Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 für Spitzendämmung

Gebäudedämmung – mit Aerogelen nachhaltig und kostengünstig

CO2-Emmissionen konsequent einzusparen, ist entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele. Eine wesentliche Stellschraube ist dabei die Dämmung von Gebäuden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben in Zusammenarbeit mit der PROCERAM GmbH & Co. KG einen nachhaltigen und kostengünstigen mineralischen Dämmstoff entwickelt, der die Dämmleistung von Styropor und Co. bei weitem übertrifft: Verglichen mit Styropor genügt die halbe Schichtdicke, um die gleiche Dämmleistung zu erreichen. Dafür werden drei Mitglieder des Entwicklerteams laut einer Medienmitteilung vom 25.05.2023 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 ausgezeichnet. (Foto: Das Aerogel wird mit einer Korngröße von zwei bis vier Millimetern in den Dämmputz integriert – © Fraunhofer UMSICHT/ Piotr Banczerowski, UMSICHT Oberhausen) weiterlesen…

Treibhausgasemissionen so hoch wie nie – Erde erwärmt sich schneller als je

Verlässliche Indikatoren über den Zustand des Klimas fehlen – Bericht von Piers Forster, Direktor des Priestley International Centre for Climate, Universität Leeds, in THE CONVERSATION

Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie zuvor: Die jährlichen Emissionen entsprechen 54 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Die Menschheit hat die Oberflächentemperaturen seit den späten 1800er Jahren um 1,14 °C erwärmt – und diese Erwärmung nimmt mit einer beispiellosen Geschwindigkeit von mehr als 0,2 °C pro Jahrzehnt zu. Die höchsten Temperaturen, die über Land gemessen werden (was Klimawissenschaftler als maximale Landoberflächentemperaturen bezeichnen), steigen doppelt so schnell an. Und es sind diese Temperaturen, die für die von den Menschen empfundene Rekordhitze oder das Aufflammen von Waldbränden am wichtigsten sind – schreibt Piers Forsten am 08.06.2023 in THE CONVERSATION. weiterlesen…

Klimaschutz braucht funktionierende Kapitalmärkte

Ausgefeiltes Rechenmodell identifiziert acht verschiedene Kanäle

Wenn Kredite zu teuer sind, bremst das die Energiewende. Eine neue, am 22.05.2023 im  Journal of the Association of Environmental and Resource Economists (JAERE) publizierte Untersuchung betrachtet jetzt einen wichtigen Aspekt beim Kampf gegen die Erderhitzung: die Unterstützung durch funktionierende Kapitalmärkte. Banken sammeln Ersparnisse und stellen sie als Kredite bereit – und je größer die Differenz zwischen Spar- und Kreditzinsen ist, desto teurer sind Investitionen zum Beispiel in fossilfreie Stahlwerke, Stromerzeugung oder Heizanlagen. Die Studie wurde erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. weiterlesen…

Diagnosewerkzeug für die Energiewende online

Ist die Energiewende auf Kurs?

Ein neues Werkzeug von Klimaforschern zeigt ab sofort an, wo es bei der Energiewende hakt. Der „Transformations-Tracker“ ist heute online gegangen. Wenn Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will, muss das Energiesystem in nie dagewesenen Tempo umgebaut werden. Der Transformation-Tracker nimmt rund 40 konkrete Schlüsselindikatoren für den Fortschritt der Energiewende in den Blick und vergleicht Ist-Daten mit Zielpfaden aus den Ariadne-Szenarien. Wie der Vize-Leiter des Ariadne-Projekts und Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Gunnar Luderer, sagte, sind die Ergebnisse ziemlich ernüchternd. „Unsere Analysen zeigen: Um auf Kurs zur Klimaneutralität zu kommen, geht es mit den Fortschritten der Energiewende in den meisten Bereichen zu langsam voran.“ weiterlesen…

Buch: Deutschland vor dem Wassernotstand – was jetzt passieren muss

17. Juni: Welttag für Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre

Wasser wird zunehmend zum raren Gut: Schon heute entnehmen Industrie, Landwirtschaft und Haushalte mehr (auch mehr Grundwasser), als natürlich nachkommt. Dennoch wird zu wenig über die Folgen dieser drohenden Notlage oder über die bereits jetzt hinter den Kulissen zwischen Unternehmen wie Mineralwasserherstellern, Kommunen und BürgerInnen stattfindenden Verteilungskämpfe. In seinem Buch „Zwischen Dürre und Flut“ zeigt Investigativ-Journalist Uwe Ritzer in Reportagen aus der ganzen Bundesrepublik, was uns in Deutschland bei drohendem Wassermangel erwartet und stellt dabei u.a. die Fragen: Woher kommt unser Trinkwasser eigentlich? Und wem gehört Wasser überhaupt? (Titel: Uwe Ritzer – Zwischen Dürre und Flut – © Penguin) weiterlesen…

Die Zwei-Grad-Grenze reicht nicht aus

Warum die Welt den Temperaturanstieg unter 1 °C halten muss

von Jonathan Bamber, Professor für Glaziologie und Erdbeobachtung, Universität von Bristol
und Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft, Technische Universität Lappeenranta

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 war ein historischer Schritt in Richtung einer sichereren Zukunft für die Menschheit auf der Erde. Es zielte darauf ab, die globale Erwärmung unter 2° C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und den Anstieg nach Möglichkeit auf 1,5° C zu begrenzen. Es wurde von 196 Konferenzteilnehmern aus aller Welt unterzeichnet, welche die überwältigende Mehrheit der Menschheit repräsentierten. Heute erscheinen, so am 14.06.2023 ein Artikel in THE CONVERSATION (creativecommons), die 1,5 Grad nicht mehr ausreichend. weiterlesen…

Zukünftige Telekommunikation: Ultraschnell und abstimmbar

Umwandlung von Terahertzlicht in sichtbares Licht durch Wärmestrahlung von Graphen-Metamaterialien

Ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), des Catalan Institute of Nanoscience and Nanotechnology (ICN2), des University of Exeter Centre for Graphene Science und der TU Eindhoven hat herausgefunden, dass auf Graphen basierende Materialien Terahertz-Hochfrequenzsignale effizient in sichtbares Licht umwandeln können. Dieser Mechanismus ist ultraschnell und justierbar, wie das Team in Nano Letters (DOI: 10.1021/acs.nanolett.3c00507) berichtet. Die Ergebnisse eröffnen den Weg für neue Anwendungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie der nahen Zukunft. weiterlesen…

Wie wichtig ist Biodiversität für Einzelne und Gesellschaft?

Neues EU-Projekt

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) leitet seit 14.06.2023 ein neues europaweites Forschungsprojekt über soziale Aspekte der Artenvielfalt. Ziel ist ein besseres Verständnis dafür, wie Menschen Biodiversität wahrnehmen und welche Rolle dies bei der Entscheidungsfindung auf individueller und gesellschaftlicher Ebene spielt. Gemeinsam mit 16 internationalen Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sollen in „PLANET4B“ neue Maßnahmen erprobt werden, die ein Umdenken ermöglichen. Das Projekt wird im Rahmen von „Horizon Europe“ mit rund fünf Millionen Euro gefördert. weiterlesen…

Waldbrandrauch und Luftverschmutzung sind auch Klimawandelprobleme

Lösungen für eine brennende Welt

Als der Osten der USA und Kanadas Anfang Juni 2023 tagelang unter dem dichten Rauch von Waldbränden litt, wurden Millionen von Menschen zum ersten Mal mit der Realität des Klimawandels konfrontiert. Schockierende Bilder von New York unter apokalyptisch orangefarbenem Himmel ließen viele Menschen auf die Luftqualitätsindizes schauen und sich fragen, ob es ungefährlich sei, nach draußen zu gehen, schreibt der Klimawissenschaftler Drew Shindell von der Duke University in The Conversation. weiterlesen…

Süßer Code per Laserdruck

Fluoreszenzmarkierung für fälschungssichere Produkte entwickelt

Durch Fälschungen von Elektronik, Zertifikaten oder Medikamenten entstehen jährlich weltweit wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe. Schätzungen des EU-Statusberichts über Rechtsverletzungen (EQUIPO, 2019) zufolge betragen die Umsatzeinbußen der europäischen Pharmaindustrie, die jährlich durch gefälschte Medikamente entstehen, rund 9,6 Milliarden Euro. Ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) hat eine Methode entwickelt und am 06.06.2023 publiziert, die Produktfälschung zukünftig erschweren könnte. Mit diesem neuen, patentierten Verfahren ist es möglich, einzigartige, nicht kopierbare Fluoreszenzmuster schnell, umweltfreundlich und preiswert zu erzeugen. (Grafiken: Sechs unterschiedliche künstliche Fingerabdruckmuster versehen mit verschiedenen Eigenschaften, um individuelle Fluoreszenz und Topographie sichtbar zu machen. Die Syntheseparameter wurden aus der Nanofilm-Bibliothek abgeleitet. – Grafiken © Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung / Felix Löffler) weiterlesen…