VDE: Mehr Systemdenken beim Smart Grid-Ausbau!

Zum VDE-Kongress 2012 „Smart Grid“ – Studie zur Energieversorgung der Zukunft – Ohne Netz-Automatisierung drohen Einspeise-Stau und Instabilität – VDE-Normungs-Roadmap ebnet Weg

Noch ist das deutsche Stromnetz mit einer durchschnittlichen Ausfallzeit von 16,2 Minuten pro Stromkunden (2011) eines der zuverlässigsten in Europa. Dies zeigt die neueste Ausfallstatistik des Forums Netztechnik / Netzbetrieb im VDE. Doch der schöne Schein trügt. Denn angesichts des schnellen Ausbaus der erneuerbaren Energien und des stockenden Netzausbaus läuft der Systembetrieb zunehmend an der Auslastungsgrenze. So ist die Anzahl der Tage mit Einsenkung der EEG-Leistung über die Jahre 2007 bis 2011 von 0 auf 45 angestiegen und die nicht eingespeiste Energiemenge von 0 auf 45 GWh angewachsen. Die Anzahl der „Eingreif- und Gefährdungs-Tage“ nimmt zu, das Risiko größerer Störungen mit überregionalen Auswirkungen wächst, und bereits Mini-Blackouts können spannungssensitive Industrieprozesse empfindlich stören. Vor diesem Hintergrund gehen die aktuellen Energie-Diskussionen aus VDE-Sicht am Kern des Problems vorbei. Die zentrale Herausforderung lautet: Umbau und Flexibilisierung des gesamten Systemdesigns mit den Elementen Ausbau der Netzinfrastruktur, der Speicher¬kapazitäten und des Kraftwerksparks. weiterlesen…

Verlängerung der Wissenschaftsschranke

Gesetzesinitiative zur Verlängerung der Wissenschaftsschranke (§52a UrhG)

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 06.11.2012 einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des § 52a UrhG bis zum 31. 12. 2014 beschlossen. Michael Kretschmer und Günter Krings stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, dazu :
„Lehrende, Schüler und Studenten erwarten zu Recht, dass im Unterricht oder in Vorlesungen digitale Unterstützungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Wir wollen netzgestützte Lehr- und Forschungsstrukturen, z.B. in Form elektronischer Semesterapparate – also Plattformen, die Bücher aus dem Bestand der Bibliothek, wichtige Internet-Links und andere Materialien zu einer Lehrveranstaltung verfügbar machen – ermöglichen. Neben vertraglichen Vereinbarungen mit den Verlagen dient hierzu auch die Schrankenregelung des § 52a UrhG. Würde diese Regelung Ende dieses Jahres ersatzlos entfallen, so wären viele technische und didaktische Mittel des modernen Lernens und Forschens nicht mehr nutzbar. Eine solche Rechtsunsicherheit wollen wir vermeiden. Mit der Gesetzesinitiative zur Verlängerung des § 52a UrhG um weitere zwei Jahre setzt die Union erneut ein wichtiges Signal für die Unterstützung des Wissenschaftsstandortes Deutschland.“ weiterlesen…

Altmaier: EEG zentrales Steuerungsinstrument

EEG-Reform in Tragweite beträchtlich – Vergleich mit grundlegender Sozialreform

Für Peter Altmaier war der Energiegipfel in Berlin nicht weniger als ein „Durchbruch“ bei der Energiewende. Im Gespräch mit den Vertretern der Bundesländer habe man sich auf eine nationale Ausbaustrategie einigen können, berichtete der Bundesumweltminister im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. weiterlesen…

Atomkraftwerk Brunsbüttel wird abgerissen

Energiewendeminister begrüßt Stilllegungsantrag

Schleswig-Holsteins Energiewende-Minister Robert Habeck hat am 01.11.2012 den Antrag Vattenfalls auf Stilllegung und Abbau des Atomkraftwerks Brunsbüttel begrüßt. „Mit dem Stilllegungsantrag wird endlich der Weg zum Rückbau von Schleswig-Holsteins ältestem Atomkraftwerk in die Wege geleitet. Damit kann der in einem breiten Konsens beschlossene Atomausstieg weiter umgesetzt werden. Das ist ein wichtiger Schritt, auf den wir lange gewartet haben, und es ist gut, dass der Kernkraftwerksbetreiber Vattenfall ihn nun gegangen ist. Es ist aber nur ein halber Schritt: Auch für das AKW Krümmel muss zügig ein entsprechender Antrag von Vattenfall kommen“, betonte der für die Atomaufsicht zuständige Minister. weiterlesen…

Energiegipfel – Kommentar-Ausschnitte deutscher Medien

„Manchmal ist das beste Ergebnis kein Ergebnis.“

„So verhält es sich auch bei dem so genannten Energiewende-Gipfel… Gemessen an dem, was im Vorfeld so alles an Vorschlägen und Ideen kursierte, mit denen der Ausbau der erneuerbaren Energien gedeckelt, quotiert, abgestimmt oder sonstwie gebremst werden sollte, ist das Null-Resultat dieser Runde schon als Erfolg zu werten… Nach der Entscheidung zum zügigen Ausstieg aus der Atomkraft stehen wir besser da als selbst Optimisten seinerzeit erwartet hatten… Wer angesichts (der) Fakten von „Energiekrisengipfel“ redet, von Chaos zwischen Bund und Ländern und schnellem Handlungsbedarf, dem ging die Energiewende nicht zu langsam, sondern offenbar zu schnell. Es ist kein Geheimnis, dass E.on, RWE, Vattenfall und EnBW zu den Verlierern der Energiewende gehören…
Sicher, es gibt durchaus Verbesserungsbedarf beim Umbau unseres Energiesystems… Aber das laute Geschrei über die fehlende Abstimmung zwischen den Bundesländern beziehungsweise zwischen Bund und Ländern ist schlicht übertrieben. Und schaut man auf die Vorschläge, die mit diesem Geschrei verbunden waren – Deckelung des Windkraftausbaus, Abschaffung des Einspeisevorrangs für erneuerbare Energien, Liefergarantie für Betreiber von Wind- und Solaranlagen -, dann weiß man auch, aus welcher Richtung der Wind weht. weiterlesen…

Bund-Länder-Energiegipfel bei Merkel

Beschlusslos auf gemeinsames Ziel zu

Mit den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir wollen alle, dass die Energiewende gelingt“ nach dem Gespräch mit den Ministerpräsidenten am 02.11.2012 im Berliner Kanzleramt bekannten sich Bund und Länder einhellig zum Ausbau erneuerbarer Energien. Die Länder signalisierten die Bereitschaft, ihre jeweiligen Ausbaupläne an nationale Erfordernisse anzupassen. Bundeskanzlerin Merkel spürte „den Geist, dass wir das schaffen wollen und vielleicht auch schaffen können“. Konkrete Beschlüsse zum Netzausbau und zur Versorgungssicherheit kamen aber nicht zustande. Das nächste Gipfeltreffen wurde für März 2013 vereinbart. Die Kanzlerin sprach von einem „nationalen Dialog“.
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Albig legt Netzausbau-Notfallplan vor

Staat soll Stromnetze ausbauen

Bund und Länder diskutierten am 02.11.2012 den Stand der Energiewende. Dazu gehört auch der schleppende Ausbau der Stromnetze. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig schlug daher notfalls die Gründung einer staatlichen Netzbetreibergesellschaft vor, falls die Privatwirtschaft den Ausbau nicht schaffe. Von den Grünen kam scharfe Kritik an der Regierung. weiterlesen…

Energiewende senkt Importabhängigkeit

Erneuerbare vermeiden mehr als 6 Milliarden Euro Energie-Importe

Deutschland konnte im Jahr 2011 dank der Erneuerbaren Energien auf den Import von fossilen Energieträgern im Wert von 6,02 Milliarden Euro verzichten. Je mehr Energie im Inland aus regenerativen Quellen erzeugt wird, desto weniger fossile Energieträger müssen importiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausgaben für die Einfuhr von Kohle, Öl und Gas um 220 Millionen Euro. Das geht aus einer vom Bundesumweltministerium geförderten Studie hervor, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Erneuerbaren Energien untersucht. „Heute Erneuerbare Energien zu fördern bedeutet, die Abhängigkeit von Rohstoffimporten und von schwankenden Preisen zu verringern“, unterstreicht Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. weiterlesen…

Bei Stromausfällen effizienter handeln

Schnelle Zusammenarbeit bei Stromausfällen notwendig – neue Planungssoftware zur besseren Vorbereitung auf den Ernstfall

Die Stromversorgung ist das Rückgrat unserer modernen Volkswirtschaft. Nahezu alle Lebensbereiche sind abhängig von elektrisch betriebenen Geräten. Wenn der Stromfluss stoppt, geht nicht nur das Licht aus. Es funktionieren weder Geldautomaten, noch Kassensysteme in Supermärkten. Auch Telefon, Radio und Fernseher sind lahm gelegt. Bei einem länger anhaltenden Ausfall ist die Versorgung mit Warmwasser, Gas oder Treibstoff und der Betrieb von Beatmungsgeräten auf Intensivstationen oder in Pflegeheimen gefährdet. weiterlesen…

Einspeisevergütung sinkt jeden Monatsersten um 2,5 Prozent

Bundesnetzagentur gibt neue Zahlen bekannt – Zubau fast 1 GW

Die Bundesnetzagentur hat am 31.10.2012 bekannt gegeben, dass die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen vom 01. 11. 2012 bis zum 31. 01. 2013  jeweils zum Monatsersten um 2,5 Prozent sinken werden. „Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor hoch. Allein im September betrug dieser fast 1 GW“, kommentiert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Damit sei der gesetzlich vorgesehene Zubau-Korridor, an dem sich die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst, für den zu betrachtenden Zeitraum um rund 3,9 Gigawatt (GW) und damit mehr als das Doppelte überschritten worden, so Homann weiter. weiterlesen…