IfW-Klimaforscher gefeuert, weil er nicht fliegen will

„Ein Preis, der sich lohnt“

„Meine Firma in Deutschland hat von mir verlangt, dass ich so schnell wie möglich von einem Feldversuch zum Klimawandel in der Nähe von Papua-Neuguinea zurückkehre. Das kann ich nicht tun“ so Gianluca Grimalda, Sozialwissenschaftler und Klimaforscher am Kiel Institut für Weltwirtschaft. Anfang Oktober habe ihm sein Arbeitgeber ein klares Ultimatum gestellt, so Grimalda gegenüber dem Londoner Guardian: Entweder er kehre innerhalb von fünf Tagen in sein Büro in Kiel zurück oder er verliere seinen Job. weiterlesen…

Wie Kommunen einander bei der Energiewende stärken können

In Sachen Energieversorgung müssen sich Kommunen neu erfinden

Die Aufgaben sind enorm. Aber wo fängt man an? Die Herausforderungen jeder Gemeinde mögen spezifisch sein, bei der Erarbeitung von Konzepten sind sie nicht allein. Austausch und Vernetzung untereinander kann sie bei der Bewältigung der Energiewende vor Ort unterstützen. Wissenschaft und Praxis haben ein neues Format entwickelt, wie dies gelingen kann: Kommunale Lernwerksta?tten. In Sachsen-Anhalt haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin und das Bündnis Energieavantgarde Anhalt das Format erprobt. (Titel: Kommunen in der Energiewende – © PaDiSo – Soziale Innovationen im Energiesystem) weiterlesen…

Natrium-Ionen-Batterien können Elektroautos verbilligen

Verdrängungswettbewerb startet

Autos, die Benzin und Diesel verbrennen, müssen durch erneuerbare Alternativen ersetzt werden, wenn die Klimakrise überwunden werden soll. Elektrofahrzeuge (EVs) werden dafür weithin als die beste verfügbare Option angesehen., schreibt Forschungsstipendiat Robert House an der Royal Academy of Engineering, Universität Oxford, am 10.10.2023 im Portal The Conversation. Denn EVs könnten mit erneuerbarem Strom aus dem Netz betrieben werden und brauchen somit keine fossilen Brennstoffe mehr. weiterlesen…

Der digitale Produktpass …

 – nur bürokratiearm eine Chance auf mehr Kreislaufwirtschaft

Nach Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat liegt der Anteil der recycelten Materialien am gesamten Rohstoffverbrauch in Deutschland bei circa 13 Prozent. Im Vergleich beispielsweise mit den Niederlanden (29 Prozent) besteht hier deutliches Aufholpotenzial. Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer am 12.10.2023 mitteilte, will die Bundesregierung nun die weitere Transformation hin zu einem ressourceneffizienten und zirkulären System voranbringen. Das soll den Rohstoffkonsum verringern und zum vermehrten Einsatz von Recycling führen. Eine zentrale Rolle bei den Überlegungen spielt dabei der digitale Produktpass (DPP). weiterlesen…

Erneuerbare Energien können fossile Brennstoffe im globalen Energiemix noch nicht verdrängen

7. Energy Transition Outlook 2023 von DNV

Der weltweite Verkauf von Elektrofahrzeugen, Solar- und Batterieinstallationen erreichte 2022 Rekordwerte. Allerdings decken die erneuerbaren Energien die wachsende Energienachfrage nur teilweise ab, anstatt fossile Brennstoffe im Energiemix zu ersetzen. Fossile Brennstoffe nehmen in absoluten Zahlen immer noch zu. Die energiebedingten CO2-Emissionen erreichen nach wie vor Rekordhöhen und werden ihren Höhepunkt wahrscheinlich erst 2024 erreichen, also an dem Punkt, an dem die globale Energiewende beginnt. Laut Energy Transition Outlook von DNV (weltgrößte Schiffsklassifikationsgesellschaft, vormals Det Norske Veritas, Norwegen, und Germanischer Lloyd) haben fossile Brennstoffe in den vergangenen fünf Jahren nur die Hälfte der neuen weltweiten Energienachfrage gedeckt, trotz eines raschen Ausbaus erneuerbarer Kapazitäten. weiterlesen…

„Unsichtbarer“ Elektroschrott: Auch Möbel, Kleidung oder Smart-Home-Produkte können Elektrogeräte sein

Plan E-Kampagne informiert über korrekte Entsorgung – Sammelmenge und Recycling müssen steigen

Alle Produkte, die einen Stecker, eine Batterie oder ein Kabel haben, sind in der Regel Elektrogeräte und am Ende ihrer Lebensdauer separat zu entsorgen, damit sie umweltgerecht und hochwertig recycelt werden können. Und weil das nicht immer klar ist, weist das Motto des diesjährigen internationalen „E-Waste Day“ darauf hin. Separat entsorgt werden müssen also nicht nur klassische Geräte wie Fernseher, Mikrowelle oder Toaster, sondern auch auf den ersten Blick „unsichtbare“ Elektrogeräte wie Sessel, Sofas, Schränke oder Regale mit fest integrierter Beleuchtung oder Lautsprechern, LED-Schuhe, singende Grußkarten, sprechendes Spielzeug, aber auch E-Zigaretten, Rauchmelder, E-Scooter oder Elektrofahrräder. weiterlesen…

Neue Lösung revolutioniert CO2-Abscheidung

Durch Licht aktivierte Säure fördert Freisetzung von abgeschiedenem CO2

ForscherInnen am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des US-Energieministeriums haben eine Lösung für das größte Problem der CO2-Abscheidung aus den Rauchgasen von Kraftwerken oder aus der Luft gefunden: Die Abtrennung des CO2 aus der Waschflüssigkeit, die das Klimagas herausfiltert.
Mithilfe von Licht anstelle von Wärme haben die ORNL-Forschenden einen neuen Weg gefunden, Kohlendioxid aus einem Lösungsmittel freizusetzen, das bei der direkten Luftabscheidung (Direct Air Capture, DAC) verwendet wird, um dieses Treibhausgas einzufangen. weiterlesen…

Circular Valley Forum 2023 in der Stadthalle Wuppertal als Gipfel der Kreislaufwirtschaft

„Keine Modeerscheinung, sondern entscheidend für Überleben der Menschheit“

Am 16.11.2023 kommen mehr als 1.000 EntscheiderInnen in der historischen Stadthalle Wuppertal zusammen, Regierungschefs, Minister, Konzernvorstände und eine Vertreterin der Vereinten Nationen. Zahlreiche Prominente Gäste haben laut einer Medienmitteilung der Cicular Valley-Stiftung vom 11.10.2023 bereits zugesagt. Darunter NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, sein flämischer Kollege Jan Jambon, die Ministerinnen Mona Neubaur und Ina Scharrenbach sowie die Minister Nathanael Liminski und Oliver Krischer, schließich Patrick Wendeler (BP Europa), Peter Hennicke (Wuppertal Institut) und Walter Leitner (Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion). Nanette Braun, Direktorin Kommunikationskampagnen in der Abteilung für strategische und globale Kommunikation der Vereinten Nationen (DGC). weiterlesen…

Jeder fünfte investierte Euro fließt in Kreislaufwirtschaft

ARA Circular Economy Barometer 2023

Trotz Krisen boomen Investitionen in Kreislaufwirtschaft: Der (fünfte) ARA Circular Economy Barometer 2023 zeigt, dass sich sowohl die Zahl der investierenden Unternehmen als auch die Investitionsbereitschaft spürbar erhöht hat. Trotz geopolitischer Konflikte, Insolvenzen und Inflation flacht der Index dieses Jahr dennoch nur leicht ab und bestätigt damit den hohen Stellenwert der Kreislaufwirtschaft. Zugleich verschärft sich der Fachkräftemangel im Bereich Green Jobs. Vier von zehn Unternehmen fehlen ausgebildete Arbeitskräfte. weiterlesen…

Hitzeextreme im Boden werden unterschätzt

Klimawandel verstärkt extreme Hitze im Boden

Bodentemperaturen wurden lange Zeit wenig beachtet, weil im Unterschied zu den oberflächennahen Lufttemperaturen aufgrund der deutlich aufwendigeren Messung kaum verlässliche Daten vorlagen. Ein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) angeführtes Forschungsteam hat nun festgestellt, dass sich Boden- und Lufttemperaturen nicht nur unterscheiden können, sondern auch, dass sich der Klimawandel auf die Intensität und Häufigkeit von Hitzeextremen im Boden deutlich stärker auswirkt als in der Luft. Vor allem in Mitteleuropa sei dies der Fall, schreiben sie im Fachjournal Nature Climate Change. (Foto: Klimawandel verstärkt extreme Hitze im Boden – © André Künzelmann, UFZ) weiterlesen…