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Archiv: Wirtschaft


Europäer verloren 800.000 Lebensjahre

Seit längerem ist bekannt, dass hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Wie die Friedrich-Schiller-Universität Jena am 15.02.2018 mitteilte, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nachgewiesen, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt. Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte bisher nicht erfasst.


Bis 2025 werden die Briten den Kohleausstieg ganz vollzogen haben. Wie machen die das?

In düsteren Brexit-Debatten geht eine interessante Entwicklung in Großbritannien ein wenig unter: Die Briten haben den Anteil von Kohle an der Energiegewinnung bereits massiv heruntergefahren; bis 2025 soll der Ausstieg vollzogen sein. Niels Boening beschreibt in der Ausgabe 02/2018 des Magazins Zeit Wissen, wie das gelingen soll – unter anderem mit massiven Preissteigerungen.

DAX-Konzerne wollen CO2-Preis


„Ungewöhnlich“

„Wer das Kapitel ‚Umwelt und Klima‘ des Koalitionsvertrags von Union und SPD liest, bleibt ratlos zurück“, schrieben und am 18.02.2018 im Handelsblatt – denn: „Vage Ankündigungen wechseln sich ab mit inhaltsleeren Bekenntnissen zum Klimaschutz“. Und das, obwohl Deutschland doch in der Pflicht stehe, der Pariser Übereinkunft der COP21 von 2015 folgend alles zu tun, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.


Green City Energy beschleunigt Energiewende mit neuem Grünstrom-Tarif

Nur weniger als ein Prozent des Ökostroms schafft es direkt vom regenerativen Kraftwerk zum Verbraucher, so der Münchner Ökostromanbieter Green City Energy AG am 14.02.2018 in einer Medienmitteilung. Der restliche Grünstrom fließt zu festen EEG-Einspeisetarifen über die Strombörse an Endkunden. Für ihre ersten Windkraftanlagen setzen die Münchner Energiepioniere auf ein direktes Produzenten-Abnehmner-Verhältnis. Damit hängen sie weniger von politischen Entscheidungen ab. Ein Weg, der bereits erste Befürworter findet.


Studie der TU Wien

Laut einer Medienmitteilung der TU Wien haben Forscher nachgewiesen, dass die Beimischung von Bioethanol in Benzinmotoren nicht nur die CO2-Bilanz, sondern auch den Ausstoß von Feinstaub verringern würde . Eine Erhöhung des Anteils von 5 auf 10 Prozent könnte die Feinstaubwerte bis 23 Prozent senken. Die Forscher vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik untersuchten den Einfluss verschieden hoher Alkohol-Anteile im Benzin auf den CO2– und Partikelausstoß benzinbetriebener Pkw.

Energiewende in Hindelang


Erste Großbatterie im Allgäu in Betrieb

Die Energiewende ist im tiefsten Allgäu angekommen: Im entlegenen Ortsteil Bruck von Bad Hindelang bei Sonthofen steht seit kurzem die erste Großbatterie mit mehr als einem Megawatt Leistung so das Nürtinger Speicher-Unternehmen ADS-TEC in einer Medienmitteilung am 08.02.2018. Der Großspeicher ist in das europäische Verbundnetz eingebunden und übernimmt seit Februar 2018 Aufgaben der Netzstabilisierung.

e.on will 25 €/t CO2


CEO Teyssen plädiert für Vervier- bis Fünffachung des Preises

e.on-Vorstandschef Johannes Teyssen verlangt, die Preise für CO2-Zertifikate drastisch zu erhören, um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen. Im Nachrichtenmagazin Focus (so das Wallstreet-Online) forderte Teyssen „wirksame Anreize“, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern oder zu vermeiden. Teyssen definierte seine Anreize mit 25 bis 30 Euro je Tonne.


87 Seiten fundiertes Wissen über die Brennpunkte unseres Planeten

Klimaforschung verständlich machen – mit diesem Ziel veröffentlicht das Alfred-Wegener-Institut das Magazin „Auf den Spuren des Wandels“. In Artikeln, Interviews und Infografiken erfahren die Leser, warum Klimaforschung in den Polargebieten so wichtig ist. „Wer sich auf diese kurzweilige und informative Lektüre einlässt, geht gewappnet in die nächste Diskussion zum Klimawandel“ empfiehlt das Institut das am 14.02.2018 erstveröffentlichte AWI-Magazin.

Zwei Versuchsprojekte „erfolgreich abgeschlossen“ – Experte: „Schnee von gestern!“

Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. in einer Medienmitteilung vom 15.02.18 mitteilte, seien soeben Versuche des Lehrstuhls für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren (LKV) an der Universität Rostock mit Biokraftstoffen an Non-Road-Motoren und Abgas-Nachbehandlungs-Systemen erfolgreich abgeschlossen worden. Ergebnis: Biodiesel (B100) könne in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Flottenbetrieb wesentlich zur Minderung von Treibhausgasemissionen im Bereich Mobilität beitragen. Bio-Treibstoff-Experte Bernhard R. Ahlers hält diese Ergebnisse gegenüber Solarify allerdings für „Schnee von gestern“.


Klimabilanzen der Autobauer mit roten Zahlen

Infolge des durch die Dieselbetrügereien selbstverschuldeten Niedergangs des Selbstzünders geraten die Planungen der Autoschmiede ins Rutschen; denn sie haben um der CO2-Bilanz willen die Diesel-Motoren eigentlich fest eingeplant. Damit rückt das EU-Klimaziel 95 g CO2/km in weite Ferne. Zudem sind die CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw in Deutschland 2017 gar erstmals wieder gestiegen – um 0,4 % auf 127,9 g/km (2016: 127,4 g/km), sagt eine Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.

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