EU will mehr Offshore-Energie

Erneuerbare Offshore-Energie fördern – für ein klimaneutrales Europa

Mit Blick auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 hat die Europäische Kommission am 19.11.2020 ihre Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vorgestellt. Darin schlägt sie vor, die Windenergiekapazität Europas auf See von derzeit 12 bis 2030 auf mindestens 60 und bis 2050 auf 300 GW auszubauen. Die Kommission strebt ferner an, dies bis 2050 noch durch 40 GW an Meeresenergie sowie durch Energie zu ergänzen, die mit anderen neuen Technologien wie schwimmenden Wind- und Solaranlagen erzeugt werde. weiterlesen…

UNFCCC

Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention hat seit 1996 seinen Sitz in Bonn und ist dort die größte Teilorganisation der Vereinten Nationen. Rund 470 Mitarbeiterorganisieren die Vertragsstaatenkonferenzen und Expertentreffen, auf denen internationale Entscheidungen zum Klimaschutz vorbereitet bzw. verabschiedet werden. Homepage des Sekretariats http://www.unfccc.int. weiterlesen…

„Mit Atomkraft produzierter Wasserstoff ist ‚CO2-arm’“

EU-Kommission: Violetter Wasserstoff umweltfreundlich

Die Europäische Kommission wird aus Atomkraft erzeugten Wasserstoff als „CO2-arm“ betrachten, erklärte eine hochrangige EU-Beamtin am 16.11.2020 vor dem EU-Parlament: „Die Elektrolyse kann mit erneuerbarer Elektrizität durchgeführt werden. Dann wird der Wasserstoff als erneuerbar eingestuft,“ so Paula Abreu Marques, Leiterin des Referats für erneuerbare Energien und CCS-Politik in der Direktion Energie der EU-Kommission einem Bericht von Kyra Taylor für euractiv folgend. Würden die Elektrolyseure allerdings mit Atomstrom betrieben, sei ihr Produkt als „CO2-armer Wasserstoff einzustufen“, belehrte Abreu die EU-Abgeordneten im Umweltausschuss. weiterlesen…

Reststoffe als Ausgangsmaterial für Wasserstoff

FUREC-Projekt: RWE plant Wasserstoff-Erzeugung im niederländischen Limburg

RWE Generation entwickelt im niederländischen Limburg ein Projekt, um Wasserstoff aus Reststoffen zu erzeugen – so eine Medienmitteilung. Unter dem Namen FUREC (Fuse Reuse Recycle) will das Unternehmen einer Medienmitteilung vom 19.11.2020 folgend den gefragten Rohstoff für die chemische Industrie herstellen und so dazu beitragen, Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Haushalts-Restmüll aus Limburg soll dabei Erdgas ersetzen. Das FUREC-Projekt unterstützt Unternehmen, Wissenschaftsinstitute und die Provinz in ihren Bestrebungen, Limburg zu einem Zentrum der Kreislaufwirtschaft und einem Wasserstoffknotenpunkt zwischen den niederländischen Seehäfen und dem deutschen Ruhrgebiet zu entwickeln. weiterlesen…

Carbon2Chem – Erfolgsgeschichte für nachhaltigen Klimaschutz

Eintritt in die zweite Phase des Projekts

Das Carbon2Chem®-Projekt ist laut einer Medienmitteilung des Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) vom groß angelegten Initiative, die 2016 mit dem Ziel gestartet war, aus Kohlendioxid, einem unvermeidbaren Nebenprodukt bei der Stahlproduktion, wertvolle Primärprodukte für Kraftstoffe, die Kunststoffindustrie oder sogar Düngemittel herzustellen, sind 17 Partner aus wissenschaftlichen und industriellen Institutionen beteiligt, die gemeinsam an der Entwicklung und Validierung nachhaltiger Prozesse arbeiten. weiterlesen…

Synthetisches Kerosin aus Zement-CO2

100-Millionen-Pilotprojekt geplant

Ein Pilotprojekt namens „catch4climate“, für das sich vier Zementhersteller zusammengeschlossen haben, will durch Abscheidung von CO2 und dessen industrielle Nutzung mit grünem Strom klimaneutrale synthetische Kraftstoffe, wie etwa Kerosin für den Flugverkehr herstellen. Auf dem Gelände des Zementwerks Schwenk in Mergelstetten (Heidenheim a.d. Brenz) bei Schwäbisch Hall soll eine Demonstrationsanlage im halbindustriellen Maßstab entstehen, die das sogenannte Oxyfuel-Verfahren zur CO2-Abscheidung einsetzt.
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Wirkungsweise wichtiger Katalysatoren entschlüsselt

Fundamentale Rolle der Chemie bei elektrokatalytischer Wasserspaltung

Der Übergang zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft erfordert elektrokatalytische Methoden zur Umwandlung und Speicherung elektrischer Energie in und zu chemischer Energie und Rohstoffen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Fritz-Haber-Instituts (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin hat nun (u.a. mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr – MPI CEC) fundamental neue Aspekte des Reaktionsmechanismus eines der wichtigsten elektrokatalytischen Prozesse aufgedeckt, der Sauerstoff-Entwicklungs-Reaktion. Die Ergebnisse sind in Nature veröffentlicht worden. weiterlesen…

Wer ist schuld am Klimawandel?

Das ARD-Drama „Ökozid“ im Fakten-Check

Im Science-Fiction-Kammerspiel „Ökozid“am 18.11.2020 ist Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt, die Klimakrise mitverschuldet zu haben. Wie realistisch ist das Gedankenspiel? Zwei Max-Planck-Wissenschaftler haben sich den Film angesehen und ihn einem Fakten-Check unterzogen: Hauke Schmidt vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Tom Sparks vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Sein Institut hat im Vorfeld bereits die Drehbuchautoren mit juristischem Fachwissen unterstützt. weiterlesen…

13 Bundesverbände fordern, Hürden für Solaranlagen abzubauen

Mehr als 5 Mio. Mitglieder mit Verbändeappell zur EEG-Novelle

Zahlreiche – teils neue – Marktbarrieren behindern die Errichtung und den Weiterbetrieb von Solarstromanlagen und damit den Klimaschutz. Ihre Beseitigung fordern nun einer BSW-Medienmitteilung zufolge 13 führende Bundesverbände aus dem Mittelstand, der Landwirtschaft, der Energie- und Immobilienwirtschaft, dem Handwerk sowie dem Umwelt- und Verbraucherschutz in einem gemeinsamen Appell an Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern. weiterlesen…

Wie Stahl-, Zement- und Chemieindustrie CO2-frei werden

Schlüsselindustrien bisher in europäischer Diskussion vernachlässigt

Die in der EU diskutierten technischen Lösungen zur Minderung von Treibhausgasemissionen in der europäischen Stahl-, Zement- und Chemieindustrie bis 2030 verfehlen das langfristige Ziel der Klimaneutralität, wie eine (vom Wuppertal Institut unterstützte) Studie von Agora Energiewende zeigt. So lässt die Europäische Kommission den Einsatz von klimaneutraler Technik in Stahl-, Zement- und Chemiefabriken bislang fast vollkommen außer Acht: Laut Climate Impact Assessment der EC-Kommission vom 17.09.2020, der Folgenabschätzung eines höheren Klimaziels bis 2030, sind Emissionsminderungen in europäischen Fabriken in der nächsten Dekade fast ausschließlich durch Investitionen in Effizienzsteigerungen konventioneller Anlagen vorgesehen. weiterlesen…