Militärische Aktivitäten weltweit für mehr Emissionen verantwortlich als Russland

IPPNW hält Militär für 5,5 % aller THG-Emissionen verantwortlich

Eine am 11.11.2022 veröffentlichte innovative neue Methode zur Schätzung der globalen und regionalen militärischen Treibhausgasemissionen (THG) deutet darauf hin, dass die Streitkräfte der Welt für 5,5 % der globalen Emissionen verantwortlich sind. Wäre das globale Militär ein Land, hätte es den viertgrößten CO2-Fußabdruck der Welt – größer als der von Russland. Aufgrund mangelnder Berichterstattung und erheblicher Datenlücken ist es naturgemäß schwierig, den Gesamtausstoß von Treibhausgasen (THG) durch die Streitkräfte der Welt zu schätzen. Dennoch deuten die verfügbaren Daten darauf hin, dass dieser Beitrag sehr groß sein könnte. (Bild: Estimating the Military’s greenhouse gas emissions – Titel © SGR_CEOBS) weiterlesen…

Fassadenbegrünung dämmt, kühlt und spendet Schatten

Vertikale Begrünungssysteme bewähren sich in der Praxis

Starkregen und Trockenheit – mit den zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels suchen Städte nach geeigneten Lösungen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Eine Möglichkeit dafür sind vertikale Begrünungssysteme, die gleichzeitig auch CO2 aus der Luft filtern und Lärm reduzieren. Rund acht Jahre forscht das Fraunhofer UMSICHT an den flexiblen Systemen, die vertikal als auch horizontal von verschiedenen Zielgruppen eingesetzt werden können. Nun wird das System in den Markt eingeführt. weiterlesen…

Soziale Kompetenz für autonome Autos

KI-System deutet Fußgängerverhalten, um Interaktion zwischen Auto und Passanten zu ermöglichen

Autofahren ist mehr als Gas geben, lenken und bremsen: Eine entscheidende Rolle spielt die Verständigung mit anderen Verkehrsteilnehmern. Das autonome Fahrzeug der Zukunft muss deshalb unter anderem mit Fußgängern interagieren. Dazu muss es erkennen, welche Passanten relevant werden könnten, um sodann deren Verhalten zu erfassen und zu deuten. Einen Prototyp eines Systems, das mittels Künstlicher Intelligenz genau das leisten soll, hat am 29.11.2022 das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe vorgestellt. (Grafik: Visualisierung eines im Projekt untersuchten Szenarios – © INITIATIVE) weiterlesen…

Unternehmen sollen künftig für Entsorgung von Einwegkunststoff zahlen

UBA-Studie befürwortet Abgabe von bis 8,95 Euro pro Kilo Einwegplastik

Egal ob Kaffee-To-Go-Becher oder Zigarettenkippe – immer noch landet zu viel Einwegplastik in Straßen oder Parks. Vor allem Städte und Gemeinden kostet die Sammlung und Reinigung jährlich bis zu 434 Millionen Euro. Das ergab eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Nach den umzusetzenden EU-Vorschriften müssen künftig die Hersteller der Einwegprodukte diese Kosten tragen. weiterlesen…

Europa braucht mehr zivilgesellschaftliches Engagement

Zivilgesellschaft in Europa springt immer häufiger dort ein, wo der Staat zu kurz greift

Der Krieg in der Ukraine verdeutlicht dies, so etwa im Falle geflüchteter Frauen, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Zivilgesellschaftliche Organisationen arbeiten unermüdlich, um ihnen und anderen schnell und unbürokratisch zu helfen. Doch ihr Einsatz birgt Risiken: Attacken in den sozialen Medien, gerichtliche Klagen und persönliche Angriffe sind keine Seltenheit. Das zeigt die Umfrage Allianz Foundation Risktaker Pulse, die in fünf europäischen Ländern durchgeführt wurde. (Titel: Allianz Foundation Risktaker Puls – © Allianz Foundation) weiterlesen…

Letzter Aufruf für 1,5 Grad

Wuppertal Institut veröffentlicht Analysebericht zur 27. UN-Klimakonferenz COP27

Als am Morgen des 20.11.2022 eher lustlos der Hammer fiel, war die 27. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Sharm El Sheikh mit eineinhalb Tagen Verspätung zu Ende. Im Fokus der Verhandlungen hatte die Frage gestanden, ob die Lücke zwischen den Zielen des Pariser Abkommens und den tatsächlichen Maßnahmen geschlossen werden konnte und ob eine Verbesserung der internationalen Unterstützung für Entwicklungsländer im Allgemeinen und die Finanzierung der durch den Klimawandel verursachten Verluste und Schäden im Besonderen gelingen kann. Forschende des Wuppertal Instituts haben die Klima-Verhandlungen vor Ort verfolgt und nun die wichtigsten Verhandlungsergebnisse in einer Analyse zusammengefasst. (Foto: Eröffnung der COP27 – © UNFCCC 6 Nov 22 Simon Stiel, Kiara Worth 3 – CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Erdklima stabilisiert sich selbst

Aber über welchen Zeitraum…?

Es ist eines der größten Rätsel des Erdklimas, warum es so (relativ) stabil ist. Wissenschaftler haben nun bestätigt, dass eine „stabilisierende Rückkopplung“ auf einer Zeitskala von 100.000 Jahren die globalen Temperaturen in Schach hält. Das Klima der Erde hat sich stark verändert, von globalem Vulkanismus über Eiszeiten, die den Planeten abkühlen, bis hin zu dramatischen Verschiebungen der Sonneneinstrahlung. Und doch hat sich das Leben in den vergangenen 3,7 Milliarden Jahren nicht verändert. Constantin W. Arnscheidt und Daniel H. Rothmann vom Massachusetts Institute of Technology berichten nun laut spektrum der wissenschaft in Science Advances, die Temperaturschwankungen seien über Zeiträume bis 400.000 Jahre nicht größer als auf Zeitskalen von etwa 4.000 Jahren gewesen. weiterlesen…

Verpackungssysteme im Wettbewerb

Einwegkarton aus Pappe oder Mehrwegsteige aus Kunststoff – welche Verpackung ist nachhaltiger?

Weg vom Kunststoff hin zu Papier, Karton oder Pappe – wie nachhaltig ist der neue Verpackungstrend? Im aktuellen Bericht »Mehrwegsteige aus Kunststoff vs. Einwegkarton aus Pappe – zwei Verpackungssysteme im Wettbewerb«1 erläutern das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP im Auftrag der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) Hintergründe und Zusammenhänge zu ökologischen Wirkungen des Einwegkartons und der Kunststoff-Mehrwegsteige. Ein darauf aufbauender genereller Diskurs zum Thema Einweg vs. Mehrweg soll Akteuren der Politik Hilfestellung geben, die richtigen Weichen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft der Zukunft zu stellen. weiterlesen…

Wie die deutsche Industrie im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig bleibt

Aufbau, Nutzung und Monetarisierung einer industriellen Datenbasis

In der am 24.11.2022 publizierten Expertise des acatech-Forschungsbeirats Industrie 4.0 untersuchen das FIR e. V. an der RWTH Aachen und das Industrie 4.0 Maturity Center den Status-quo und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie bei der Nutzung und wirtschaftlichen Verwertung von industriellen Daten. Handlungsoptionen für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft zeigen auf, wie der Nutzungsgrad der Datenbasis erhöht werden kann und wie sich Potenziale bei der Monetarisierung ausschöpfen lassen. Der Fokus liegt dabei auf produzierenden Unternehmen. weiterlesen…

Südostniedersachsen „Vorreiter für Kreislaufwirtschaft“ in Deutschland

EU nimmt die Region als Pionier in die „Circular Cities and Regions Initiative“ (CCRI) auf

Südostniedersachsen wird einerMedienmitteilung des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig zufolge neben München und Berlin in die Gruppe der „Circular Cities and Regions Initiative“ (CCRI) der Europäischen Union aufgenommen. Damit erhält die Region direkten Zugang zu Informationen und Erfahrungen aus dem europäischen Netzwerk der Pilotregionen und verbessert dadurch ihre Ausgangsposition bei der Umstellung der Prozesse zu einer systemischen Kreislaufwirtschaft. weiterlesen…