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Archiv: Politik


nature: „Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über Klimawandel und Bürgerkonflikte!“

Die Wissenschaftszeitschrift nature weist in einem Editorial auf einen Sachverhalt hin, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: „Viele Studien, die die globale Erwärmung mit zivilen Unruhen in Verbindung bringen, sind voreingenommen und verschärfen die Stigmatisierung der Entwicklungsländer.“

e.on will 25 €/t CO2


CEO Teyssen plädiert für Vervier- bis Fünffachung des Preises

e.on-Vorstandschef Johannes Teyssen verlangt, die Preise für CO2-Zertifikate drastisch zu erhören, um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen. Im Nachrichtenmagazin Focus (so das Wallstreet-Online) forderte Teyssen „wirksame Anreize“, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern oder zu vermeiden. Teyssen definierte seine Anreize mit 25 bis 30 Euro je Tonne.


87 Seiten fundiertes Wissen über die Brennpunkte unseres Planeten

Klimaforschung verständlich machen – mit diesem Ziel veröffentlicht das Alfred-Wegener-Institut das Magazin „Auf den Spuren des Wandels“. In Artikeln, Interviews und Infografiken erfahren die Leser, warum Klimaforschung in den Polargebieten so wichtig ist. „Wer sich auf diese kurzweilige und informative Lektüre einlässt, geht gewappnet in die nächste Diskussion zum Klimawandel“ empfiehlt das Institut das am 14.02.2018 erstveröffentlichte AWI-Magazin.


Klimabilanzen der Autobauer mit roten Zahlen

Infolge des durch die Dieselbetrügereien selbstverschuldeten Niedergangs des Selbstzünders geraten die Planungen der Autoschmiede ins Rutschen; denn sie haben um der CO2-Bilanz willen die Diesel-Motoren eigentlich fest eingeplant. Damit rückt das EU-Klimaziel 95 g CO2/km in weite Ferne. Zudem sind die CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw in Deutschland 2017 gar erstmals wieder gestiegen – um 0,4 % auf 127,9 g/km (2016: 127,4 g/km), sagt eine Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.


„Klimaklage“ vor dem OLG Hamm: Zivilsenat weist Gegenvorstellung von RWE zurück – Verfahren geht in Beweisaufnahme

Das Oberlandesgericht Hamm hat im Verfahren des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE eine Art Eilantrag („Gegenvorstellung“) des Unternehmens gegen den Beweisbeschluss zurückgewiesen und unmissverständlich klargestellt: Große Emittenten können für Folgen des Klimawandels zur Verantwortung gezogen werden. Dieser Beschluss wurde schriftlich mitgeteilt. Damit kann es nun unverzüglich in die Beweisaufnahme gehen, wie die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch am 15.02.2018 mitteilte.


Militärische Konversionsflächen nutzen und Denkmalschutz ändern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Nutzung von Solarenergie, vor allem den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf militärischen Konversionsflächen erleichtern. Auch die Vorschriften beim Denkmalschutz sollen geändert werden. Die Pläne sind Teil des vor wenigen Tagen von Sandra Enkhardt in pv magazine vorgestellten „Entfesselungspakets II“.


„Kapitulation vor der Autoindustrie“ – Polizeigewerkschaft: Fahrverbote nicht zu kontrollieren

Informationen des Bayerischen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung zufolge will eine Expertenkommission des Verkehrsministeriums (BMVI) die nötigen Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Motoren mit Steuergeldern fördern. In einem den beiden Medien vorliegenden Kommissionspapier heißt es, das Kraftfahrtbundesamt könne die Autobauer nur zu einer solchen Maßnahme verpflichten (obwohl sie die Verantwortlichen sind), „sofern das Vorhandensein einer unzulässigen Abschalteinrichtung hinreichend nachgewiesen ist“. Deswegen überlegen die Experten jetzt, ob „öffentliche Mittel“ eingesetzt werden können. „Umweltpolitiker sind entsetzt. Dem nationalen Diesel-Gipfel droht der nächste Eklat,“ so die SZ.


Tankstelle der Zukunft – ZSW startet Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Mobilität

Immer mehr Autos haben künftig einen Elektromotor oder nutzen andere alternative Antriebe. Die dazu passende Tankstelle entwickeln jetzt Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Mitte Februar 2018 begannen die Forschungsarbeiten. Die Zapfsäule der Zukunft soll den Fahrern Strom, Wasserstoff sowie das Erdgassubstitut Methan aus regenerativen Quellen bereitstellen – und das möglichst effizient, kostengünstig und bedarfsgerecht. Das vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 1,3 Millionen Euro geförderte Vorhaben dauert fünf Jahre und erfolgt im Rahmen des Projekts „QUARREE 100“, in dem die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet wird.


Der Mythos von der Energieeffizienz als Wohnkostentreiber ist eindeutig widerlegt

Der Anteil der Energieeffizienz an Kostensteigerungen im Wohnungsbau ist gering. Das belegt ein aktuelles Gutachten des Instituts für technische Gebäudeausrüstung (iTG Dresden) im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), das am 16.02.2018 veröffentlicht wurde. „Es gibt keinen Grund, dass der Koalitionsvertrag die energetischen Anforderungen an das Bauen in Deutschland mit dem Verweis auf steigende Mieten einfriert. Im Gegenteil: Das Gutachten zeigt, dass sich hohe rechtliche Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz nicht ausschließen müssen“, kommentiert Peter Röttgen, Geschäftsführer des BEE.


US-Präsident kippt in letzter Minute Einschnitte in Wissenschaftsförderung

Als Donald Trump am 12.02.2018 seinen Haushaltsentwurf für 2019 veröffentlichte, griff Verwirrung um sich. Offenbar schickte sich der US-Präsident an, den Vorschlag für tiefe Einschnitte in die Budgets der National Institutes of Health, der National Science Foundation und des Energieministeriums abzuschwächen. Das berichteten am 13.02.2017 acht Autoren (Lauren Morello et al.) gemeinsam in nature. Noch vor kurzem (siehe solarify.eu/trump-will-ee-forschung-zusammenstreichen) war von einer 72-prozentigen Kürzung für die Erneuerbare-Energien-Forschung die Rede.

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