“Ich spreche von Jahrzehnten”

Klimakrise braucht Berichterstattung mit langem Atem

Journalisten arbeiten meist mit kurzen Fristen, teils schlägt der Rhythmus der Berichterstattung von Tweet zu Tweet. Bei Themen wie dem Klimawandel jedoch braucht es langen Atem und ruhigen Blick. Der CNN-Journalist John D. Sutter startet deshalb eine echte Langzeitrecherche: Für ein Dokumentarfilmprojekt will er bis 2050 alle fünf Jahre dieselben vier Orte besuchen und die Folgen der Erderwärmung dokumentieren. In einem Gastbeitrag für klimafakten, ursprünglich publiziert auf der Webseite der Nieman Reports, erklärt er sein Projekt. weiterlesen…

Erderhitzung und Demokratie:

Gastbeitrag von Franz Baumann

Franz Baumann nennt die “Erderhitzung die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte”. Bundeskanzlerin Merkel habe sie vor der COP23 die “zentrale Herausforderung der Menschheit” genannt – sie entscheide als eine Schicksalsfrage über unser aller Wohlergehen. Weil aber die tatsächlichen Umwelt- und Gesundheitskosten fossiler Energien nicht beglichen, sondern auf die lange Bank geschoben würden, sei Treibhausgasneutralität “eine ebenso gigantische wie politisch heimatlose Aufgabe”. Baumann: “Verzwickt, schmerzhaft und teuer wird es werden, aber lange nicht so wie weitere Lösungsverschleppung”. weiterlesen…

Analyse: COP25 an tiefgreifenden Probleme gescheitert

Paradox der internationalen Klimapolitik

Die Klimakonferenz COP25 in Madrid ist nach knapp zwei Wochen Verhandlungen inklusive zweier schlafloser Nächte am Klimaschutz-Paradox gescheitert: Weltweit erheben so viele Menschen wie nie ihre Stimme für die Rettung des Planeten, die Jugend rebelliert – dennoch handeln die Regierungen nicht. Der Versuch einer Erklärung von Clemens Weiß am 17.12.2019 in energiezukunft. weiterlesen…

Katastrophe, welche die ganze Menschheit betrifft

Immer noch kein Umdenken

“Brennende Fragen und Wälder überschatten das Christfest und den Jahreswechsel. Aber der Weltfrieden soll militärisch gesichert werden, nicht durch Klimaschutz”, sagt Manfred Niekisch, Biologe, früherer Direktor des Frankfurter Zoos und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen, in seiner Kolumne in der Frankfurter Rundschau vom 21.12.2019. weiterlesen…

IPCC: Je beunruhigender die Berichte, desto weniger Widerstand

Klimawandel-Untersuchungen scheinen anzukommen

Seit 30 Jahren veröffentlicht das IPCC zunehmend erschütternde Berichte über Auswirkungen und Folgen des anthropogenen Klimawandels. Nun denken die IPCC-Autoren, dass ihre Botschaft endlich ankommen könnte, schreibt Nathanial Gronewold in Climatewire. Ende September hätten Wissenschaftler während der Gespräche in Monaco den Regierungen ihren “Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate” (SROCC, siehe: solarify.eu/ipcc-sonderbericht-ueber-den-ozean-und-die-kryosphaere-in-einem-sich-wandelnden-klima-srocc) präsentiert. Das Dokument sei wohl das alarmierendste, das je aus dem IPCC-Prozess hervorgegangen sei, wobei die Autoren etwa 7.000 akademische Studien eingesehen hätten, um den aktuellen Stand des Verständnisses darüber darzustellen, wie der Klimawandel die Ozeane, die Pole und die Hochgletscher beeinflusst. weiterlesen…

Deutschland fünft-größter CO2-Sünder im Verkehrssektor

CO2-Emissionen: Kein G20-Staat auf 1,5-Grad-Kurs

Die G20-Staaten stoßen 80 Prozent des Treibhausgases aus. Der eben – unter entscheidender Mitwirkung von Germanwatch – publizierte Brown-to-Green-Report (B2G) 2019 zeigt: Alle 19 Länder (plus EU) sind weit davon entfernt, die Erderwärmung entscheidend zu begrenzen – geschweige denn auf 1,5 Grad. Der Treibhausgas-Ausstoß der 19 Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union steigt dagegen weiter, so der B2G-Report, den das Netzwerk “Climate Transparency” kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid veröffentlichte. Im vergangenen Jahr nahmen die Emissionen demnach um 1,8 Prozent zu. weiterlesen…

In nur 30 Jahren könnte unsere Auslöschung beginnen

Wissenschaftlicher Bericht aus Australien rechnet mit Ende der Menschheit ab 2050 – wenn wir so weitermachen

Eine durchaus ernstzunehmende australische Studie des Breakthrough National Centre for Climate Restoration vom Mai 2019 zeigt, wie weit wir unseren Planeten bis heute schon zerstört haben. Es könnte bedeuten, dass uns noch viel weniger Zeit bleibt, als wir – und vor allem auch die Wissenschaft – glauben. Noch sei die Konsequenz vermeidbar, dass der Klimawandel den Weltuntergang und unser Ende bedeutet. Die Arbeit der australischen Wissenschaftler führt jedoch drastisch vor Augen, dass sich die Situation zunehmend verschärft – nicht linear, sondern exponentiell. Demnach könnte das Aussterben großer Teile der Menschheit sogar schon 2050, also in 30 Jahren, beginnen. Bereits jetzt stelle der Klimawandel eine “existenzielle Bedrohung für die menschlichen Zivilisation” dar, die ab 2050 für Jahrhunderte nicht mehr abwendbar sei. Solarify dokumentiert die Studie. weiterlesen…

Regierung steuert wissend auf Katastrophe zu

Gastbeitrag von Mario Sixtus auf t-online.de

Mario Sixtus, Journalist, Autor und Filmemacher, laut t-online.de einer der prominentesten und einflussreichsten Twitterer Deutschlands”, fragt sich in einem Gastbeitrag, warum sich die deutsche Politik so schwer damit tue, angemessen auf die Klimakrise zu reagieren? Er hat in einem Buch (“Warum an die Zukunft denken?” Duden-Verlag) eine Antwort gefunden: Politiker sind einfach viel zu sehr im Hier und Jetzt verwurzelt. weiterlesen…

11.000 Forscher warnen vor Klimakatastrophe

“Noch nie dagewesenes Leid” droht

Während die US-Regierung in einem Schreiben an die UN offiziell ihre Kündigung für das Klimaabkommen von Paris eingereicht hat (Außenminister Mike Pompeo erklärte in einer Stellungnahme, der Pakt sei eine “unfaire Belastung” für die US-Wirtschaft), warnen – knapp vier Wochen vor dem UN-Klimagipfel – 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern (darunter 871 deutsche Forscher) in einem gemeinsamen Appell in der Fachzeitschrift BioScience vor einer rapiden Zunahme der Erderwärmung und einem “Weiter So” im Kampf gegen den Klimawandel. “Noch nie dagewesenes Leid” stehe uns bevor, wenn nicht entschlossen und rasch gehandelt werde. weiterlesen…

CAI prangert größte Klimasünder an

Nur 20 Firmen emittieren ein Drittel des weltweiten CO2

Einer Studie des amerikanischen Climate Accountability Institute (CAI) zufolge sind weltweit nur 20 Firmen für mehr als ein Drittel aller menschengemachten CO2-Emissionen verantwortlich, 12 davon Staatskonzerne. Das CAI veröffentlichte einen neuen Datensatz, der quantifiziert, wie viel jedes der größten Öl-, Gas- und Kohleunternehmen seit 1965 zur Klimakrise beigetragen hat. Der Guardian: “Die Analyse von Richard Heede vom Climate Accountability Institute in den USA, der weltweit führenden Autorität für die Rolle von Big Oil bei der eskalierenden Klimakrise, bewertet, was die Weltkonzerne aus dem Boden herausgeholt haben und für welche Emissionen diese fossilen Brennstoffe seit 1965 verantwortlich sind.” weiterlesen…