Biden: Schwere Last Hoffnung ————
Der neue US-Präsident Joe Biden ist mit einer schweren Bürde namens Hoffnung ins Weiße Haus eingezogen – an seinem ersten Amtstag trat er wieder dem Pariser Klimaschutzabkommen bei – mit den Worten. „Wir werden den Klimawandel auf eine Weise bekämpfen, wie wir es bislang noch nicht gemacht haben.“ Biden unterschrieb 17 Dekrete, die eine Abkehr von der Politik seines Vorgängers einleiten, darunter der Weiterbau der umstrittenen Keystone XL-Pipeline von Kanada in die USA. Auf der Internetseite des Weißen Hauses erschien eine Liste der wichtigsten Aufgaben, darunter: „Präsident Biden wird schnell handeln, um den Klimanotstand zu bekämpfen. Die Biden-Regierung wird sicherstellen, dass wir die Anforderungen der Wissenschaft erfüllen und gleichzeitig amerikanische Werktätige und Unternehmen befähigen, eine umweltfreundliche Energiewende voranzutreiben.“
Scientific American schlägt vier Maßnahmen vor, wie Biden den Rang der Wissenschaft wieder herstellen kann:
1. Wissenschaft öffentlich hervorheben und mit transparenten Mechanismen sicherstellen, dass sie Teil jeder wichtigen Entscheidung ist.
2. Durch neue Richtlinien zur wissenschaftlichen Integrität Bedingungen wiederherstellen, dass Wissenschaft gedeihen und Entscheidungen treffen kann.
3. Modernisierung des Einsatzes von Wissenschaft, ganzheitliche Ansätze sollen sich auf komplexes adaptives Systemdenken und integrierte sozioökonomische Ansätze stützen. Offensichtliches Beispiel: Der Klimawandel und Bidens neues behördenübergreifendes Team im Weißen Haus.
4. Entpolitisierung der Wissenschaft – sie ist nicht parteiisch. Beharrliche, intelligente Anstrengungen sind nötig, um ihre Wesentlichkeit, ihre Bedeutung und Relevanz demonstrieren.
Biden muss verlorene Zeit aufholen, denn die USA sind immer noch der zweitgrößte CO₂-Emittent der Welt, hinter China. Biden wird die ursprüngliche Zusage der USA, ihre Treibhausgasemissionen bis 2025 auf 26 bis 28 Prozent unter das Niveau von 2005 zu senken, verschärfen müssen, da sich die Erderwärmung – und ihre Auswirkungen – seit dem Pariser Abkommen weiter beschleunigt hat. Biden will eine Verordnung erlassen, die Netto-Null-Emissionen bis 2050 fordert, aber er wird spezifische Zwischenziele setzen müssen. Obwohl Dutzende unrentabel gewordener Kohlekraftwerke, die schlimmsten Verursacher von Kohlendioxid, den Marktkräften folgend abgeschaltet wurden, drohen noch 1,8 Mrd. t CO₂ bis 2035 emittiert zu werden, wenn nicht radikal umgesteuert wird. Aber der Verkehr ist nun Top-CO₂-Schleuder. Die schnellstmögliche Maßnahme für Biden ist die Wiedereinführung der kalifornischen Ausnahmeregelung zum Clean Air Act: damit kann jeder Bundesstaat eigene Advanced Clean Cars-Vorschriften durchsetzen und strengere Standards als die Bundesvorschriften für Kraftstoffeffizienz festlegen. Geschätzte 573 Mio. t CO₂ könnten so bis 2035 eingespart werden. Biden muss die von seinem Vorgänger stark ausgedünnte Umweltbehörde EPA umkrempeln und personell wiederbeleben. Er hat als ehrgeiziges Ziel gesetzt, dass der Stromsektor bis 2035 Netto-Null-Emissionen erreicht – dann würden der Ausstoß bis 2030 um 1,38 und bis 2050 um 1,51 Mrd. t CO₂ pro Jahr sinken. Die aufgeweichten Regeln für Methan-Emissionen müssen – gerichtsfest – extrem verschärft werden. Fluorkohlenwasserstoffe müssen bis 2035 um 85 % reduziert werden. Pandemiebezogene Konjunkturpakete müssen Erneuerbare Energien und klimafreundliche Antriebe für Autos, Flugzeuge und Schwerlastverkehr fördern, etwa durch Steuer-Anreize für synthetische Treibstoffe. Alle Aktivitäten von Bundesstaaten und Zentralregierung müssen auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Die Liste ist unvollständig. Auf Biden und Harris ruhen große Hoffnungen. weiterlesen…

Mit dem Gebäudeenergiegesetz und der 2021 geltenden CO2-Steuer soll bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Hausbestand in Deutschland entstehen. Ein Ansatz könnten solarversorgte Häuser mit Pauschalmiete für Wärme und Strom sein. Eine energetische Analyse im Projekt EVERSOL zeige das Potential, wie die
Umweltorganisationen aus Deutschland, Polen, Spanien, Frankreich und auf EU-Ebene fordern die EU und die Bundesregierung auf, im diesjährigen Europäischen Jahr der Schiene den internationalen Bahnverkehr zu stärken. In einem am 20.01.2021 veröffentlichten
Am 11.11.2020 veröffentlichte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein
Der
Eine Befragung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz) zeigt, dass transparente Informationen gewünscht werden. Dann ist eine Mehrheit der Verbraucher auch bereits, 10 bis 20 Prozent Mehrkosten für grünen Wasserstoff in Kauf zu nehmen.
Die langfristige Speicherung von Regenerativstrom durch Elektrolyse erreicht in Leuna eine neue Größenordnung. Derweil werden Lithium-Ionen-Speicher künftig besser recycelt, schreibt
Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, muss die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral wirtschaften. Für das wichtigste klimapolitische Instrument halten viele Regierungen und Fachleute die CO2-Bepreisung – auch Deutschland hat sie gerade für Verkehr und Wärme eingeführt. Eine
Noch vor seiner offiziellen Amtseinführung kündigt der neue Präsident Joe Biden den Wiederbeitritt der USA zum Pariser Klimaabkommen an – ein deutliches Zeichen für eine amerikanische Kehrtwende bei der Klimapolitik. Was können wir nun von dieser Neuausrichtung erwarten und welche Bedeutung hat das Pariser Klimaabkommen insgesamt für den globalen Klimaschutz ab 2021? Ein