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Archiv: Klimamigration


EU-Parlament verabschiedet Bericht über Klimamigration

Am 20.06.2018 schon hat EU-Klimakommissar Cañete bekanntgegeben, dass der Block seine Verpflichtung zur Emissionsreduzierung von minus 40 Prozent bis 2030 auf minus 45 Prozent erhöhen könnte, nachdem die EU-Verhandlungsführer in den vergangenen zwei Wochen neue Gesetze für saubere Energie beschlossen hatten. Er äußerte sich während des zweiten Ministertreffens über Klimaschutz (MoCA) in Brüssel, das von der EU, China und Kanada ausgerichtet wurde – so Sam Morgan auf EURACTIV. Außerdem verabschiedete das EU-Parlament einen Bericht, der den Zusammenhang von Klima und Migration bestätigt.


Weltbank-Prognose: Millionen Binnenflüchtlinge durch Klimawandel

Dürren, Missernten, Sturmfluten: Bis 2050 könnten 140 Millionen in Südasien, Lateinamerika und Afrika südlich der Sahara ihre Heimat verlassen, erwartete die Weltbank einer Medienmitteilung vom 20.03.2018 zufolge. Der Weltbank-Bericht unter dem Titel “Groundswell: Preparing for Internal Climate Migration” (“Ansturm: Vorbereitung auf interne Klima-Migration”) befürchtet, dass die Folgen des Klimawandels Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen werden, berichtete Zeit-Online. Eine entschlossene Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen könnte diese Migrationsbewegungen jedoch um bis zu 80 Prozent verringern.


nature: “Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über Klimawandel und Bürgerkonflikte!”

Die Wissenschaftszeitschrift nature weist in einem Editorial auf einen Sachverhalt hin, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: “Viele Studien, die die globale Erwärmung mit zivilen Unruhen in Verbindung bringen, sind voreingenommen und verschärfen die Stigmatisierung der Entwicklungsländer.”


CO2-Emissionen im zweiten Jahr in Folge deutlich gestiegen

Umweltexperte Hans-Josef Fell beklagt in seinem jüngsten Newsletter: “Alle reden von der Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu senken und entsprechende politische internationale Ziele sind längst verpflichtend eingeführt. Aber die Realität in Deutschland ist das glatte Gegenteil. Klimaschutz findet nicht mehr statt. Die ‘Klimaschutzpolitik’ der ‘Klimaschutzkanzlerin’ Merkel führt seit Jahren zum weiteren Steigen von jährlichen Klimagasemissionen und damit zum beschleunigten Aufheizen der Erdatmosphäre.”


Klimawandel treibt Hunderttausende Menschen in die Flucht

Als hätten wir es nicht gewusst – und als hätte Solarify nicht wiederholt darüber berichtet (siehe: solarify.eu/klima-krieg-und-flucht): Menschen in ärmeren Ländern tragen ein fünffach höheres Risiko, wegen extremer Unwetterrn, Stürmen oder Überschwemmungen zur Flucht gezwungen zu werden als Menschen in reichen Ländern. Das geht laut einer Medienmitteilung aus dem Bericht „Uprooted by Climate Change“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld der Bonner Weltklimakonferenz COP23 vorgestellt hat.


Warnung vor Klimawandel-Folgen – vor allem Migration

Jakob von Uexküll, 73, schwedisch-deutscher Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen. In einem neuen Buch unter dem Titel „Zukunft gestalten: Jetzt“ warnt er vor den gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels – vor allem der Klimamigration.


‚Impacts World‘ Konferenz vom 11.-13.10.2017 in Potsdam

Um die Auswirkungen des Klimawandels noch besser zu verstehen, treffen sich vom 11.-13.10.2017 an die 500 Wissenschaftler aus aller Welt in Potsdam. “Die wahren Kosten des Klimawandels zu benennen” – dies ist der Titel der Konferenz – ist eine große Herausforderung. Denn gerade die gesellschaftlichen Kosten sind nicht immer leicht zu berechnen, ihre Währung ist mitunter das menschliche Leiden. Als Teil der Konferenz begeht das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert der Forschung mit dem Ziel, das Wissen über die Interaktion von Mensch und Erdsystem voranzubringen.


IWF-Chefin fürchtet neue Migrationswelle

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hat Präsident Trumps Entscheidung scharf kritisiert, aus COP21 auszusteigen. Christine Lagarde rief Europa zum gemeinsamen Einsatz gegen Fluchtursachen in Afrika auf – auch weil die USA sich zu versagen anschickten: „Es bereitet natürlich große Sorgen, wenn sich die wichtigste Wirtschaftsmacht aus den gemeinsamen Anstrengungen, den Klimawandel zu bekämpfen, ausklinkt“, sagte sie im Interview mit dem „Handelsblatt“ am 12.06.2017.


Neu ab 18. April 2017: Klimakrise – wichtiger Faktor für Völkerwanderungen

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2015 waren 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Doch was, wenn in den nächsten Jahrzehnten weitere 200 Millionen Menschen hinzukommen, die vor allem aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels ihre Heimat verlassen – wegen steigender Meeresspiegel, anhaltender Dürre, Waldbränden, Mangel an Trinkwasser oder immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen? Der am 18.04.2017 im oekom-Verlag erscheinende Atlas der Umweltmigration bringt die Herausforderung Umweltmigration auf die Agenda, präsentiert erstmals relevante Daten und Fakten und bereitet sie in unzähligen Grafiken und Karten verständlich auf.


Klimamigration ungeahnten Ausmaßes droht

Gastkommentar vonTara Shirvani, Expertin für Klimawandel bei der Weltbank, Washington: Der Klimawandel in Afrika wird ein noch viel stärkerer Treiber für Massenmigration, als politische Unruhen es bereits sind – mit freundlicher Genehmigung von TREND Ausgabe 4/2017.

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