Ohne Lenkung durch Klimabilanz von Heizungen im Betrieb keine Klimaneutralität bis 2045

Studie: Geplante Heizungsvorgaben reichen nicht

Der Gebäudesektor ist in Deutschland einer der größten Verursacher klimaschädlicher Emissionen. Nur mit der Elektrifizierung des Wärmesektors sind die Pläne der Bundesregierung, Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, überhaupt möglich. Die im Koalitionsausschuss beschlossenen Eckpunkte für das neue Gebäudeenergiegesetzes (GEG) reichen nicht aus, um den Gebäudebestand zu dekarbonisieren. Denn wie eine von LichtBlick in Auftrag gegebene Studie zeigt, spielt im GEG die Klimabilanz von Energieträgern als Steuerungselement gar keine Rolle – dies würde auch bei Umsetzung der vorgelegten Eckpunkte so bleiben. Diese sehen unter anderem vor, ab 2024 neue Heizungen möglichst mit mindestens 65 Prozent Erneuerbare zu betreiben. weiterlesen…

Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft für mehr Nachhaltigkeit

TU Chemnitz bringt Kompetenzen auf dem Gebiet Augmented Reality in ein EU-Projekt ein, in dem es um das Recyceln von Elektroschrott im großen Stil geht

Laut Statista wurden 2019 in Europa 42,5 Prozent des Elektroschrotts recycelt, das von der Europäischen Union gesetzte Ziel liegt jedoch bei 65 Prozent. Diese Lücke weiter schließen wollen Forschende im EU-Projekt „Digitalised Value Management for Unlocking the potential of the Circular Manufacturing System with integrated digital solutions – DiCiM“, an dem die Professur Produktionssysteme und -prozesse (Leitung: Prof. Dr. Martin Dix) der Technischen Universität Chemnitz maßgeblich beteiligt ist. Das Projekt läuft seit Januar 2023 und ist mit einem Budget von sechs Millionen Euro ausgestattet, davon fließen rund 609.000 Euro an die TU Chemnitz. weiterlesen…

Biertreber als Energiespeicher

Aktivkohle für Batterieherstellung aus Brauereiabfällen

Moderne Energiespeicher sind wichtige Bausteine für eine klimafreundliche Energiewende – „modern“ bedeutet dabei nicht nur, dass ihre Leistungsfähigkeit den Ansprüchen einer hochtechnisierten Gesellschaft genügt, sondern auch, dass sie nachhaltig produziert und recycelt werden können. Dabei geraten überraschende Rohstoffe in den Blick – beispielsweise Brauereiabfälle. So haben ChemikerInnen der Friedrich-Schiller-Universität Jena nun gemeinsam mit spanischen Kolleginnen und Kollegen Biertreber als biologische Ressource für die Herstellung elektrochemischer Energiespeicher erprobt. weiterlesen…

Eine weltweite Datenbank zur Bewältigung von Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Mehr als eine Milliarde naturkundlicher Objekte in wissenschaftlichen Sammlungen von 73 Museen in 28 Ländern

Wir wissen über die Erdoberfläche und die Ozeane weniger als über den Mond. Deshalb ist es an der Zeit, das Wissen in den naturkundlichen Sammlungen weltweit gemeinsam zu heben und allen Menschen als wissenschaftliche Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Erstmalig verbindet eine internationale Initiative mehr als eine Milliarde naturkundlicher Objekte in wissenschaftlichen Sammlungen von 73 Museen in 28 Ländern. Sie zeigt auch: Es gibt dramatische Lücken. Die Ergebnisse wurden aktuell in Science veröffentlicht. Das Museum für Naturkunde Berlin hat daran federführend mitgewirkt.(Foto: Naturkundemuseum Berlin: 12m lange Biodiversitätswand – © Axel Mauruszat – Eig. Werk, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Noch vor der finalen Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission

BMWK genehmigt: Erstes deutsches Projekt im IPCEI Industrial Cloud kann starten

Ein zentrales Projekt des europäischen IPCEI (Important Project of Common European Interest) Industrial Cloud kann jetzt die Arbeit aufnehmen: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am den vorzeitigen Beginn des Projekts von SAP genehmigt. Damit kann SAP jetzt noch vor der finalen Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission mit seinem Vorhaben beginnen. An dem IPCEI sind zwölf Mitgliedstaaten beteiligt. Das Projekt von SAP ist das erste der insgesamt 22 deutschen Projekte. weiterlesen…

Bund fördert Nachhaltigkeitsprojekt Synergy Fuels

TUM forscht an klimaneutralen Kraftstoffen für Transportsektor

Die Technische Universität München (TUM) arbeitet an alternativen, klimaneutralen Kraftstoffen für die Nutzung im Verkehr. Unter Beteiligung von sechs TUM-Professuren am Campus Straubing (TUMCS) für Biotechnologie und Nachhaltigkeit sowie Partnern aus Industrie und Wissenschaft fördert das Bundesverkehrsministerium das Projekt Synergy Fuels über eine Laufzeit von vier Jahren mit insgesamt 13,6 Mio. Euro – davon 5,7 Mio. Euro für die TUM. (Foto: Labor am TUM Campus Straubing – © Andreas Heddergott, TUM) weiterlesen…

Forschende stellen bisherige Funktionsweise der Fotosynthese infrage

Unis Cambridge, Rostock und Bochum melden Durchbruch auf Weg zur biologischen Solarzelle

Unis von Cambridge, Rostock und Bochum melden Durchbruch auf dem Weg zur biologischen SolarzelleForschende haben die frühesten Stadien der Photosynthese, der natürlichen Maschine, die den größten Teil des Lebens auf der Erde antreibt, „gehackt“ und neue Wege entdeckt, um Energie aus dem Prozess zu gewinnen – eine Erkenntnis, die zu neuen Möglichkeiten der Erzeugung sauberer Brennstoffe und Erneuerbarer Energien führen könnte. Ein internationales Team von Physikern, Chemikern und Biologen unter der Leitung der Universität Cambridge konnte – laut einer gemeinsamen Medienmitteilung aus Cambridge, Rostock und Bochum vom 22.03.2023 – die Photosynthese in lebenden Zellen auf einer ultraschnellen Zeitskala untersuchen: ein Millionstel einer Millionstel Sekunde. weiterlesen…

Energie sparen und trotzdem den Durchblick behalten?

Nachrüstbare elektrochrome Folien für Fenster und Glasfassaden steuern Lichteinfall

Licht und Wärmeeinstrahlung durch Fenster und Glasfassaden per Knopfdruck regeln,  Schaltbare elektrochrome Folien, die sich zwar dunkel einfärben, dabei aber transparent bleiben, sollen das in Zukunft ermöglichen. Dass sich das auch in schon bestehenden Gebäuden nachrüsten lässt, soll das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK geförderte Verbundprojekt „EnOB: FLEX-G 4.0 – Technologien für innovative schaltbare Folien als Nachrüstlösung für energiesparende Fenster und Glasfassaden“ (Förderkennzeichen: 03EN1048) zeigen. Koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP wird gemeinsam mit sechs weiteren Partnern innerhalb der nächsten vier Jahre der Stand der Technik bis auf Prototypenstadium gebracht. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Erklärfilme für „Circular Valley“

Uraufführungen von Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal

Die Rhein-Ruhr-Region soll zum Circular Valley werden. Doch was Circular Valley eigentlich bedeutet, wissen viele noch nicht so genau. Nach kurzer Suche ist zu erfahren, dass die Region Rhein-Ruhr als Hotspot der Circular Economy, also der Kreislaufwirtschaft, etabliert werden soll – in ähnlicher Weise wie das Silicon Valley für den bedeutendsten Standort für IT- und Hightech-Industrie steht. Aber was ist Kreislaufwirtschaft genau? weiterlesen…

Ariadne-Bürgergipfel: „Lernprozess für Zivilgesellschaft und Wissenschaft“

Klimapolitik kann profitieren

Die Transformation zu einem klimaneutralen Deutschland gelingt nur, wenn Entscheidungen wissenschaftlich fundiert getroffen und von der Gesellschaft mitgetragen werden. Deshalb sind seit dem Start des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne vor fast drei Jahren Menschen aus ganz Deutschland am Forschungsprozess zur Energiewende beteiligt. Fokus der Dialogformate zwischen Ariadne-Forschenden und zufällig ausgewählten Personen waren die Strom- und Verkehrswende, zu denen wissenschaftlich erarbeitete Lösungsoptionen diskutiert wurden. Beim Bürgergipfel am 23.03.2023 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurden die Ergebnisse des gemeinsamen Lernprozesses vorgestellt. weiterlesen…