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Archiv: Wirtschaft


Beihilferechtliche Genehmigung der EU in einigen Wochen erwartet

Einen Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist das Mieterstromgesetz am 25.07.2017 in Kraft getreten. Ziel der zuvor vom Bundestag verabschiedeten neuen Förderung ist es, Stadtwerke und Wohnungswirtschaft mithilfe eines Zuschlags von 2,11 bis 3,7 ct/kWh für solare Mieterstrommodelle zu interessieren.


Innovationsindikator: Bei Digitalisierung nur Rang 17

Medienmitteilungen vom 24.07.2017 von acatech und BDI zufolge bleibt die Schweiz Spitzenreiter im Innovationsindikator 2017. Die USA und Großbritannien liegen bei der Digitalisierung deutlich vor Deutschland. Ein tröstlicher Pluspunkt ist aus deutscher Sicht das Ergebnis, dass Deutschland eine Gesellschaft mit hohem Nutzungsgrad digitaler Technologie hat. BDI und acatech fordern als Fazit, Bildung, Forschung und Wissenstransfer in Deutschland konsequent auf digitale Herausforderung auszurichten.

Solarworld gerettet?


Der Preis: Viele Entlassungen

Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Horst Piepenburg, beurteilt laut einer Medienmitteilung der Solarworld AG die Chancen auf eine kurzfristige Einigung in seinen seit dem Wochenende laufenden Verhandlungen mit einem möglichen Investor – nach Informationen der Agentur Reuters Solarworld-Großaktionär Qatar Solar Technologies – optimistisch. Die Kataris wollen die Produktionsstandorte in Freiberg und Arnstadt (Foto) sowie 450 Mitarbeiter übernehmen. 1200 weitere Solarworld-Beschäftigte sollen in einer Transfergesellschaft aufgefangen und später entlassen werden. Das droht den 200 in Bonn Angestellten sofort.


Divestment auf Schwedisch

Gute Nachrichten für alle schwedischen Rentenzahler und Rentner: Schwedens größter und staatlicher Pensionsfonds AP 7 (Sjunde Allmänna Pensionsfonden) steigt aus Aktien mit Umweltsündern aus und hat eine Liste von Unternehmen mit umstrittenen Geschäftspraktiken in Bezug auf das Pariser Klimaabkommens vorgelegt. Auch Privatbanken könnten dem Beispiel zu folgen – schreibt Nicole Allé in energiezukunft und zitiert handelsblatt online.


Finnische Demo-Anlage startet Produktion

Eine bislang einzigartige, vom VTT Technical Research Center Finnlands und der Technischen Universität von Lappeenranta (LUT) entwickelte Demo-Anlage nutzt Kohlendioxid zur Herstellung von Erneuerbaren Energien und Chemikalien. Die Pilotanlage namens Soletair ist an ein Solarkraftwerk der TU in Lappeenranta gekoppelt.


Forscher haben Brandgebiete und Trockenheit miteinander verglichen

Die sich wandelnden Klimaverhältnisse im Mittelmeerraum (und nicht nur dort) wirken sich nach Überzeugung vieler Experten immer deutlicher auf das Waldbrandrisiko aus. Wissenschaftler des zum Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR, Nationaler Forschungsrat) gehörenden Istituto di Geoscienze e Georisorse (IGG, Institut für Geowissenschaften und Ressourcen)) mit Hauptsitz in Pisa haben das jetzt bestätigt. „Bisher war unklar, ob die Brände eher von den meteorologischen Bedingungen der Vorjahre oder von denen im Jahr ihres Auftretens abhängig sind“, so Projektleiter und IGG-Direktor Antonello Provenzale.


Statement des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) anlässlich der Diskussionen nach US-Austritts-Ankündigung aus Pariser Klima-Abkommen

Einige Personen aus Politik und Medien scheinen derzeit motiviert, altbekannte und längst widerlegte Zweifel an der Existenz des vom Menschen verursachten (anthropogenen) Klimawandels sowie an der Wissenschaftlichkeit des Weltklimarates öffentlich zu äußern. Die Forscherinnen und Forscher des Deutschen Klima-Konsortiums widersprechen und stellen die Fakten klar.


Ein höherer CO2-Preis würde für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt sorgen

Deutschland solle dem Weg anderer europäischer Länder folgen. Nur mit einem angemessenen Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid könne ein fairer Wettbewerb auf dem Energiemarkt entstehen, so eine Pressemitteilung des Solar Cluster Baden-Württemberg vom 25.07.2017, das sich für eine nationale CO2-Abgabe einsetzt. Deutschland solle wie etwa Frankreich oder Großbritannien eine solche finanzielle Maßnahme einführen, da eine wirksame Reform des europäischen Emissionshandels sonst nicht durchsetzbar sei.


Welthunger lindern?

In einer gemeinsamen Studie der TU im finnischen Lappeenranta (LUT) und des Technischen Forschungszentrums (VTT) wurde jetzt vorgestellt, wie man unter Verwendung von Strom und Kohlendioxid Einzelzellprotein produzieren kann – so eine Medienmitteilung vom 19.07.2017. Es kann für die Verwendung als Lebensmittel oder Tierfutter weiterentwickelt werden. Die Methode befreit die Nahrungsmittelproduktion von Umweltauflagen. Das Protein kann überall produziert werden, wo es benötigt wird und Erneuerbare Energien zur Verfügung stehen.


Zweifel an Umweltbilanz – Experte hält aktuelle E-Mobilität für „nicht zukunftsfähig“

Einer schwedischen Studie zufolge sind Elektrofahrzeuge kaum umweltfreundlicher als Verbrenner. Die Herstellung der Lithium-Ionen-Batterien verbrauche nicht nur teure Rohstoffe, sondern sei zudem so energie- und CO2-intensiv, dass sich ein positiver Umwelteffekt erst nach Jahren ergebe. Doch die schwedische Untersuchung, die laut der dänischen Fach-Zeitschrift Ingeniøren bisherige Untersuchungen in einer Metastudie analysiert und zusammengefasst hat, ihre Tücken.

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