Klimawandel befördert Konflikte und Migration

Neue Studie bestätigt Zusammenhang

In den vergangenen Jahrzehnten wurden klimatische Bedingungen nicht selten für politische Unruhen, Bürgerkrieg und Migrationsbewegungen verantwortlich gemacht – bis dato allerdings ohne wissenschaftliche Evidenz. Eine aktuelle – in Global Environmental Change publizierte – Studie von Professor Jesus Crespo Cuaresma von der Wirtschaftsuniversität Wien gemeinsam mit KollegInnen von IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis), der University of East Anglia, der Shanghai University und der JKU Linz bestätigt nun erstmals den Zusammenhang zwischen klimatischen Bedingungen, Konflikten und Migration. weiterlesen…

Trauriger Rekord 2018 – Noch nie so viele Menschen auf der Flucht

UNO-Flüchtlingshilfe zieht Bilanz

Es ist ein Jahr der erschütternden Superlative: in Bangladesch entstand das größte Flüchtlingslager der Welt, Venezuela erlebt die größte Fluchtbewegung in der modernen Geschichte Lateinamerikas und im Jemen hat sich nahezu unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit die derzeit größte humanitäre Krise der Welt entwickelt, so eine Medienmitteilung der UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Weltweit sind mehr als 68,5 Millionen Menschen aktuell auf der Flucht, Tendenz steigend. Gleichzeitig entwickelt sich die öffentliche Diskussion über Flüchtlinge in Deutschland emotionaler und weniger faktenorientiert. Der Begriff “Klimamigration” ist zu Unrecht in den Hintergrund gerückt. weiterlesen…

Guterres: “Stresstest für die Welt”

Neujahrsbotschaft des UN-Generalsekretärs: “Grund zur Hoffnung”

Laut UN-Generalsekretär António Guterres durchläuft die Welt derzeit einen “Stresstest”. In seiner Neujahrsbotschaft sagte er am 29.12.2018 in New York: “Es sind nervöse Zeiten für viele, und unsere Welt geht durch einen Stresstest”. Als größte Herausforderung nannte er den Klimawandel, aber auch Konflikte, Flüchtlingsbewegungen, ungleiche Reichtumsverteilung, schließlich Intoleranz und abnehmendes Vertrauen. weiterlesen…

Cañete: EU soll CO2-Ziele bis 2030 erhöhen


EU-Parlament verabschiedet Bericht über Klimamigration

Am 20.06.2018 schon hat EU-Klimakommissar Cañete bekanntgegeben, dass der Block seine Verpflichtung zur Emissionsreduzierung von minus 40 Prozent bis 2030 auf minus 45 Prozent erhöhen könnte, nachdem die EU-Verhandlungsführer in den vergangenen zwei Wochen neue Gesetze für saubere Energie beschlossen hatten. Er äußerte sich während des zweiten Ministertreffens über Klimaschutz (MoCA) in Brüssel, das von der EU, China und Kanada ausgerichtet wurde – so Sam Morgan auf EURACTIV. Außerdem verabschiedete das EU-Parlament einen Bericht, der den Zusammenhang von Klima und Migration bestätigt. weiterlesen…

Klima-Migrationswelle immer wahrscheinlicher


Weltbank-Prognose: Millionen Binnenflüchtlinge durch Klimawandel

Dürren, Missernten, Sturmfluten: Bis 2050 könnten 140 Millionen in Südasien, Lateinamerika und Afrika südlich der Sahara ihre Heimat verlassen, erwartete die Weltbank einer Medienmitteilung vom 20.03.2018 zufolge. Der Weltbank-Bericht unter dem Titel “Groundswell: Preparing for Internal Climate Migration” (“Ansturm: Vorbereitung auf interne Klima-Migration”) befürchtet, dass die Folgen des Klimawandels Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen werden, berichtete Zeit-Online. Eine entschlossene Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen könnte diese Migrationsbewegungen jedoch um bis zu 80 Prozent verringern. weiterlesen…

Voreingenommene Studien stigmatisieren Entwicklungsländer


nature: “Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über Klimawandel und Bürgerkonflikte!”

Die Wissenschaftszeitschrift nature weist in einem Editorial auf einen Sachverhalt hin, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: “Viele Studien, die die globale Erwärmung mit zivilen Unruhen in Verbindung bringen, sind voreingenommen und verschärfen die Stigmatisierung der Entwicklungsländer.” weiterlesen…

Fell: “Klimaschutz in Deutschland völlig am Ende”


CO2-Emissionen im zweiten Jahr in Folge deutlich gestiegen

Umweltexperte Hans-Josef Fell beklagt in seinem jüngsten Newsletter: “Alle reden von der Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu senken und entsprechende politische internationale Ziele sind längst verpflichtend eingeführt. Aber die Realität in Deutschland ist das glatte Gegenteil. Klimaschutz findet nicht mehr statt. Die ‘Klimaschutzpolitik’ der ‘Klimaschutzkanzlerin’ Merkel führt seit Jahren zum weiteren Steigen von jährlichen Klimagasemissionen und damit zum beschleunigten Aufheizen der Erdatmosphäre.” weiterlesen…

Oxfam zu Klimamigration: Risiko in armen Ländern fünfmal höher


Klimawandel treibt Hunderttausende Menschen in die Flucht

Als hätten wir es nicht gewusst – und als hätte Solarify nicht wiederholt darüber berichtet (siehe: solarify.eu/klima-krieg-und-flucht): Menschen in ärmeren Ländern tragen ein fünffach höheres Risiko, wegen extremer Unwetterrn, Stürmen oder Überschwemmungen zur Flucht gezwungen zu werden als Menschen in reichen Ländern. Das geht laut einer Medienmitteilung aus dem Bericht „Uprooted by Climate Change“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld der Bonner Weltklimakonferenz COP23 vorgestellt hat. weiterlesen…

Uexküll: „Zukunft gestalten: Jetzt“


Warnung vor Klimawandel-Folgen – vor allem Migration

Jakob von Uexküll, 73, schwedisch-deutscher Gründer des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und des Weltzukunftsrats (World Future Council), arbeitet seit Jahrzehnten an Konzepten des Umdenkens und Umsteuerns – als Botschafter, Aufklärer und Berater für eine gerechtere und bewohnbare Welt für zukünftige Generationen. In einem neuen Buch unter dem Titel „Zukunft gestalten: Jetzt“ warnt er vor den gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels – vor allem der Klimamigration. weiterlesen…

Aktive Begrenzung der Erderwärmung, viel billiger als Nichtstun


‚Impacts World‘ Konferenz vom 11.-13.10.2017 in Potsdam

Um die Auswirkungen des Klimawandels noch besser zu verstehen, treffen sich vom 11.-13.10.2017 an die 500 Wissenschaftler aus aller Welt in Potsdam. “Die wahren Kosten des Klimawandels zu benennen” – dies ist der Titel der Konferenz – ist eine große Herausforderung. Denn gerade die gesellschaftlichen Kosten sind nicht immer leicht zu berechnen, ihre Währung ist mitunter das menschliche Leiden. Als Teil der Konferenz begeht das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert der Forschung mit dem Ziel, das Wissen über die Interaktion von Mensch und Erdsystem voranzubringen. weiterlesen…