Bundesrat will Umweltschäden durch Mikroplastik eindämmen

Plenarsitzung des Bundesrates am 15.03.2019

Der Bundesrat sorgt sich um die Umweltverschmutzung durch Mikro- und Nanoplastik – und deren schädlichen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur. Mit einer am 15.03.2019 gefassten Entschließung bittet die Länsderkammer die Bundesregierung um Prüfung, welche Maßnahmen sinnvoll sind, damit weniger Mikroplastikpartikel und schwer abbaubare Polymere in Gewässer und Böden gelangen. weiterlesen…

Lucht: Wir sollten uns “erhebliche Sorgen machen”

„Erste Anzeichen der drohenden Umweltkrise“ – “das ist Eure Aufgabe, Ihr seid die Erwachsenen”

Jeden Freitag gehen weltweit Tausende von Schülern auf die Straße und demonstrieren unter dem Motto „Fridays for Future“ für mehr Einsatz der Politiker im Klimaschutz. Inzwischen haben sie in Deutschland Rückenwind von mehr als 25.000 Forschern erhalten, die in einer Petition auf die Dringlichkeit der Schülerproteste hinweisen. Florence Schulz von EURACTIV hat am 21.03.2019 mit dem Klimaforscher Wolfgang Lucht vom PIK-Potsdam gesprochen, der unter den Erstunterzeichnern war. Der Physiker Lucht leitet den Bereich Erdsystemanalyse am PIK, außerdem lehrt er Geographie an der Humboldt Universität Berlin und ist Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung. weiterlesen…

Arktis-Temperaturen steigen bis neun Grad

Starker Anstieg nicht mehr zu vermeiden

Selbst wenn es der Welt gelinge, die Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu senken, so Alicia Prager auf EURACTIV.de, sei es bereits unvermeidlich, dass die Wintertemperatur in der Arktis bis 2050 um drei bis fünf Grad steige – bis 2080 sogar um fünf bis neun Grad -, warnt der neue UN-Bericht „Global Linkages – A graphic look at the changing Arctic“. Das kann laut der Studie nicht einmal mehr dann verhindert werden, wenn es gelingen sollte, die globalen Emissionen so weit zu reduzieren, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart.
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“Upgrade für den Klimaschutz”

TU Darmstadt mit OME-Produktionsverfahren aus Müll-Strom

Ein Forschungsteam der TU Darmstadt am Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik hat einer Medienmitteilung folgend ein Verfahren zur Abscheidung von Kohlendioxid entwickelt, das überschüssigen Strom aus der Müllverbrennung nutzt: Mit Strom aus Müllverbrennung Kohlendioxid, das ebenfalls bei der Müllverbrennung entsteht, in Methanol umwandeln. weiterlesen…

Bundesregierung über “Wert der Natur”

Keine Zahl über externalisierte Kosten

“Die volkswirtschaftlichen Folgen des Verlustes von biologischer Vielfalt sind von der Allgemeinheit zu tragen und mindern Naturkapital und Wohlfahrt”. Eine anerkannte Zahl als Summe dieser externen Kosten in Deutschland gebe es allerdings nicht. Das erklärt die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in ihrer Antwort (19/7971) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, “welche Bilanzierungs- und Berichtspflichten zur Erfassung von Naturkapital und Ökosystemdienstleistungen Deutschland im Rahmen internationaler Abkommen, Initiativen und Institutionen eingegangen ist und wie diese erfüllt werden”. weiterlesen…

Auch viele Benziner überschreiten Abgas-Grenzwerte

Report Mainz: Kaum wirksame Billigkatalysatoren

Nicht nur Betrugs-Diesel, sondern auch viele Benzin-Verbrennungsmotoren überschreiten die festgelegten Stickoxid-Grenzwerte. Der Grund: Es gibt kaum wirklich wirksame Austausch-Katalysatoren – ein Problem, das laut Report Mainz (“Neuer Abgasskandal?”) seit Jahren bekannt ist. Seit Jahren werden nämlich auf dem deutschen Autoteilemarkt Ersatzkatalysatoren mit deutlich niedrigerem Wirkungsgrad verkauft. weiterlesen…

Im Mittelpunkt: Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt

Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um Messstandorte

Bei allen Diskussionen um Randbedingungen bei der Beurteilung der Luftqualität ist der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt das oberste Ziel des Luftqualitätsrechts. Das wird in einer Stellungnahme hervorgehoben, die das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zusammen mit einer Reihe weiterer Landesumweltämter und dem UBA herausgegeben hat. Die Umweltinstitutionen reagieren damit auf die wiederholt geäußerten Zweifel an der Verlässlichkeit der gemessenen Daten und an der Wahl der Standorte von Messstationen. weiterlesen…

Bitcoin durch Erneuerbare nicht nachhaltiger

Laut Analyse zusätzliches Problem: wachsender Berg an Elektroschrott für Kryptowährung

Erneuerbare Energien können das Nachhaltigkeitsproblem der Kryptowährung Bitcoin nicht lösen. Das schreibt Alex de Vries, Blockchain-Spezialist bei PwC in den Zeitschriften Joule und Science. Laut der Studie wurden 2018 40 bis 62,3 TWh von Bitcoin verbraucht. Der geschätzte Energieverbrauch von Bitcoin umfasst nur die Mining-Aktivitäten, während andere wie Bitcoin-Börsen, Geldautomaten, Depots und Zahlungsdienste nicht berücksichtigt wurden. Denn Bitcoin Mining verbraucht inzwischen mehr als 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Rechenzentren weltweit.
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Methan schlimmer als Braunkohle?

Gaskriege (“Gas Wars” in Anlehnung an “Star Wars”) Teil eins:
Seien wir ehrlich bezüglich der wachsenden Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Gasen

Noch als die Tinte im Bericht der deutschen Kohlekommission, der eine schrittweise Einstellung bis 2038 empfiehlt, kaum trocken war, stieß die Öl- und Gasindustrie mit Champagner an, schrieb L. Michael Buchsbaum am 19.03.2019 im Blog “The Global Energiewende” der Heinrich-Böll-Stiftung New York. Während Umweltschützer die Einzelheiten des Plans kritisieren, feiert die andere Seite das Töten ihres stärksten Konkurrenten. Und sie übersetzen diese Freude in wütende Lobbyarbeit, um sicherzustellen, dass Erneuerbare Energien nicht den größten Teil der Lücke füllen, wenn Kohlekraftwerke geschlossen werden. L. Michael Buchsbaum erklärt. weiterlesen…

Bundesregierung unglaubwürdig beim Klimaschutz

Bundeshaushalt 2020 – wieder ohne Gebäudesanierung?

Bei seiner Sitzung am 20.03.2019 hat das Bundeskabinett über die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgelegten Eckwerte für den Bundeshaushalt 2020 beraten. Die Steuerförderung der energetischen Gebäudesanierung, als ein zentrales klimapolitisches Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, sei dabei wieder einmal nicht vorgesehen gewesen, moniert die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Auch die Vorbildrolle des Bundes bei der Sanierung seiner Liegenschaften werde weiter auf die lange Bank geschoben. weiterlesen…