THG-Ausstoß bis 2030 halbieren

Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschloss 45 Maßnahmen

Bei der gestrigen Sitzung des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung unter der Leitung von Dr. Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, einigte sich die Bundesregierung auf ein breites Maßnahmenbündel, um den nachhaltigen Konsum zu stärken. Die 45 Maßnahmen und Ziele priorisieren und fokussieren einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge das bestehende Programm der Bundesregierung für nachhaltigen Konsum von 2016. Die überarbeiteten Maßnahmen betreffen die Bereiche Mobilität, Wohnen und Haushalt, Ernährung, Arbeit und Büro, Bekleidung sowie Freizeit und Tourismus. weiterlesen…

Elektrotechnische Lösungen für die Energiewende

Paderborner Wissenschaftler erforschen moderne und nachhaltige Konzepte der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung

Infektionskrankheiten und Versagen im Kampf gegen den Klimawandel sind laut Weltrisikobericht 2021 des Weltwirtschaftsforums die folgenreichsten Gefahren für unsere Erde. Die Corona-Pandemie und aktuelle Umweltbelastungen hängen mitunter eng zusammen: Zwar hat Deutschland im vergangenen Jahr fast alle Klimaziele erreicht – ohne die Lockdowns hätte die Bundesrepublik diese jedoch verfehlt, warnte das Umweltbundesamt. Um den globalen Herausforderungen Klimawandel und Energiewende begegnen zu können, forschen Wissenschaftler am Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Paderborn an innovativen Lösungen. Wie eng die Energiewende und die Elektrotechnik verzahnt sind, verdeutlicht ihre Arbeit an zukunftsfähigen Konzepten der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung. weiterlesen…

Bisher ehrgeizigstes EU-Klima- und Umweltprogramm

LIFE-Programm: Investitionen von 5,4 Mrd. Euro

Am 29.04.2021 billigte das Europäische Parlament offiziell die Einigung mit den Mitgliedsstaaten über LIFE, das einzige (und ehrgeizigste) Programm aller Zeiten auf EU-Ebene, das sich ausschließlich der Umwelt und dem Klima widmet. Es wird rückwirkend zum 01. 01.2021 in Kraft treten und deckt den Zeitraum von 2021 bis 2027 ab. Mithilfe des Programms soll die Wirtschaft CO2-ärmer und klimaresistenter werden. (Foto: Plenum des EU-Parlaments – © multimedia.europarl.europa.eu – 20191217) weiterlesen…

Karlsruhe und die Folgen – hier: Agora Energiewende

Sechs Punkte, wie Bundesregierung jetzt Klimaschutzgesetz anpassen muss

Agora Energiewende legte am 03.05.2021 einer Medienmitteilung zufolge sechs Eckpunkte für eine zügige Reform des Klimaschutzgesetzes vor. Dazu gehören neben einem auf 2045 vorgezogenen Klimaneutralitätsziel auch höhere Klimaziele für 2030, 2035 und 2040, klare Vorgaben für die Sektoren sowie schärfere Regelungen zur Nachsteuerung, wenn Ziele verfehlt werden. weiterlesen…

BEE: Jetzt Erneuerbare Energien entfesseln

BEE begrüßt Schulzes Ankündigung, KSG-Novelle vorzulegen – Politik muss „enkeltauglich“ handeln

Nicht nur die unterschätzte Entwicklung des Strombedarfs im EEG, sondern auch die unambitionierten Ausbauziele und -pfade sowie eine Vielzahl von Hemmnissen hätten direkt in eine gigantische Ökostromlücke geführt, so der Bundesverband Erneuerbare Energien als Reaktion auf das Karlsruher Klima-Urteil. Dies widerspreche ökologischen Zielen ebenso wie dem Willen wachsender Teile der deutschen Wirtschaft, klimaneutral zu produzieren. „Ohne die Erneuerbaren Energien zu entfesseln, bleibt das Klimaschutzgesetz ohne Substanz. Denn die Erneuerbaren sind der Schlüssel für den Klimaschutz“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. weiterlesen…

Karlsruhe und die Folgen – hier: SRU

Zahlreiche Handlungsversprechen und Vorschläge

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29.04.2021 schlägt erwartungsgemäß Wellen. Umweltministerin Svenja Schulze reagierte mit dem Versprechen, sie wolle „bis zum Sommer“ einen Vorschlag für ein neues Gesetz vorlegen. Doch nun will sie gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz bereits bis zum Ende dieser Woche liefern. Die Grünen verlangen in einem Brief an Angela Merkel und die Chefs der Regierungsparteien, nicht nur neue Ziele bis 2050 zu setzen, sondern auch den CO2-Preis anzuheben und den Ausbau der Erneuerbaren zu beschleunigen. Das fordern auch zahlreiche NGOs, allen voran der BEE – nach deren Überzeugung muss das EEG überarbeitet werden. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) sieht sich bestätigt. (Foto © Udo Pohlmann auf Pixabay) weiterlesen…

UBA-Chef will Kohleausstieg schon 2030

Nicht erst 2038 – sonst Energiewende gefährdet

Das Karlsruher Verdikt des Klimaschutzgesetzes setzt die Große Koalition unter Druck, entschiedener gegen den Klimawandel vorzugehen – und zwar bald. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, forderte nun einen acht Jahre früheren Kohleausstieg – und mehr Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. „Wir brauchen den Kohleausstieg bis 2030“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Nur so kann Deutschland auf dem Pfad zu deutlich unter zwei Grad Erderwärmung bleiben. Wenn wir erst 2038 aussteigen, reicht das nicht.“ weiterlesen…

Klima-Urteil: Kein Raum mehr für Skeptiker

Spruch des Bundesverfassungsgerichts weithin als historisch, bahnbrechend und epochal eingeschätzt

Seit dem Karlsruher Urteil vom 29.04.2021 (siehe solarify.eu/verfassungsbeschwerden-gegen-klimaschutzgesetz-teilweise-erfolgreich) steht die Bundesregierung unter Druck, ist sie doch verpflichtet, bis Ende 2022 den Übergang zur Klimaneutralität nicht nur für die Zeit nach 2030 zu regeln, sondern bereits jetzt stärkere Treibhausgas-Verringerungen festzulegen. Klimajuristin Roda Verheyen hat Kläger und Klägerinnen – auch von Fridays for Future – mitvertreten. (Sie vertritt auch den peruanischen Kleinbauern und Bergführer Saúl Luciano Lliuya in seiner Klage gegen RWE). Im Gespräch mit dem Nachrichtensender ntv.de erläuterte sie das Urteil. weiterlesen…

Plasmabeschleunigung: Die Mischung macht’s

Eine Prise Stickstoff und künstliche Intelligenz bringen Laser-Plasmabeschleunigung großen Schritt näher Richtung Anwendung

Gleich zwei Meilensteine in der Entwicklung innovativer Plasmabeschleuniger konnte das LUX-Team bei DESY jetzt feiern, so eine Medienmitteilung vom 27.04.2021: Die Forschenden von Universität Hamburg und DESY erprobten an ihrem Beschleuniger eine Technik, in der die Energieverteilung der erzeugten Elektronenstrahlen besonders klein gehalten werden kann. Zudem brachten sie den Beschleuniger mit Hilfe künstlicher Intelligenz dazu, seinen Betrieb selbst zu optimieren (Bild: Plasmabeschleunigung – © DESY/SciComLab). weiterlesen…

Lese-/Hörhinweis: „Von der Zukunft des homo sapiens“

„Anmerkungen zur Automatisierung“ – von Mathias Greffrath

„Homo sapiens hat die Hand durch das Werkzeug verstärkt, das Werkzeug zur Maschine entwickelt, seine Sinne durch Sensoren erweitert; zunehmend überlässt er nun die geistige Arbeit den Computeralgorithmen, die bereits die organisierenden, kreativen, musischen Tätigkeiten übernehmen. Durch diese sozio-technische Evolution stieg in Jahrtausenden die Macht der Gattung über die Bedingungen des Überlebens in einer feindlichen Umgebung. Das Leben wurde sicherer und komfortabler – aber die Verfügung des einzelnen Exemplars Mensch über die Bedingungen seines Lebens schrumpft“, so der Einleitungstext auf der Internetseite des Deutschlandfunks zu einem am 02.05.2021 im Dlf wiederholten Essay (Erstsendung: 22.11.2020) von Mathias Greffrath unter dem Titel „Anmerkungen zur Automatisierung – Von der Zukunft des homo sapiens“. weiterlesen…