Netzbetreiber rechnen mit deutlich mehr Solarstrom

Solarwirtschaft sieht deutlich höheren Zubau-Bedarf und fordert von Bundesregierung umgehende gesetzliche Beschleunigung

Die heimische Stromnachfrage wird kräftig wachsen und künftig deutlich stärker aus Solaranlagen gedeckt werden. Davon gehen inzwischen auch Deutschlands Übertragungsnetzbetreiber aus. Nach deren Einschätzung wird die solare Kraftwerkskapazität in den kommenden 15 Jahren gegenüber heute um rund 120 bis 160 Prozent zunehmen – je nach Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) fordert deshalb von der Bundesregierung umgehend die Beseitigung von Marktbarrieren und die gesetzliche Beschleunigung des Photovoltaikausbaus noch in diesem Frühjahr. weiterlesen…

Frankreich lässt nicht vom Palmöl

Streit um Biokraftstoffe geht weiter

In Frankreich hat das Schicksal von Palmöl eine Reihe von Wendungen erfahren, vor allem, weil NGO und Total weiterhin über dieses Thema streiten. Französische NGOs und der multinationale Öl- und Gaskonzern Total setzen ihr Armdrücken über den Steuerstatus von Palmöl, das in pflanzenbasierten Biokraftstoffen verwendet wird, fort. EURACTIV Frankreich berichtet. weiterlesen…

Gesellschaftliche “Kippmechanismen” können Klima stabilisieren

Durchbruch erscheint möglich

Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2° C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen – so das PIK-Potsdam am 21.01.2020 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

EU: Unsummen für „unnötige“ Gasprojekte

Euractiv: Werden Milliarden versenkt?

Europa braucht keine neue Gasinfrastruktur, um die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten, so – laut Frédéric Simon auf EURACTIV.com am 20.01.2020 – das Ergebnis einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Artelys im Auftrag der European Climate Foundation (ECF). Der Bericht warnt vielmehr vor dem Risiko, dass 29 Milliarden Euro für 32 größtenteils „unnötige“ Gasprojekte verschwendet werden könnten. weiterlesen…

Massive Kritik an Kohleausstiegsplänen

Altmaier verteidigt sich gegen Vorwürfe von KWSB-Mitgliedern und NGO

Der Zeitplan für den Braunkohle-Ausstieg (siehe solarify.eu/bund-laender-einigung-ueber-kohleausstieg) entzweit das politische Berlin: Acht von 28 Mitgliedern der ehemaligen Kohlekommission (Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, KWSB) warfen der Bundesregierung vor, sie verstoße gegen die mühsam ausgehandelten Empfehlungen zum Kohleausstieg und sehen den vor einem Jahr erzielten Kohlekompromiss gar durch die Bundesregierung aufgekündigt. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach zu zögerliche Abschaltung von Kraftwerken und zu hohe Entschädigungen für die Betreiber. In einer Stellungnahme forderten sie den Bundestag zum Handeln auf. “Hier wird ein gesellschaftlicher Frieden, der vereinbart worden war, leichtfertig verspielt”, sagte Barbara Praetorius, eine der vier Vorsitzenden der Kommission, am 21.01.2020 in Berlin. weiterlesen…

Warum Methan das Klima bedroht

Was ist Methan und warum ist es von Bedeutung?

Die Botschaft des jüngsten UN-Klimaberichts ist klar: Wenn wir die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduzieren, wird die Welt auf einen Temperaturanstieg von weit mehr als 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zusteuern. Eine drastische Reduzierung der Emissionen bedeutet eine Reduzierung von mindestens 32 Gigatonnen CO2-Äquivalent (Gt CO2) bis 2030. Das ist so, als ob man alle THG-Emissionen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Brasilien zusammengenommen jedes Jahr in den nächsten 10 Jahren eliminieren würde. Wie um alles in der Welt werden wir dies erreichen? Ein Zustandsbericht von Laura Hutchinson und Kate Hight vom Rocky Mountain Institute. weiterlesen…

Analyse: CO2-Emissionen nehmen zu – Autobauer müssen handeln

Milliardenstrafen drohen aus Brüssel

Einer Untersuchung des englischen Beratungshauses PA Consulting zufolge wächst der Druck auf die Autobauer wegen ständig weiter steigender CO2-Emissionen im Verkehrssektor stark. “Die Automobilhersteller müssen handeln”, sagt PA Consulting. Nicht nur aufgrund der Emissionsziele der Europäischen Union für 2021, die, wie die jüngste Untersuchung zeigt, den 13 größten Automobilherstellern Europas Bußgelder in Höhe von 14,5 Milliarden Euro auferlegen werden. Denn fast alle würden ihr Ziel verfehlen. weiterlesen…

Dominoeffekt für Klimaschutz

Deutsche Wagniskapitalgeber führen Nachhaltigkeitsklausel ein

Deutschlands führende Wagniskapitalgeber verpflichten sich und Portfolio-Unternehmen zur Nachhaltigkeit und leisten einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz. Eine Maßnahme, die auch in anderen Start-up-Ökosystemen und Industrien Schule machen solle, wie es die Leaders for Climate Action in ihrer Pressemitteilung vom 20.01.2020 ankündigen. weiterlesen…

MWV: “Politik muss jetzt Bedingungen für Erneuerbare Kraftstoffe schaffen”

Analyse von Boston Consulting und Prognos: CO2-Lücke von 19 Millionen Tonnen

Selbst wenn sich die E-Mobilität durchsetzen sollte (was immer noch von vielen bezweifelt wird) werden einer Untersuchung von Boston Consulting und Prognos im Auftrag des Mineralölwirtschaftsverbandes MWV zufolge die angestrebten CO2-Verringerungen im Verkehr ohne neue Treibstoffarten nicht erreichbar sein. Selbst bei schneller Elektrifizierung des Pkw-Sektors und mehr Verkehrsverlagerung zur Schiene liegen die erwarteten CO2-Emissionen erheblich über dem deutschen Klimaziel für den Verkehrssektor – es bestehe eine CO2-Lücke von 19 Millionen Tonnen. weiterlesen…

“Erneuerbare Kraftstoffe unverzichtbar”

Internationaler Fachkongress für Erneuerbare Mobilität diskutierte „Green Deal“ und Defossilisierung des Verkehrssektors

Auswirkungen des Klimaschutzpakets der Bundesregierung und des „Green Deal“ der neuen EU-Kommission standen im Zentrum der Diskussionen und Vorträge des 17. Internationalen Fachkongresses für Erneuerbare Mobilität. Aus Sicht der Kongressveranstalter sind zur Umsetzung des „Green Deal“ und für einen defossilisierten Verkehrssektor Erneuerbare Kraftstoffe unverzichtbar, da der Verbrennungsmotor auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird. Mehr als 600 Teilnehmer aus 25 Nationen waren der Einladung von fünf Verbänden der deutschen Bioenergiebranche gefolgt, um sich über Marktentwicklungen, technologische Innovationen und die Zukunft der Erneuerbaren Mobilität zu informieren. weiterlesen…