Ausbau Erneuerbarer Energien

Neue Studie für Agora Energiewende

Unter Kostengesichtspunkten spielt es kaum eine Rolle, ob Windkraft- und Solaranlagen künftig eher dort errichtet werden, wo die Stromerzeugung besonders günstig ist oder aber dort, wo der Strom verbraucht wird. Das ist das Ergebnis einer Studie renommierter Wissenschaftler im Auftrag von Agora Energiewende. „Unter Kostengesichtspunkten ist die regionale Verteilung der Anlagen beinahe unerheblich. Die  Politik  hat  damit einen  großen  Handlungsspielraum  beim  Ausbau  von  Onshore-Windkraft  und  Photovoltaik“, sagt Rainer Baake, Direktor des von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation getragenen Denklabors. weiterlesen…

Energiewende als „Generationenvertrag“

Kann der Markt die Prozessverantwortung für die Energiewende übernehmen?
von Peter Hennicke (mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Die Energiewende ist eine Generationen übergreifende Jahrhundertaufgabe. Sie ist ein unausgesprochener „Generationenvertrag“, der seinen Namen verdient: Die heutige Generation schafft und finanziert für spätere Generationen mehr Zukunftssicherheit.

Die meisten mit fossilen und nuklearen Energien verbundenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Risiken werden minimiert (Hennicke / Müller 2005). Die gesamtwirtschaftlichen Energiezusatzkosten (ohne externe Kosten) steigen durch die Energiewende zwar vorübergehend deutlich an, um dann aber im Vergleich zu einen Referenzpfad und abhängig vom Ölpreis (als Leitpreis) mit großer Wahrscheinlichkeit (etwa ab 2025/2030) erheblich zu sinken. Dieser durch Szenarien gut belegbare Trend (Nitsch et al. 2012; Hennicke / Welfens 2012) hängt von zwei wesentlichen Voraussetzungen ab: Der Primärenergieverbrauch muss drastisch reduziert werden (etwa um 50 Prozent bis 2050), um dann den verbleibenden „Restenergiebedarf“ weitgehend und – wenn möglich – zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien bereitzustellen. Dabei wird in allen repräsentativen Szenarien auch in Zukunft ein exponentielles Wirtschaftswachstum unterstellt (VDW 2011), wenn auch mit etwa 1 Prozent pro Jahr weniger als in der Vergangenheit. Dies wäre gleichbedeutend mit einem Prozess der absoluten Entkopplung von mehr Wirtschaftswachstum und sinkendem (erneuerbarem) Energieeinsatz, wie ihn einige Wachstumskritiker für unmöglich halten (Jackson 2009; Paech 2012). weiterlesen…

Töpfer wirft Parteien Unredlichkeit in Energiewende-Debatte vor

Parteien argumentieren „emotional, aber nicht faktenorientiert“

Der frühere Umweltminister und Ex-UNEP-Direktor Klaus Töpfer wirft den Parteien vor, die Debatte um die Kosten der Energiewende für ihre Zwecke  auszunutzen. Der Potsdamer Nachhaltigkeitsforscher hat allen Parteien in der Diskussion über die Strompreise und ihre sozialen Wirkungen einen Mangel an Redlichkeit vorgeworfen. weiterlesen…

IEA korrigiert Urteil über Energiewende

Kapferer: IEA-Länderbericht bestätigt energiepolitische Ausrichtung – BEE freut sich über Änderung der IEA-Kritik – Erfahrungen und Fortschritte bei Umsetzung der Energiewende

Im Gegensatz zu bisher hat die IEA ihre Beurteilung der Energiewende ins Positive korrigiert: In ihrem diesjährigen Länderbericht äußerte sie sich vergleichsweise positiv zur Entwicklung der Energiepolitik in Deutschland. Sie nahm Abstand von ihrer bislang vorherrschenden Kritik am deutschen Atomausstieg. Die Energiewende sei „ehrgeizig, aber machbar“. Die IEA mahnte jedoch an, dass das Angebot der Erneuerbaren „marktkonform“ gesteuert werden und besser der Nachfrage entsprechen müsse. Zudem forderte sie Deutschland auf, seine energiepolitischen Entscheidungen besser mit den Nachbarländern abzustimmen. weiterlesen…

Fracking: Altmaier widerspricht Oettinger

„Im Augenblick nicht vertretbar“

Im Interview mit dem ARD-Morgenmagazin bezog Bundesumweltminister Altmaier am 22.05.2013 gegenüber Christiane Meier Gegenposition zu EU-Umwelt-Kommissar Oettinger. Er glaube und hoffe nicht, dass Oettinger die Klimawende kaputtmachen wolle. Die Europäische Union habe sich immer für mehr Klimaschutz eingesetzt. Doch „im Augenblick funktionieren die Instrumente nicht. Deshalb möchte ich, dass die Europäische Union Vorschläge macht, wie der Zertifikatehandel wieder funktioniert. Europa muss Vorreiter bleiben im Klimaschutz. Insofern brauchen wir keine neue Klimapolitik. Aber wir brauchen eine bessere Klimapolitik.“ weiterlesen…

Die Energiewende sozial verträglich gestalten

Soziale Schieflage bei der Energiewende?

Die aktuelle Debatte um die soziale Verträglichkeit der Energiewende muss versachlicht werden, sonst droht sie das „Gemeinschaftswerk Energiewende“ in eine Schieflage zu bringen.  Das fordert eine Arbeitsgruppe der Plattform Energiewende des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in ihrem Bericht „Beiträge zur sozialen Bilanzierung der Energiewende“, der am 21. 05. 2013 in der Kalkscheune in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Veranstaltung wurde von IASS-Exekutivdirektor Klaus Töpfer moderiert. weiterlesen…

Österreich: „Energiewende ist schöpferische Zerstörung“

Drei Reserve-Kraftwerke für deutsche Energiewende

Deutschland baut derzeit unter dem Titel „Energiewende“ seine Energieversorgung großflächig auf erneuerbare Energieträger um und schließt seine Atomkraftwerke – schreibt das österreichische Internetportal Solid in einem skeptischen Artikel über einen Besuch des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, in Wien. weiterlesen…