Bullinger warnt vor Scheitern der Energiewende

Ex-Fraunhofer-Chef: Ansehensverlust als Technologie-Nation droht

Scheitert die Energiewende („ist zu schaffen, man muss sie nur beginnen und dann auch komplett durchziehen“), würde Deutschlands Ansehen als Technologienation leiden, warnt Fraunhofer-Chef Hans-Jörg Bullinger. Nach zehn Jahren  als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft gab der 68-Jährige am 01.10.2012 sein Amt ab und erklärte Welt-Redakteur Jens Hartmann, warum die Energiewende nicht scheitern darf. weiterlesen…

Hauskrach bei acatech

Vier Klimaexperten ziehen aus

Die Süddeutsche Zeitung und die Welt berichten übereinstimmend über einen Streit in einer Arbeitsgruppe der Akademie für Technikwissenschaften acatech. Vier deutsche Klimaforscher hätten unter Protest das Gremium verlassen. Ursprünglich wollte die 43-köpfige Gruppe klären, wie sich Deutschland am besten an den Klimawandel anpassen sollte,  sollte „politische Optionen der Anpassung an die aktuelle Klimadynamik“ prüfen. Das Projekt auf der acatech-Seite. weiterlesen…

PIK: Korallenriffe in Gefahr

Wenn Klimawandel nicht stark verringert wird

Den Korallenriffen weltweit drohen erhebliche Risiken, sogar wenn die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt wird – ein Wert, der für Mensch und Natur vielfach als sicher angenommen wird. Das zeigt eine jetzt in Nature Climate Change veröffentlichte Studie, auf die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hinweist. Wird die Meeresoberfläche wärmer, so löst dies mit hoher Wahrscheinlichkeit vielerorts großflächige Korallenbleiche aus. Nur in einem Szenario mit stark reduziertem Ausstoß von Treibhausgasen und der zusätzlichen Annahme, dass die Korallen sich extrem schnell anpassen, könnten zwei Drittel von ihnen ungeschädigt bleiben. In allen anderen Fällen sind voraussichtlich sämtliche Korallenriffe schwer betroffen. weiterlesen…

PV: Deutsche bald wieder vorn?

Kostengünstigere Produktion von Solarzellen durch HIT – „in drei bis fünf Jahren“

Der Photovoltaik-Markt ist hart umkämpft, denn oft haben asiatische Hersteller beim Preis die Nase vorn. Fraunhofer IST-Forscher entwickeln nun neue Beschichtungsverfahren und Schichtsysteme, mit denen die Kosten für Solarzellen deutlich gesenkt werden. Das ermöglicht deutschen Herstellern möglicherweise wieder einen Vorsprung. Allerdings wird das noch drei bis fünf Jahre dauern, so das IST in seiner Pressemitteilung. weiterlesen…

77 Mio für Elektromobilität vom BMWi

Impulse für die Mobilität von morgen:
BMWi-Programm „IKT für Elektromobilität II“ fördert Entwicklung von Systemlösungen
VDE und Deutsches Dialog Institut unterstützen Umsetzung durch Begleitforschung

Autos, Stromnetz und Verkehrsinfrastruktur werden in Zukunft intelligent miteinander verknüpft sein und zu einem integrierten System nachhaltiger Mobilität verschmelzen. Die Umsetzung dieser Vision wird vor allem durch die schnellen Fortschritte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) möglich und entspricht den klima- und energiepolitischen Notwendigkeiten des 21. Jahrhunderts. Sie stellt die beteiligten Industrien zugleich jedoch vor große Herausforderungen in einem globalen Innovationswettbewerb, der enorme Chancen und Risiken birgt – so eine Pressemitteilung des VDE.
Das Förderprogramm „IKT für Elektromobilität II – Smart Car – Smart Grid – Smart Traffic“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit einem Gesamtvolumen von rund 77 Millionen Euro umfasst insgesamt zwölf Projekte, die sich der Entwicklung von Innovationen in den Hochtechnologiefeldern „Smart Car“ (intelligentes Fahrzeug mit neuer IKT-Systemarchitektur), „Smart Grid“ (intelligente Einbindung von Elektrofahrzeugen in das Energieversorgungssystem) und „Smart Traffic“ (intelligente Verkehrsinfrastruktur zur Erhöhung von Effizienz, Reichweite und Sicherheit) widmen. Etwa 100 namhafte Unternehmen der Energie-, Automobil- und IKT-Branche sind in das Programm eingebunden. weiterlesen…

MPG gründet Institut für Struktur und Dynamik der Materie

Hamburg: Neues Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPISD)

Der Hamburgische Senat hat am 18.09.2012 die Voraussetzungen zur Etablierung eines Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie, MPISD (Arbeitstitel) geschaffen. Damit ist eine richtungweisende Entscheidung für den Wissenschaftsstandort Hamburg getroffen. Aus dem erfolgreichen trilateralen Kooperationsprojekt Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) von Universität Hamburg, DESY und Max-Planck-Gesellschaft heraus soll die Forschung mit Synchrotronstrahlung sowie mit Freie-Elektronen Lasern (FEL) weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, Hamburg als internationales Zentrum für Strukturforschung zu etablieren. weiterlesen…

Helmholtz-Antwort auf Bioenergie-Studie der Leopoldina

Ergebnisse der Leopoldina-Studie unterstreichen Notwendigkeit integrierter Umweltforschung, greifen in Handlungsempfehlungen teilweise aber zu kurz

Stellungnahme von Dr.Ing. Daniela Thrän und Prof. Dr. Karin Frank, Helmholtzzentrum für Umweltforschung

Die Leopoldina-Studie „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“ liefert wichtige Hinweise für die Ausgestaltung der Energiewende, so zur Beachtung der Begrenztheit der Ressourcen und zur Weiterentwicklung der Technologien und ihrer Einsatzbereiche. Sie adressiert drei Themenfelder, die für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zentral sind, macht aber auch deutlich, dass die komplexen Fragen, die sich dabei ergeben, nur unter systematischer Einbindung technik-, natur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen gelöst werden können. weiterlesen…

acatech-Studie zur Energiewende

Energiewende finanzierbar gestalten – dafür effiziente Ordnungspolitik und Investitionen von 300 bis 500 Milliarden Euro nötig

acatech stellte am 13.09.2012 in Berlin Empfehlungen zur Energiewende vor. Hauptvorschlag: Die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz „schnellstmöglich durch eine langfristig definierte, marktbasierte Förderung zu ersetzen, beispielsweise in Form einer Mengensteuerung mit Grünstromzertifikaten (Quotenmodell) oder anderer marktbasierter Ansätze“.  RWI-Präsident Christoph Schmidt führte als Mitautor in die Studie ein und verteidigte in der darauf folgenden Diskussion den Vorschlag. Sein Institut habe ausgerechnet, dass mit EEG bis 2020 59 Mrd. Euro auflaufen würden, mit Quote nur 7 (sieheunten). Ein Greenpeace-Vertreter hielt dem entgegen, die Quote befördere nur die billigste Erzeugungsrt, Onshore-Wind, und eröhe somit die Unsicherheit. Seine mangelnde politische Durchsetzbarkeit liege im Modell begründet. weiterlesen…