Neues in der Biogas-Entschwefelung

Nachhaltige Eisenoxide mit leichter Dosierbarkeit

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stellte jetzt ein neu entwickeltes Eisenoxid für die Biogas-Entschwefelung vor – Bayoxide E 16, kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Entschwefelungsverfahren, so der Konzern. Bayoxide E 16 sei aufgrund seiner hohen Reinheit sehr effektiv und entferne bereits im Fermenter den bei der Vergärung von organischen Substanzen entstehenden Schwefelwasserstoff weitgehend. Für eine Einspeisung in das öffentliche Gasnetz sei der Restgehalt des Schwefelwasserstoffs bereits so gering, dass eine Feinentschwefelung mit deutlich reduzierten Kosten erfolgen kann.
weiterlesen…

Thermogenerator aus dem Drucker

Energieversorgung aus Temperaturunterschieden

Drahtlose Sensornetzwerke überwachen Maschinen und Anlagen in Fabriken, Autos oder Kraftwerken. Die Energie, die sie zum Übertragen der Messwerte brauchen, „ernten“ sie immer öfter aus ihrer Umgebung und sind somit autark. Fraunhofer-Forscher stellen jetzt einen gedruckten Thermogenerator vor, der zukünftig die Energieversorgung von Sensoren aus Temperaturunterschieden generiert. weiterlesen…

Die Konsequenzen des Nichthandelns

Trübe Aussichten: OECD-Umweltausblick bis 2050 fordert schnelles und koordiniertes Handeln

Die deutsche Fassung des “OECD Environmental Outlook to 2050“ (vom Mai 2012) ist jetzt erschienen. Die Studie enthält neueste Projektionen zu den sozio-ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt. Der Bericht plädiert unter anderem dafür, Umweltverschmutzung durch Steuern oder weltweiten Emissionshandel zu verteuern; natürliche Ressourcen mit einem Preis zu versehen sowie wirtschaftliche Instrumente mit Vorschriften und Normen zu kombinieren (z.B. für die Luftqualität oder bei der Raumplanung). weiterlesen…

Bundestag verabschiedet Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wissenschaft von Bürokratie befreit – Schavan: „Die Zeit ist reif für mehr Autonomie und Eigenverantwortung“

Der Deutsche Bundestag hat am 18.10.2012 das Wissenschaftsfreiheitsgesetz (Drucksache 17/10037) – das „Gesetz zur Flexibilisierung von haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen“ – beschlossen. Diese erhalten dadurch mehr Freiheit bei Finanz- und Personalentscheidungen, bei Beteiligungen und Bauverfahren. weiterlesen…

Neues zu „Teller oder Tank“

Gibt es überschüssige Flächen für Bioenergie? Neue Studie

In der aktuellen Diskussion um Bioenergie wird verschiedentlich vorgeschlagen, überschüssige Landflächen oder Restflächen verstärkt für den Anbau von Energiepflanzen zu nutzen, um dadurch die Landnutzungskonkurrenz mit der Produktion von Nahrungsmitteln abzumildern. Sind solche Vorschläge schlüssig und stehen die dazu entwickelten nationalen und globalen Konzepte auf wissenschaftlich gesicherten Fundamenten? Mit dieser Frage haben sich elf Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Europa und den USA befasst und dazu insgesamt über 170 Studien und Publikationen ausgewertet. Ihre Einschätzung: Zwar gebe es Möglichkeiten für eine effiziente Nutzung solcher Flächen, allerdings dürften dabei ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte nicht aus den Augen verloren werden. Die Wissenschaftler führen wichtige Kriterien auf, um die Eignung und das Potenzial entsprechender Flächen bewerten zu können. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in dem Open-Access-Journal „BioRisk“ veröffentlicht. Damit ist die 46-seitige Studie frei im Internet verfügbar. Dies ist Thema der gemeinsamen Pressemitteilung des Johann Heinrich von Thünen-Institutes (vTI), Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) vom 18. Oktober 2012, die Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Ramsauer würdigt 10 Jahre acatech

10. acatech-Festveranstaltung: „Beitrag zu Innovation und Fortschritt“

Anlässlich einer Festveranstaltung am 16. 10. 2012 im  Berliner Konzerthaus dankte Bundesminister Peter Ramsauer in seiner Festrede acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften für ihren Beitrag zu Innovation und Fortschritt. Innovationen, unter anderem im Verkehrssektor, trügen zu einer erfolgreichen Energiewende bei. acatech-Präsident Reinhard Hüttl blickte in seiner Eröffnungsrede auf zehn Jahre acatech zurück: Die Fähigkeit, auf gesellschaftlichen Wandel zu reagieren, hob er darin als zentrales Erfordernis hervor, um auch in Zukunft die Anforderungen erfüllen zu können, die die Gesellschaft an die Akademie stelle. Er und Co-Präsident Henning Kagermann gaben Einblicke in aktuelle Themenschwerpunkte von acatech. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung des PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie. weiterlesen…

MPG-Präsident Gruss gegen Vorverurteilung Schavans

„Faires Verfahren statt Vorverurteilung“

Zu den Plagiatsvorwürfen gegen Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan erklärt der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss:  „Annette Schavan setzt als Bundesministerin für Bildung und Forschung seit 2005 wesentliche Impulse zur Stärkung des deutschen Wissenschaftssystems. Der gegen sie erhobene Vorwurf des wissenschaftlichen Fehlverhaltens bei der Anfertigung ihrer Promotion muss sorgfältig geprüft werden. Indiskretionen innerhalb des laufenden Verfahrens beschädigen dessen Integrität und erschüttern das Vertrauen in die beteiligten Personen und Institutionen.“ weiterlesen…

Leopoldina, acatech und Akademieunion greifen ein

E-Wende: Wissenschaftsakademien stellen Masterplan auf – 200 Millionen für Speicherforschung vom BMBF

Die nationalen Akademien Leopoldina, acatech und die Union der Länderakademien werden eine Roadmap für die Energiewende erstellen –  Titel der Initiative: „Energiesysteme der Zukunft“. In einem Grußwort zum Tageskongress „Die Energiewende – wohin?“ der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher und Ärzte am 12.10.2012 in Berlin kündigte Karl Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die neue Initiative an. weiterlesen…

Fenster der Zukunft

Forschungsprojekt revolutioniert Gebäude-Energieeffizienz

Ein europäisches Konsortium unter bayerischer Leitung erhält 3,4 Mio. Euro Fördermittel aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Im Angesicht von Ressourcenverknappung ist vor allem der verantwortungsbewusste Umgang mit Energie in der Gesellschaft bereits tief verankert. Doch bezüglich der Energieeffizienz von Gebäuden sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgelotet. Das Projekt „HarWin“ (Harvesting solar energy with multifunctional glass-polymer windows) hat sich zum Ziel gesetzt, Leichtbaufenster aus neuartigen Polymer-Glas-Verbundmaterialien zu entwickeln, die den Energieverbrauch von Gebäuden durch „intelligente“ Nutzung von Tageslicht drastisch senken. weiterlesen…

UBA: Biokunststoffe nicht besser

Verpackungen aus bioabbaubaren Kunststoffen sind denen aus herkömmlichen Kunststoffen nicht überlegen

Biologisch abbaubare Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen haben keinen ökologischen Vorteil. Durch den Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für diese Verpackungen versauern Böden und eutrophieren Gewässer stärker als durch die Herstellung herkömmlicher Kunststoffverpackungen. Zudem entstehen höhere Feinstaubemissionen. Auch die vermehrt angebotenen Bioplastiktüten haben damit keinen Umweltvorteil. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Diese sollte vor allem ermitteln, ob die Erleichterungen in der Verpackungsverordnung für bioabbaubare Kunststoffverpackungen aus ökologischer Sicht weiterhin gerechtfertigt sind. Eine entsprechende Sonderregelung läuft Ende des Jahres aus. „Verpackungen auf der Basis von so genannten Biokunststoffen haben unter dem Strich keine Umweltvorteile. Die Klimabilanz von Biokunststoffen ist zwar günstiger, dafür gibt es Nachteile bei anderen Umweltbelastungen,“ sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). „Die Ergebnisse sprechen dafür, die Sonderregelung für solche Verpackungen, wie etwa die Befreiung von der Rücknahmepflicht des Handels, nicht zu verlängern.“ weiterlesen…