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Archiv: Politik


Ironie: Kohle-Stadt richtet COP24 aus

„Wenn bei der COP23 in Bonn etwas herauskam, dann ist es eine Giftpille. Zumindest für Polen,“ schreibt Aline Robert, die Chefredakteurin des Pariser Euractivbüros in The Brief am 22.11.2017. Denn das „kohlesüchtige Land“ sei Gastgeber des nächsten Gipfels COP24 im Dezember 2018 in der Bergbaustadt Kattowitz. Viele Klimaaktivisten fänden die Ironie dieser Situation wenig unterhaltsam.


Fünf Kategorien

Zum 22. Mal vergab die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 22.11.2017 im Rahmen einer Preisverleihungsgala im Meistersaal in Berlin ihren undotierten UmweltMedienpreis. Die Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation ehrt damit alljährlich herausragende Leistungen und wirkungsvolle Präsentationen von Natur- und Umweltthemen in den Medien.

Die Ministerin und der Kohleausstieg


„Zentraler Teil des notwendigen Weges zu einer treibhausgasneutralen Welt ist der Ausstieg aus Kohle, aus Öl und fossilem Gas“

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung teilt mit: Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, hielt am 21.11.2017 eine Rede zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Klimakonferenz in Bonn – Schneller Ausstieg aus der Kohle ist jetzt nötig“ vor dem Deutschen Bundestag in Berlin. Solaify dokumentiert.


Energiewende Survey zeigt: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz als Säulen international bekannt

Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter den internationalen Teilnehmern des diesjährigen Berlin Energy Transition Dialogue zeigt: Die deutsche Energiewende wird im Ausland nach wie vor als Erfolg wahrgenommen. Drei Viertel der Befragten sehen sie positiv, nur vier Prozent negativ. Insgesamt haben Entwicklungs- und Schwellenländer (84 Prozent) ein besseres Bild der deutschen Energiewende als Industrieländer (65 Prozent). Die Befragten rechnen der Energiewende insbesondere einen positiven Einfluss auf Innovationskraft, Forschung und Entwicklung (96 Prozent), sowie auf die Schaffung von Arbeitsplätzen (73 Prozent) und auf das Erreichen der Klimaziele (87 Prozent) zu.


UBA legt zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung 7-Punkte-Strategie gegen Obsoleszenz vor

Auch Reparaturen außerhalb des Haushalts sollten steuerlich absetzbar sein. Dies schlug das Umweltbundesamt (UBA) zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) vor. „Wenn der Handwerker ins Haus kommt und die Waschmaschine oder den Fernseher schon vor Ort reparieren kann, ist das steuerlich absetzbar. Dasselbe sollte gelten, wenn er das Gerät zur Reparatur mitnehmen muss“, so Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.


Kabinett billigt Änderung der Stromnetzzugangsverordnung – VKU: Richtig!

Das Bundeskabinett hat am 22.11.2017 den Entwurf zur Änderung der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) beschlossen. Wie das BMWi in einer Medienmitteilung erläutert, kann damit die deutsche Stromgebotszone auch künftig nicht einseitig durch die Übertragungsnetzbetreiber geteilt werden.


Wie weist man den menschengemachten Klimawandel nach?

Verändern sich beobachtete Klimagrößen wie Temperatur oder Niederschlag über längere Zeit, drängt sich die Frage auf, ob menschlicher Einfluss eine Rolle spielt. Um das zu untersuchen, wenden Wissenschaftler eine Methode an, mit der sich ursächliche Zusammenhänge abschätzen lassen – so Lukas Gudmundsson, Senior Scientist am Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich.


Preisgünstige Batterien der Zukunft

Lithium-Ionen-Akkus sind brennbar, und der Preis für den Rohstoff steigt. Gibt es Alternativen? Ja, sagt Rainer Klose von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt: Forscher der Empa und der ETH haben vielversprechende Ansätze entdeckt, wie man Batterien aus Abfall-Graphit und Schrott-Metallen herstellen könnte.


Robert Schlögl: Kreisläufe schließen – Forschungsbedarf für den Weg in Carbon2Chem

In seinem Vortrag im Rahmen der 1. Konferenz zur nachhaltgigen chemischen Konversion in der Industrie am 20.11.2017 in Düsseldorf stellte Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr unter dem Titel „Kreisläufe schließen – Forschungsbedarf für den Weg in Carbon2Chem“ die Fortschritte des Kooperationsprogramms von Wissenschaft und Industrie dar.


Energiewirtschaft kann nicht weitere Monate in der Luft hängen

Gemeinsames Statement der Erneuerbare Energien-Verbände am 20.11.2017, dem Tag nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition: „Sicher hat das Wahlergebnis die Parteien vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Gerade deshalb ist es erforderlich im Interesse unseres Landes verantwortungsvolles Handeln an den Tag zu legen. Die Energiewirtschaft kann angesichts der Korrekturbedürftigkeit innerhalb des angelaufenen Ausschreibungssystems, der dringend notwendigen Korrektur beim Eigenverbrauch und der übrigen großen Herausforderungen nicht monatelang auf eine handlungsfähige Regierung warten….“

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