Lausitz-Tagebau darf wieder baggern

Jänschwalde nimmt Regelbetrieb wieder auf

Weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlte, lag der Tagebau Jänschwalde fast ein halbes Jahr gerichtlich erzwungen still. Seit 24.02.2020, seitdem das Landesamt für Bergbau Geologie und Rohstoffe (LBGR) dem Bergbaubetreiber Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) die Zulassung zum Hauptbetriebsplan 2020 bis 2023 für den Tagebau Jänschwalde erteilt hat, wird einer Medienmitteilung zufolge wieder Braunkohle gebaggert. weiterlesen…

In Rom wird Artenschutzkonferenz CBD COP15 in China vorbereitet

Überlebenswichtig

Der Mensch vernichtet, was ihn am Leben hält – die Biodiversität, aber kaum jemand nimmt wirklich Notiz davon. Die Uno will das Arten(aus)sterben zwar stoppen: Seit zwei Tagen (24.02.2020) verhandeln die Partnerländer der Uno-Biodiversitätskonvention in Rom über den Entwurf eines Abkommens für die im Oktober geplante große Artenschutzkonferenz in China: Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent der wichtigen Land- und Meeresökosysteme geschützt werden. Eine (schöne) Utopie? weiterlesen…

Erste Wasserstoff-Kaverne in Deutschland

VNG rüstet unterirdischen Gasspeicher Bad Lauchstädt um

Wasserstoff ist ein immer wichtiger werdender Baustein für die Energiewende. Wenn Wasserstoff im großen Maßstab erzeugt werden soll, bedarf es großer Speicher. Die Umrüstung von Kavernen im Untergrund wäre eine Möglichkeit. Das beschreibt Frank Urbansky auf springerprofessional.de. Doch die Druckspeicherung eigne sich nur für kleine Anwendungen. Solle jedoch Wasserstoff im Rahmen der Energiewende eine zentrale Rolle einnehmen, brauche es riesige Speicher. In Frage kommen etwa Untergrunderdgasspeicher (UGS). Zwei davon, einer in den USA und einer in Großbritannien, wurden bereits auf Wasserstoff umgerüstet und sind in Betrieb. In Deutschland will nun der Gasgroßhändler VNG aus Leipzig einen seiner Untergrundspeicher umrüsten.
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Anthropogene Methan-Emissionen bislang stark unterschätzt

Eisbohrkerne aus Grönland liefern neue Erkenntnisse

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger anthropogene Ausstoß des Klimagases Methan (CH4) ist laut mdr wissen höher als bislang angenommen. US-Wissenschaftler von der Universität Rochester (N.Y.) sehen in dieser Erkenntnis aber auch eine Chance im Kampf gegen die Erderwärmung. Denn während Kohlendioxid (CO2) 100 Jahre und mehr die Atmosphäre belaste, zerfalle Methan nach etwa neun Jahren. Eine spürbare Reduktion des Gases hätte daher einen viel schnelleren Effekt. In den vergangenen drei Jahrhunderten stiegen die weltweiten CH4-Emissionen um das Zweieinhalbfache. weiterlesen…

20 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz

EEG weiterhin wichtigster Klimaschutz-Motor

Mit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (“Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien” – EEG) am 25.02.2000 schuf der Bundestag die Grundlage und weltweite Blaupause für die Markteinführung Erneuerbarer Energien. Es wurde am 29.03.2000 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am gleichen Tag in Kraft. “Vieles deutet darauf hin, dass das EEG als erfolgreichstes Klimaschutzgesetz in die Geschichte der Menschheit eingehen wird. In jedem Fall war das die Startrampe des globalen Siegeszugs der Solartechnik. Es mobilisierte die erforderlichen Investitionen, Innovationen und Skaleneffekte, um aus einer teuren Weltraumtechnik in zwei Jahrzehnten die preiswerteste, beliebteste und rund um den Globus am schnellsten ausgebaute Stromquelle zu machen”, würdigte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), die EEG-Verabschiedung. weiterlesen…

Solarenergie wird in Indien günstiger als Kohle

Neuer Weltrekord für Solarspeicherleistung – trotzdem sind weitere Kohlekraftwerke in Planung

24.02.2020 – Für Durchschnittlich 4,04 Rupien – umgerechnet 5,2 Cent – erhielten bei einer kürzlich durchgeführten Auktion in Indien speicherbasierte Solarstromprojekte den Zuschlag. Bei einer ebenfalls vor kurzem durchgeführten Ausschreibung von Kohlekraftwerken wurde hingegen ein Preis von 4,24 Rupien ermittelt, wie Times of India und IWR Online berichten. Dabei galt für die Solarprojekte sogar die Bedingung rund um die Uhr gesicherte Leistung anzubieten. Bereits im Mai 2017 sank der Preis für Solarenergie in Spitzenzeiten auf 2,44 Rupien. Mehr zur indischen Energiepolitik von Manuel Först auf energiezukunft. weiterlesen…

Breite Teilhabe an Windenergie umsetzen

BWE legt Aktionsplan für mehr Teilhabe und regionale Wertschöpfung vor

Um den Ausbau der Windenergie weiter durch eine breite gesellschaftliche Beteiligung und Teilhabe abzusichern, zeigt der Bundesverband WindEnergie in einem Aktionsplan konkrete gesetzliche Handlungsoptionen auf. Die Energieversorgung aus erneuerbaren Energien sollte vor allem bürgernah sein, die regionale Wirtschaft stärken und wirtschaftliche Effekte erzeugen, die für Bürger und Kommunen greifbar sind. Die verschiedenen Aspekte der regionalen Wertschöpfung und bürgerlicher Teilhabe werden damit noch einmal deutlich sichtbar. weiterlesen…

Klimafreundliche Investitionen verdoppeln!

CDP-Kritik europäischer Investoren

Obwohl sie drei Viertel des CO2 der EU ausstoßen, investierten die 882 börsennotierten europäischen Großunternehmen 2019 “lediglich” rund 124 Milliarden Euro in klimaschützende Technologien, wie etwa Erforschung und Entwicklung von Elektromobilität oder Erneuerbare Energien. Und das, obwohl die Zeit dränge, die im “Green Deal” festgelegten EU-Klimaziele zu erreichen, so der diesjährige Bericht des Londoner Carbon Disclosure Projects (CDP) in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Fazit des CDP: Wolle Europa bis 2050 klimaneutral werden, müssten die Ausgaben mehr als verdoppelt werden. weiterlesen…

NRW geht bei Ausschreibungen leer aus

Solarstrom-Anlagen stark überzeichnet

Bei der ersten Ausschreibung für Solarstromanlagen des Jahres ging Nordrhein-Westfalen wieder leer aus, wie der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) am 24.02.2020 mitteilte. Abräumer sei erneut Bayern gewesen. Dabei gebe der Markt deutlich mehr her: Die Auktion der Bundesnetzagentur sei deutlich überzeichnet gewesen. Schuld am Misserfolg sei, dass NRW im Gegensatz zu Bayern keine Freiflächen-Photovoltaik auf ertragsarmen landwirtschaftlichen Flächen zulasse. weiterlesen…

Klimawandel in Europa bereits unausweichlich?

EEA-Experten befürchten das

Die Folgen des Klimawandels, wie zunehmende Waldbrände, Trockenperioden und Orkane sind nach Einschätzung der EU-Umweltagentur EEA auch für Europa bereits unausweichlich. Diese Folgen würden laut EEA viel weniger schlimm ausfallen, wenn es gelänge, durch Senkung der Treibhausgase die weltweite Erderhitzung bei deutlich unter zwei Grad zu halten. Die EU-Staaten müssten sich darauf einstellen und daher alles daran setzen, die Klimakrise aufzuhalten, erklärte die EEA am 10.02.2020. weiterlesen…