Deutsch-französische Position zu EU-Gesetz über kritische Rohstoffe

Stärkung des Krisenmanagements, Prüfung und Bewertung bestehender Finanzierungsinstrumente, Gewährleistung weltweit gleicher Wettbewerbsbedingungen

Kritische Rohstoffe wie etwa verschiedene Metalle sind entscheidend für die grüne und digitale Transformation der EU. Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gesicherte Versorgung mit diesen kritischen Rohstoffen ist, um die Resilienz der europäischen Lieferketten insgesamt zu stärken. Gleichzeitig ist die Sicherung einer nachhaltigen Versorgung mit einer breiten Palette von Rohstoffen wichtiger denn je, während wir auf dem doppelten Weg in eine grüne und digitale Zukunft voranschreiten. Vor diesem Hintergrund wurden die kritischen Rohstoffe in einer gemeinsamen Erklärung mit Frankreich am 29.09.2022 in die sechs Sektoren aufgenommen, die in der Erklärung von Versailles vom März 2022 als strategisch eingestuft wurden. weiterlesen…

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend

Ein durchschnittlicher Haushalt hätte in den vergangenen zwölf Monaten rund 130 Euro weniger für Strom ausgeben müssen

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend. Das zeigt eine Studie, die die Energiemarktexperten von Energy Brainpool im Auftrag von GP JOULE erstellt haben. Wären 20 Gigawatt (GW) Windenergie an Land und 30 GW Solarenergie mehr installiert gewesen, hätte im August 2022 der Preis pro Kilowattstunde am Day-Ahead-Markt um mehr als 8 Cent niedriger gelegen. weiterlesen…

Berlin soll Klimaneutralität vorziehen

Volksbegehren gestartet

Eine 2021 gegründete Initiative namens Klimaneustart Berlin will der Hauptadtadt per Volksbegehren bereits bis 2030 statt 2045 Klimaneutralität verordnen. Die Initiatoren nennen „Verpflichtungen statt Ziele“ und veröffentlichten bereits Umformulierungen des einschlägigen Gesetzestextes, „damit aus unverbindlichen Zielen Verpflichtungen werden: Dadurch sollen Lücken für politisches Nicht-Handeln geschlossen sowie Sanktionsmechanismen bei Pflichtverstößen eingeführt werden“. weiterlesen…

Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre

…und: Blick zurück in die Zukunft

Zeitfenster 2022 aus „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“: Das Wuppertal Institut hat  die damaligen „Zeitfenster“ in fünf zentrale Themenfelder der Nachhaltigkeitstransformation gebündelt und mit dem Jetzt verglichen. In acht Factsheets erläutern die Forschenden die früheren Annahmen, was in der Zwischenzeit tatsächlich passiert ist und warum wir aktuell wo stehen und wagen erneut einen kurzen Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre. (Titel: In einer globalisierten Welt – © Wuppertal Institut, M. Hartmann) weiterlesen…

AKW Doel 3 vom Netz

Belgische Angst: Nuklearkonzern Engie trennt sich eilig vom ersten seiner sieben Pannen-AKW

Belgien hat den ersten der sieben pannenreichen Atomkraftwerke des Landes vom Netz genommen, obwohl es im Brüsseler Regierungskabinett ein letztes Aufbäumen gegen die Abschaltung gab. Am 23.09.2022 nahm das Betreiberunternehmen Engie den Kraftwerksblock Doel 3 dauerhaft vom Netz, schreibt Tilman Weber am 25.09.2022 auf ERNEUERBARE ENERGIEN. Die damit eingeleitete Stilllegung des knapp mehr als 1.000 Megawatt (MW) leistenden Reaktors startete somit gut eine Woche vor dem gemäß staatlicher Vorgaben anvisierten Abschaltungsdatum 01.10.2022. (Foto: AKW Doel – © Torsade de Pointes, via Wikimedia Commons, gemeinfrei) weiterlesen…

Digitale Ökonomie nicht auf Pariser 1,5-Grad-Pfad

Report „Digital Reset“ skizziert Chancen nachhaltiger Digitalisierung und fordert grundlegende Neuausrichtung digitaler Technologien

Die Zukunft ist digital – aber die digitale Ökonomie trägt aktuell nicht dazu bei, das die im Rahmen der Pariser Klimakonferenz COP21 2015 festgelegte 1,5-Grad-Grenze nicht überschritten wird. Das droht nämlich, so der Bericht „Digital Reset“ des Expertengremiums „Digitalization for Sustainability“, ein Projekt der TU Berlin und des Einstein Center Digital Future. weiterlesen…

EWI fürchtet Stromversorgungslücken

„Bis 2030 möglich“

Mehr Stromnachfrage, weniger fossile Kraftwerke, aber (noch) zu wenig Erneuerbare Energien: Die Energiewende verändert die Struktur der Stromversorgung in Deutschland. Mögliche Folgen für die Versorgungssicherheit zeigt eine Untersuchung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) vom 29.09.2022. Mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien steigt die Wetterabhängigkeit der Stromerzeugung in Deutschland. Die EWI-Analyse zeigt, dass die Versorgungssicherheit mit Strom in diesem Jahrzehnt derzeit nicht in allen extremen Wettersituationen garantiert ist. weiterlesen…

Weltbank sieht enormes Potenzial für solare Mini-Netze

Halbe Milliarde Menschen könnten bis 2030 für 127 Milliarden Dollar mit Mini-Solarnetzen versorgt werden

Laut einem am 30.09.2022 veröffentlichten Bericht der Weltbank reicht die derzeitige Verbreitung von Mini-Solarnetzen nicht aus, um das Ziel der allgemeinen Elektrifizierung gemäß SDG 7 zu erreichen – so die Taiyangnews. In dem Bericht werden solare Mininetze dennoch als „Schlüssellösung“ für die Schließung der Lücke beim Energiezugang bezeichnet. Der Weltbank zufolge haben diese das Potenzial, bis 2030 für 127 Milliarden USD 490 Millionen Menschen mit Strom zu versorgen. weiterlesen…

Carbon Contracts for Difference als Instrument zur Stärkung der Klimakooperation zwischen Industrie- und Schwellenländern

DIW: Nord-Süd-Klima-Kooperation hat Lücken

„Industrie- und Schwellenländer müssen zusammenarbeiten, um den emissionsintensiven Industriesektor zu dekarbonisieren und die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Deutschland und die anderen G7-Staaten haben sich zwar verpflichtet, die Schwellenländer bei der Bekämpfung des Klimawandels über die internationale Klimafinanzierung zu unterstützen, es bleibt jedoch abzuwarten, wie diese Unterstützung erfolgreich umgesetzt werden kann“, schreiben Heiner von Lüpke, Catherine Marchewitz, Karsten Neuhoff, Charlotte Aebischer und Mats Kröger im DIW-Wochenbericht 38. weiterlesen…

Drei Dinge, die Regierungen zur Finanzierung der Netto-Null-Wende tun können

Empfehlungen des Weltwirtschaftsforums

Für mehr als 90 % der weltweiten Wirtschaftstätigkeit gibt es ein Emissionsreduktionsziel, aber um die Ziele in die Tat umzusetzen, sind Billionen Dollar erforderlich. Die Regierungen können diese Bemühungen unterstützen, indem sie innovative Finanzierungssysteme und politische Maßnahmen einführen, die den Übergang erleichtern und die Risiken verringern. Innovative Regulierungsmaßnahmen, wie der US Inflation Reduction Act, und steuerliche Anreize können den Übergang zu einer Netto-Null-Emission beschleunigen und gleichzeitig wettbewerbsfähige Volkswirtschaften schaffen – so das Weltwirtschaftsforum in einer seiner jüngsten Veröffentlichungen. weiterlesen…