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Archiv: Wirtschaft


Germanwatch: Bundesregierung gehörte zu den Bremsern auf dem Weg zu einer mutigeren Reform

Germanwatch wertet die am 28.02.2107 im Umweltministerrat beschlossene Position der EU-Mitgliedsstaaten zur Reparatur des Emissionshandels als Schritt in die richtige Richtung. Wie Germanwatch am 01.03.2017 mitteilt, wollen die EU-Regierungen nun eine Art „Überlaufventil“ in den Emissionshandel einbauen, das die aktuell extrem niedrigen Preise für Zertifikate in Zukunft verhindern kann. Germanwatch kritisiert allerdings, die EU-Regierungen hätten noch nicht den Mut gehabt, den Emissionshandel schnell und entschieden genug aus seiner Krise zu führen.


EU-Länder für effektiveren Klimaschutz und Erhalt der Industrie beim Emissionshandel – Berlin akzeptiert Verfallsdatum für Zertifikate

Am 28.02.2017 haben sich die EU-Länder einer BMUB-Mitteilung zufolge im Umweltrat auf eine gemeinsame Position zur Reform des Emissionshandels verständigt. Die Klimaschutzwirkung des Emissionshandels werde gestärkt: Doppelt so viele überschüssige Zertifikate sollen in die Reserve verschoben und damit dem Markt entzogen werden. Die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie werde effektiv geschützt. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) habe sich beim Umweltministerrat der Europäischen Union sehr dafür eingesetzt, dass sie mehr Kohlendioxid-Zertifikate kostenlos zugeteilt bekämen, als die EU-Kommission vorgeschlagen habe.


Agora Energiewende: Folgen für Energiepolitik und Energierecht – Grundlegende Analyse zur Dezentralitätsdebatte – Thesen zu einem Ordnungsrahmen

Dezentralität entwickelt sich laut einer Agora-Energiewende-Analyse mit der Energiewende zu einem dauerhaft prägenden Strukturmerkmal des Energiesystems. Schlüsseltechnologien der Energiewende (vor allem Wind, Solar, Batteriespeicher, Digitalisierung) sowie in der Gesellschaft verankerte politische, ökonomische und soziale Präferenzen für Eigenversorgung und Regionalität treiben das Strom- und Energiesystem in Richtung dezentrale Strukturen.

Wind in Bayern vor dem Aus


Analyse zeigt: Atomausstieg in Bayern massiv gefährdet

Der Ausbau der Windenergie in Bayern ist durch die im November 2014 eingeführte 10H-Abstandsregelung (siehe: solarify.eu/bayern-bremst-windenergie-aus) praktisch komplett zum Erliegen gekommen. Dies zeigt eine an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durchgeführte wissenschaftliche Analyse. Sowohl die Genehmigungsanträge als auch die tatsächlichen Genehmigungen für den Bau von Windkraftanlagen sind seit 2014 massiv zurückgegangen, schreibt EE-Experte Hans-Josef Fell.


EuGH bestätigt Antidumping-Zölle

Mit dem Satz „mit Urteilen von heute weist das Gericht alle Klagen ab und bestätigt sämtliche vom Rat festgesetzten endgültigen Zölle“ hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg am 28.02.2017 entschieden, dass die Strafzölle auf importierte Billig-Solarmodule aus China rechtmäßig sind. Die EU hatte 2013 die Zölle verhängt, um die heimischen Unternehmen – allen voran der deutsche Marktführer Solarworld – zu schützen.


Gesamtausgabe der Energiedaten – Datensammlung des BMWi

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die von ihm herausgegebenen Energiedaten aktualisiert. Sie geben Antworten auf aktuelle Fragen zur Energieversorgung. Die Daten schlüsseln beispielsweise auf, woher unsere verschiedenen Energieträger kommen, wie viel Energie wir verbrauchen und wie groß die weltweiten Reserven sind. Die aktuelle Gesamtausgabe der Energiedaten sowie ausgewählte Grafiken stehen als Download zur Verfügung.


Gemeinsame Absichtserklärung für kohlenstoffarme Wirtschaft

Deutschland und Iran wollen beim Umwelt- und Klimaschutz stärker zusammenarbeiten. Das war das Ziel dreitägiger politischer Gespräche, zu denen Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth vom 24. bis 27.02.2016 in Teheran war. So will die Bundesregierung Iran helfen, zentrale Umweltprobleme wie Wassermangel und Luftbelastung besser zu bewältigen. Außerdem will das Bundesumweltministerium Iran bei der Umsetzung seiner nationalen Klimaschutzziele unterstützen. Bis 2018 will die iranische Agentur für Erneuerbare-Energien SUNA insgesamt 5 GW Wind- und Solarkraft erreichen.Seit dem Abschluss des Nuklearabkommens im Juli 2015 wurde die bilaterale Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern neu belebt.


Staatssekretär Baake beim Energieministerrat in Brüssel

Wie das BMWi mitteilt, nimmt Staatssekretär Rainer Baake am 27.02.2017 für die Bundesregierung am Energieministerrat in Brüssel teil. Bei dem Treffen gehe es um einen ersten Gedankenaustausch zum Gesetzgebungspaket „Saubere Energie für alle Europäer“, das die Kommission am 30. 11.2016 vorgelegt hat. Im Fokus der heutigen Beratungen sollen die Vorschläge der Europäischen Kommission zum Strommarktdesign, zu erneuerbaren Energien und zur Governance stehen.


Friedrich-Wilhelm Wellmer im Solarify-Selbst-Gespräch

Ex-BGR-Präsident Friedrich-Wilhelm Wellmer informiert im Solarify-Selbst-Gespräch über Rohstoff-Nachfrage und Kreislaufwirtschaft – so bräuchten wir für die Erneuerbaren Energie zwar mehr Rohstoffe als für die Fossilen – es seien aber auch mehr als genug vorhanden. Die Seltenen Erden seien nämlich gar nicht so selten, wie der Namen unterstelle. Trotzdem plädiert Wellmer entschieden für die Kreislaufwirtschaft, für Gebrauch statt Verbrauch. Zudem seien Rohstoffe zeit- und epochenabhängige „Kopfprodukte“. Sorgen machen Wellmer die umweltschädlichen Folgen des Rohstoffabbaus und die Kinderarbeit, die nach wie vor in manchen Ländern Asien, Afrikas und Lateinamerikas grassiere. Doch man sei aktiv: Beispielsweise mit dem von der BGR entwickelten „Fingerprinting-System“ für Tantalerze in Afrika – eine Art DNA-Analyse, mit der sich feststellen lasse, aus welchen Gebieten die Erze kämen.


130 Millionen Euro für drei Jahre

Mit dem Startschuss für die Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ wurden am 27.02.2017 die Energiewirtschaft, der Verkehrssektor und die maritime Wirtschaft technologisch und innovationspolitisch enger verzahnt – so das BMWi in einer Pressemitteilung. Das BMWi stellt für die kommenden drei Jahre rund 130 Millionen Euro bereit und setzt damit Anreize für die Nutzung von Synergien durch Forschung und Entwicklung in ambitionierten Innovationsprojekten mit systemorientiertem Charakter.

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