Energiewende zu “ertragbaren Kosten”

655 Milliarden bis 1,85 Billionen (Bruchteile des BIP)

Deutschland soll bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Dazu muss das Energiesystem in allen Bereichen – Energiesektor, Gebäude, Industrie und Verkehr – umfassend umgebaut werden. Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich haben berechnet, was es kostet, unser Energiesystem bis 2050 so umzugestalten, dass wir die Pariser Klimagrenzen einhalten: Insgesamt 655 Milliarden Euro, wenn um 80 Prozent reduziert werden soll. Das 95 Prozent-Szenario würde mit 1,85 Billionen Euro zu Buche schlagen. Die Jülicher Studie beruht auf detaillierten Berechnungen mithilfe einer ganzen Familie von neu entwickelten Computermodellen – so eine Medienmitteilung aus Jülich vom 31.10.2019. weiterlesen…

FAZ: Das Grenzwert-Drama – 95 Gramm

Ab 2020 nur 4 Liter Benzin, oder 3,5 l Diesel

Seit 01.09.2018 gilt das weltweit harmonisierte Prüfprogramm WLTP. Es bringt realitätsnähere CO2-Prüfwerte. “Sachlich bewertet, kommen Folgerichtigkeit, Zielgenauigkeit und oft eingeforderte Steuergerechtigkeit zum Tragen”, hieß es damals in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das WLTP-Messverfahren bildet im Vergleich zur NEFZ-Messung realitätsnähere und damit höhere CO2-Emissionswerte ab. In der Folge bringt das neue Messverfahren Veränderungen sowohl bei der Höhe der Kfz-Steuer für neu zugelassene Pkw als auch bei den Einnahmen durch die Kfz-Steuer mit sich. weiterlesen…

Klimawandel könnte Waffendepots zur Explosion bringen

Erderwärmung bringt Munition und Sprengkörper in Gefahr

Intensivere Hitzewellen können die Bestandteile von Munition destabilisieren, vor allem, wenn Sprengstoffe nicht ordnungsgemäß gelagert werden, schreibt Peter Schwartzstein am 14.11.2019 im Portal von Scientific American. Munition, die extremer Hitze ausgesetzt ist, kann instabil werden, was zu sogenannten ungeplanten Explosionen an Munitionslagern (Unplanned Explosions at Munitions Sites – UEMS) führt. weiterlesen…

Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann

“…und nur ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis die Bedrohung noch abwenden”

Deepwater Horizon, das Abschmelzen des Polareis oder Fracking – nur ein paar Beispiele aus jüngster Vergangenheit, die belegen, welchen Raubbau der Mensch an seiner Lebensgrundlage der Erde betreibt. Hinzu kommen jedes Jahr verheerendere Waldbrände, längere Dürreperioden und heftigere Regenfälle, die Häuser, Ernten und den Lebensraum von Menschen und Tieren vernichten. Die bekannte Umweltaktivistin Naomi Klein hat mit Green New Deal ihr bislang wichtigstes Buch geschrieben: Angesichts der unverminderten Zerstörung unserer Umwelt und laxen Gesetzen zeigt sie, warum die Vision einer grüne Zukunft nicht nur nötig, sondern absolut unumgänglich ist. weiterlesen…

Neue Perowskit-Solarzelle – bleifrei

US-Wissenschaftler sehen Durchbruch für Silizium-Konkurrenz

Ein neuartiges Material für Solarzellen der nächsten Generation erübrigt den Einsatz von Blei. Perowskitzellen stehen zwar seit dem ersten Einsatz des Materials 2009 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und sind effizienter als aktuelle Solarmodule. Die erfassen durchschnittlich 15% bis 18% der Sonnenenergie, während Perowskitsolarzellen bereits einen Wirkungsgrad von bis zu 28% erreichen. Aber es gibt große Hindernisse für die kommerzielle Nutzung dieser Materialien: Die Materialien sind nicht stabil und enthalten wasserlösliches Blei – eine Gesundheitsgefährdung. weiterlesen…

In nur 30 Jahren könnte unsere Auslöschung beginnen

Wissenschaftlicher Bericht aus Australien rechnet mit Ende der Menschheit ab 2050 – wenn wir so weitermachen

Eine durchaus ernstzunehmende australische Studie des Breakthrough National Centre for Climate Restoration vom Mai 2019 zeigt, wie weit wir unseren Planeten bis heute schon zerstört haben. Es könnte bedeuten, dass uns noch viel weniger Zeit bleibt, als wir – und vor allem auch die Wissenschaft – glauben. Noch sei die Konsequenz vermeidbar, dass der Klimawandel den Weltuntergang und unser Ende bedeutet. Die Arbeit der australischen Wissenschaftler führt jedoch drastisch vor Augen, dass sich die Situation zunehmend verschärft – nicht linear, sondern exponentiell. Demnach könnte das Aussterben großer Teile der Menschheit sogar schon 2050, also in 30 Jahren, beginnen. Bereits jetzt stelle der Klimawandel eine “existenzielle Bedrohung für die menschlichen Zivilisation” dar, die ab 2050 für Jahrhunderte nicht mehr abwendbar sei. Solarify dokumentiert die Studie. weiterlesen…

Bundestag beschließt Klimaschutz- und Brennstoffemissionshandelsgesetz – Stimmen

CO2-Preis kommt

“Das ist ein dicker Baustein, um die Klimaschutzziele von Paris zu erfüllen”, schreibt die SPD-Bundestagsfraktion in ihrem Newsletter und erntet nicht nur Beifall: Der Bundestag hat am 15.11.2019 das Brennstoffemissionshandels- und das Klimaschutzgesetz beschlossen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, sagte in der Debatte, mit den beschlossenen Gesetzen hebe man die Klimapolitik „auf eine neue Ebene“. Er rief dazu auf, die Menschen beim Klimaschutz mitzunehmen. „Wir müssen auch an die denken, die eine alte Heizung haben und die sich nicht morgen ein neues Auto kaufen können.“ Matthias Miersch, stellvertretender SPD-Fraktionschef sagte, der Einsatz habe sich gelohnt; zum ersten Mal habe die SPD “2010 die Einführung eines Klimaschutzgesetzes verlangt”. weiterlesen…

Scharfe Kritik an Altmaiers Windenergie-Plänen

“Sicherheitsabstand” stößt auf Widerstand – “droht Wirtschaft lahmzulegen”

Gewerkschaften und Industrie machen Front gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaiers Windenergie-Pläne. Besonders auf Widerstand stößt der Sicherheitsabstand von einem Kilometer zu Siedlungen, schreibt das Internetportal euractiv in einer Zusammenfassung. weiterlesen…

Geesthacht und Oldenburg: Zwei neue DLR-Institute

Für Mobilitäts- und Energiewende

Die Bereinigungssitzung des Deutschen Bundestags am 14.11.2019 hat Medienmitteilungen aus dem BMWi und dem DLR vom 15.11.2019 folgend die Grundlage für zwei neue Institute des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) gelegt. Künftig widmen sich zwei neue DLR-Institute innovativen Technologien für die Mobilitäts- und Energiewende. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel für die Gründung bewilligt. Insgesamt stellt das BMWi dafür 17,25 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. weiterlesen…

Mit Kohleausstiegsgesetz soll 52-GW-Deckel für Photovoltaik fallen

Dennoch “nicht alles erfreulich”

Im Referentenentwurf ist die Streichung enthalten. Allerdings ist nicht alles erfreulich, was in dem Gesetzentwurf zu lesen ist. Nach pv magazine-Informationen konnte eine zusätzliche Absenkung der Solarförderung über die Anpassung des atmenden Deckels wohl verhindert werden – so Sandra Enkhardt. Der genaue Zeitplan, wie und wann der Entwurf verabschiedet wird, sei noch nicht ganz klar. weiterlesen…