Forscher müssen in ethischen Fragen stärker begleitet werden

Öffentliches Fachgespräch im Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

Die Wissenschaft braucht Freiheit. Diese darf aber nicht absolut gesetzt werden. Über diese Grundthese waren sich im Wesentlichen alle Experten einig, die der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 07.11.2012 zu einem Öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Umgang mit sicherheitsrelevanten Forschungsergebnissen“ ins Berliner Paul-Löbe-Haus eingeladen hatte. Nicht wenige Wissenschaftler müssen das Spannungsverhältnis zwischen Forschungs- und Publikationsfreiheit einerseits und Sicherheitsaspekten andererseits austarieren, da manche Ergebnisse das Potential bergen, missbraucht werden zu können. weiterlesen…

Neues vom ISE: Galliumnitrid-Transistoren

Kleiner, leichter und effizienter mit Galliumnitrid-Bauelementen  – Fraunhofer ISE lotet die Grenzen einer neuen Technologie aus

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben neuartige Galliumnitrid-Transistoren erfolgreich in leistungselektronischen Schaltungen eingesetzt. Damit könnten z. B. Ladegeräte für die Elektromobilität kleiner, Bordnetzgeräte für Flugzeuge leichter und Stromversorgungen für Serverräume effizienter werden. weiterlesen…

36 auf einen Streich

Forscher beobachten „unmögliche“ Ionisation – Weltstärkster Röntgenlaser schießt Rekordzahl von Elektronen aus einem Atom

Mit dem weltstärksten Röntgenlaser haben Forscher der Max Planck Advanced Study Group (ASG) am Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) ein überraschendes Verhalten von Atomen entdeckt: Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung rechnerisch überhaupt möglich ist. Die Wissenschaftler stellen ihre unerwarteten Beobachtungen im Fachblatt „Nature Photonics“ vor. Das CFEL ist eine Kooperation von Max-Planck-Gesellschaft, DESY und Universität Hamburg. (Nature Photonics, 11.11.2012 online, re.) weiterlesen…

Mikroorganismus gewinnt Energie aus Methan und Sulfat

Bremer Wissenschaftler lüften Rätsel, wie Mikroorganismen im Meeresboden die Atmosphäre vor Methan schützen

Unter dem Meeresboden lagern große Mengen Methan. Mikroorganismen nutzen das Treibhausgas zur Energiegewinnung und verhindern so, dass es in die Atmosphäre gelangt. Mikrobiologen und Geochemiker des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen haben zusammen mit Kollegen aus Wien und Mainz entdeckt, dass der sauerstofffreie Abbau von Methan, die sogenannte anaerobe Methanoxidation, im Meeresboden von einem einzigen Mikroorganismus aus der Domäne der Archaeen ausgeführt werden kann. Dabei koppelt dieser die anaerobe Methanoxidation mit der Veratmung von Sulfat. Das Sulfat wird also entgegen früherer Annahmen nicht von einem vergesellschafteten Bakterium veratmet. weiterlesen…

Solargetriebenes W-LAN

Mobiler WLAN-Router

Die aktuellen Trendthemen erneuerbare Energien und mobiles Internet haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Wie „gizmodo.de“ berichtet, lassen sich diese beiden Aspekte aber durchaus miteinander kombinieren. So wird es mit dem Modell CoverFi einen mobilen WLAN-Router geben, dessen Stromversorgung mithilfe von Solarenergie sichergestellt werden kann. weiterlesen…

Kläranlagen als Energiespeicher

Hochschule Emden-Leer nutzt Wind und CO2

Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Stadtwerke Emden (SWE) und anderer regionaler Partner kann die Hochschule Emden/Leer ein weiteres innovatives Projekt auf den Weg bringen. Die Idee ist, bei der Energiegewinnung durch das „Power to gas“-Prinzip, also der Umwandlung überschüssiger Windenergie in speicherbares Erdgas, das im Faulturm eines Klärwerks anfallende Kohlendioxid zu nutzen. Insgesamt stehen dafür Mittel in Höhe von fast 200 000 Euro zur Verfügung. weiterlesen…

Verlängerung der Wissenschaftsschranke

Gesetzesinitiative zur Verlängerung der Wissenschaftsschranke (§52a UrhG)

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 06.11.2012 einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des § 52a UrhG bis zum 31. 12. 2014 beschlossen. Michael Kretschmer und Günter Krings stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, dazu :
„Lehrende, Schüler und Studenten erwarten zu Recht, dass im Unterricht oder in Vorlesungen digitale Unterstützungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Wir wollen netzgestützte Lehr- und Forschungsstrukturen, z.B. in Form elektronischer Semesterapparate – also Plattformen, die Bücher aus dem Bestand der Bibliothek, wichtige Internet-Links und andere Materialien zu einer Lehrveranstaltung verfügbar machen – ermöglichen. Neben vertraglichen Vereinbarungen mit den Verlagen dient hierzu auch die Schrankenregelung des § 52a UrhG. Würde diese Regelung Ende dieses Jahres ersatzlos entfallen, so wären viele technische und didaktische Mittel des modernen Lernens und Forschens nicht mehr nutzbar. Eine solche Rechtsunsicherheit wollen wir vermeiden. Mit der Gesetzesinitiative zur Verlängerung des § 52a UrhG um weitere zwei Jahre setzt die Union erneut ein wichtiges Signal für die Unterstützung des Wissenschaftsstandortes Deutschland.“ weiterlesen…

Klarer Blick ins Glas

Berliner Forscher analysierten Atomstruktur von amorphem Siliziumdioxid

Glas macht Dinge sichtbar, nur wie es in seinem Inneren aussieht, hat es bislang gut verborgen – zumindest, wenn es um die genaue Position der Atome geht. Wissenschaftler des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin haben jetzt erstmals das Netz aus Silizium- und Sauerstoffatomen – den Hauptbestandteilen von Glas – in einer Siliziumdioxidschicht abgebildet. Zu diesem Zweck analysierten sie die nur zwei Atomlagen dünne Glasschicht mit zwei Methoden, die einzelne Atome in Oberflächen darstellen. Mit ihrem Blick auf die atomare Struktur bestätigten die Forscher, dass Gläser so aufgebaut sind, wie es der norwegisch-amerikanische Physiker William H. Zachariasen bereits 1932 vorhergesagt hatte. Außerdem beobachteten die Forscher in weiteren Studien den Übergang von einer kristallinen in eine ungeordnete – Fachleute sagen: amorphe – zweidimensionale Struktur. Ihre Erkenntnisse könnten etwa der Halbleiterindustrie helfen, amorphes Siliziumdioxid kontrollierter herzustellen, sie dürften aber auch die Suche nach neuen, leistungsfähigen Katalysatoren erleichtern. weiterlesen…

Hydrothermale Carbonisierung startet

Weltweit erste HTC-Anlage nahm Probebetrieb auf

Das Schweizer Unternehmen AVA-CO2 hat am 30.10.2012 die weltweit erste Industrieanlage zur hydrothermalen Carbonisierung (HTC) in Betrieb genommen. Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme der weltweit ersten HTC-Demonstrationsanlage im industriellen Maßstab in Karlsruhe setzt die Firma AVA-CO2 mit der HTC-1 einen weiteren Meilenstein bei der industriellen Umsetzung der hydrothermalen Carbonisierung. weiterlesen…

Umweltpreis für Photovoltaik-Pioniere

Gauck: „Ich weiß, wie viel in Bewegung kommen kann, wenn einige losgehen und andere mitziehen“
Bundespräsident überreichte höchstdotierten Umweltpreis Europas

Mit dem deutschen Umweltpreis wurde am 28.10. 2012 drei deutsche Photovoltaik-Pioniere ausgezeichnet, „die weltweit neue Maßstäbe setzten“, so die Jury.  Bundespräsident Joachim Gauck überreichte den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt alljährlich verleiht, und der in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben worden ist. Im Leipziger Gewandhaus nahmen der Mitbegründer und Aufsichtsratschef der SMA Solar Technology AG (Kassel), Günther Cramer (59), sowie das Forscher-Unternehmer-Duo Dr. Andreas Bett/Hansjörg Lerchenmüller (Freiburg) den Umweltpreis in Empfang. weiterlesen…