Preissturz bei Solarstrom und Speicherung macht globale Klimawende günstiger als erwartet

Fast 90 Prozent Kostensenkung innerhalb von zehn Jahren. MCC-geführte Studie zum Effekt von Technik- und Produktinnovation

Die Stromerzeugung aus Solarkraft wurde zuletzt in nur zehn Jahren um 87 Prozent billiger, das Speichern in Batterien um 85 Prozent, auch Windkraft, Wärmepumpen und weitere fossilfreie Technologien erlebten einen starken Preisverfall. Eine Untersuchung gleicht entsprechende Befunde aus Innovationsreports jetzt mit den gängigen modellgestützten Szenarien zur Klimawende ab und zeigt: Der Kampf gegen die Erderhitzung bleibe zwar eine enorme politische Herausforderung – doch immerhin eröffneten sich neue, günstigere Wege. Die Studie wurde vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) geführt und in Energy Research & Social Science publiziert. weiterlesen…

BMWK: Neue Fördermaßnahme zur Stärkung der Batterie-Wertschöpfungskette

Level-Playing-Field für Investitionen in Schlüsselindustrien

Um den Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) am 25.09.2023 die neue Förderrichtlinie „Resilienz und Nachhaltigkeit des Ökosystems der Batteriezellfertigung“ veröffentlicht. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 9. November 2023 um eine Förderung bewerben. weiterlesen…

Der Informationsweg zur Akzeptanz der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung

Muster und Erkenntnisse aus einer Literaturübersicht

Die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) gilt als wichtige Technologie zur Reduzierung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre und zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Die öffentliche Wahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle für die erfolgreiche Einführung von CCS, da die Menschen unterschiedliche Meinungen zur Einführung neuer Energietechnologien und der damit verbundenen Infrastruktur haben. Im Vergleich zu etablierten Energiesystemen wie der Windenergie ist das Wissen der Menschen über CCS jedoch im Allgemeinen noch begrenzt. Eine Untersuchung in Energy Research & Social Science. weiterlesen…

Gesellschaftliche Wahrnehmung von CO2-Abscheidung und -Speicherung

Zweifel an Sicherheit des Verfahrens – Bedenken überwinden?

Laut Umfragen bleibt die öffentliche Meinung über die Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 in Deutschland gespalten. Die Befragten haben Bedenken, dass der Fokus auf CCS die Klimapolitik schwächen kann, und zweifeln an der Sicherheit des Verfahrens. Entsprechende Maßnahmen können helfen diese Bedenken zu überwinden, sagt Danny Otto vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Wieder andere zweifeln daran, ob diese Bedenken überhaupt zu überwinden sind. weiterlesen…

Wasserstoff aus methanolhaltigem Abwasser

Projekt Carbon2Chem®

Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie der Energiewende – doch wo kommen die großen Wassermengen her, die für die Produktion benötigt werden? Durch die kritische Wassersituation in vielen Regionen birgt das Thema Konfliktpotenzial. Eine alternative Wasserquelle könnte die Methanolproduktion bieten – mit gleich mehreren Vorteilen. Im Verbundprojekt Carbon2Chem® (siehe: solarify.eu/carbon2chem-stahlproduktion-klimafreundlich-gestalten) entwickelt das Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft ein Verfahren zur Umsetzung von Hüttengasen aus der Stahlproduktion zu Basischemikalien. Eine dieser Chemikalien ist Methanol, das unter Verwendung von CO2 aus Hüttengas und Wasserstoff synthetisiert wird. weiterlesen…

Klimawandel: Flüsse verlieren gelösten Sauerstoff

Flüssen geht die Puste aus – und damit auch Lebewesen, die sie beherbergen
von Li Li, Professor für Bau- und Umweltingenieurwesen, Penn State University

Mit der Erwärmung durch den Klimawandel verlieren Flüsse gelösten Sauerstoff aus ihrem Wasser. Dieser Prozess, der als Desoxygenierung bezeichnet wird, war bereits in großen Gewässern wie Ozeanen und Seen bekannt. Eine Untersuchung, die meine Kollegen und ich gerade in Nature Climate Change veröffentlicht haben, zeigt, dass das auch in Flüssen der Fall ist. Eine Zusammenfassung von Li Li am 14.09.2023 auf The Conversation (CC BY-SA 4.0). weiterlesen…

Ozeanversauerung in Farbstreifen

Menschengemachte CO2-Emissionen als Ursache nachgewiesen

Unsere Meere werden immer saurer. Diese abstrakten chemischen Veränderungen veranschaulichen ETH-Klimaforschende nun mit farbcodierten Streifen. Als Basis dienen weltweite Beobachtungen der Ozeanversauerung während der vergangenen vier Jahrzehnte, schreibt Michael Keller am 12.09.2023 auf der Internetseite der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürtich (ETH). (Grafik: Versauerung der Ozeane in vier Jahrzehnten (1982 bis 2021): Die Jahre sind als farbige Streifen visualisiert, während die Farbe den Säuregehalt des Oberflächenwassers kodiert – © Nicolas Gruber und Luke Gregor / ETH Zürich) weiterlesen…

Wetterblocks lösen extreme Hitzewellen und Überschwemmungen in Europa aus

The Conversation – (BY-ND/4.0) – 15.09.2023
von Tim Woollings, Professor für physikalische Klimawissenschaften, Uni Oxford

In diesem Sommer schien sich das Wetter in Europa mehrmals selbst zu blockieren, was zu lang anhaltenden Hitzewellen und Überschwemmungen führte. Im Vereinigten Königreich wich eine lange heiße und trockene Periode im Mai und Juni einer ähnlich anhaltenden kühlen und feuchten Periode. Im September kam es in Südeuropa zu großflächigen Überschwemmungen, während sich das Vereinigte Königreich in der längsten September-Hitzewelle seiner Geschichte sonnte. All dies war das Ergebnis von „blockierten“ Wettermustern. (Grafik: Omega-Wetter-Block – 07.09.2023 – © European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), CC BY-SA) weiterlesen…

CO2-Preis steigert Kosten für die Industrie

Wegfall der Zuteilung von Emissionsrechten verursacht weitere Kostenbelastungen

Die deutlich gestiegenen Preise im europäischen Emissionshandel für Treibhausgase führen zu spürbaren Zusatzkosten für die IndustrieWegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen. Beim Wegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen in Milliardenhöhe – schreiben Hubertus Bardt und Thilo Schaefer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln am 15.09.2023. weiterlesen…

Strom aus 1.000 Grad Wärme

Forschende entwickeln widerstandsfähigen Emitter auf Iridium-Basis

Gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg und der Universität Aalborg haben Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon einen neuen selektiven Emitter auf Iridium-Basis für die Thermophotovoltaik entwickelt. Iridium wurde damit erstmals als Material für einen Emitter verwendet und zeigte in den Versuchen eine besondere Ausdauer bei hohen Temperaturen um 1.000°C. Ihre Studienergebnisse veröffentlichte am 16.08.2023 open access Advanced Materials. Sie eröffnen neue Perspektiven, um aus Wärme Strom zu produzieren. weiterlesen…