Bessere Luft beschleunigt globale Erwärmung

Größere Anstrengungen im Kampf gegen Erderwärmung gefordert

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Leipzig hat laut einer Medienmitteilung vommithilfe von Satellitendaten nachgewiesen, dass die Konzentration von Schadstoffpartikeln seit 2000 deutlich zurückgegangen ist. Das ist zwar zunächst eine gute Nachricht, denn diese Aerosole sind für Mensch und Umwelt schädlich. Zugleich hat sich damit aber auch die kühlende Wirkung dieser Partikel auf das Klima vermindert. Die Ergebnisse der Studie wurden am 21.09.2022 open access in Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht. (Foto: Heizkraftwerk nahe Bad Tölz – © Dieter Fichtner, Agentur Zukunft) weiterlesen…

Dezentrale Koordination

Intelligentes Laden reduziert Verteilnetzausbau 

Strom aus Erneuerbaren, Infrastruktur sowie individuelle Präferenzen von Verbrauchern müssen bei zunehmender Elektrifizierung von Wärme- und Verkehrssektor koordiniert werden. Wie das gelingen kann, hat ein Team des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Rahmen ihrer neuen Kurzstudie „Dezentrale Koordination – Auswirkungen unterschiedlicher Ladekonzepte für Elektrofahrzeuge auf Markt und Netz“ untersucht und am 23.09.2022 veröffentlicht. weiterlesen…

Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit schließen

Wuppertal-Institut: „Deutschland könnte seine Ziele beim Klima- und Ressourcenschutz noch erreichen“

Das Wuppertal-Institut veröffentlichte am 20.09.2022 einen Zukunftsimpuls unter dem Titel: „Transformationslücke schließen – Handeln unter Hochdruck“: Deutschland liegt bei Klimaschutz und der langfristigen Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung weit hinter seinen eigenen Zielen. Nur mit Tempo, Mut und Ehrlichkeit lässt sich der Rückstand jetzt aufholen. Dazu gehören ein beschleunigter Ausbau Erneuerbarer Energien, der sofortige Aufbau eines umfassenden Netzes für grünen Wasserstoff, verbindliche Ziele für eine echte Kreislaufwirtschaft, klare Vorgaben für den Wohnungsbestand, eine ernsthafte Mobilitätswende und wirksame Anreize für eine nachhaltige Produktion. weiterlesen…

EU-Übergewinnsteuer würde Bioenergie-Strom stilllegen

 Steuerpläne in der Kritik

Die Europäische Kommission hat am 14.09.2022 Vorschläge zur Bewältigung der Energiekrise vorgelegt. Demnach sollen unter anderem europäische Stromerzeuger alle Strommarkterlöse von mehr als 180 €/MWh an den Staat abtreten. Auch bei der Bioenergie sollen (mit Ausnahme von Biomethan) Einnahmen jenseits dieser Preisgrenze abgeschöpft werden. Zustimmen müssen nun die Energieminister der Mitgliedsländer. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, sieht die Vorschläge im Namen der Bioenergieverbände kritisch. weiterlesen…

Weitreichende Schritte der Regierung zur Energiesicherheit

Verstaatlichung und Treuhänderschaft

Am 21.09.2022 informierte die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – die Abgeordneten des Bundestags-Ausschusses für Klimaschutz und Energie über zwei weitreichende Weichenstellungen, welche die Energieversorgungssicherheit im Winter gewährleisten sollen: Minister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) nutzte die Vorstellung der Haushaltsplanung 2023, um über den am Morgen bekanntgegebenen Staatseinstieg bei Uniper zu berichten – der Bund übernehme knapp 99 Prozent bei dem angeschlagenen Gasimporteur. Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär (B90/Grüne) erläuterte den Beschluss der Bundesregierung, den russischen Mehrheitseigner des PCK Schwedt beziehungsweise Rosneft Deutschland unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur zu stellen. weiterlesen…

Ausnahmen vom Immissionsschutz wegen Gasmangels gebilligt

„Umweltpolitisch zwar nicht zu begrüßen, aber unumgänglich“

Der Bundestags-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in seiner Sitzung am 21.09.2022 den von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für Abfallbehandlungsanlagen vom Immissionsschutz zugestimmt. Die von der Bundesregierung vorgelegte erste Verordnung über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen (20/3213) wurden von den Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP, sowie der CDU/CSU-Fraktion und der AfD-Fraktion bei Enthaltung der Fraktion Die Linke angenommen. weiterlesen…

Kohle und Abfälle sollen künftig CO2-Bepreisung unterliegen

Als Querschnittsinstrument erforderlich

Um die nationalen Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen, ist am 19.12.2019 als Teil des Klimapaketes der damaligen Bundesregierung das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen verkündet worden – zunächst für die Sektoren Wärme und Verkehr. Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten und – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 20.09.2022 im Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie behandelten Gesetzentwurf (20/3438) sollen nunmehr auch ab 2023 die Brennstoffe Kohle und Abfälle in das Gesetz aufgenommen werden. Die Aufhebung der bisherigen Brennstoffbeschränkung sichere eine umfassende CO2-Bepreisung aller fossilen Brennstoffemissionen durch das Brennstoffemissionshandelsgesetze (BEHG). weiterlesen…

Auf dem Weg zu grünerem Ammoniak

Mülheimer Kohlenforscherinnen an internationalem Projekt beteiligt

Ammoniak gehört zu den weltweit am häufigsten synthetisierten Chemikalien. Die Substanz, die aus Wasserstoff und Stickstoff besteht, wird aktuell vor allem zur Herstellung von Düngemitteln benutzt. Wissenschaftler sind jedoch überzeugt, dass man Ammoniak noch für ganz andere Dinge nutzen kann: nämlich zur chemischen Speicherung des Wasserstoffs – in dem viele den Treibstoff der Zukunft sehen. Doch wie kommt man möglichst günstig und nachhaltig an das gewünschte Speichermedium – den Ammoniak? Die beiden Wissenschaftlerinnen Claudia Weidenthaler und Ezgi Onur Sahin vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr (Kofo-MPG) sind Teil des internationalen Ambh2er-Projekts. Für ihre Arbeit werden sie von der EU mit 300.000 Euro unterstützt – so eine Medienmitteilung vom Kohleforschungsinstitut am 19.09.2022. (Foto: BASF Ammoniak-Reaktor von 1921 – © Drahkrub – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Synthetische Kraftstoffe alltagstauglich

Gamechanger im Kampf gegen Klimawandel

Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien können in großen Mengen hergestellt und schon heute in fast allen Fahrzeugen eingesetzt werden. Aus Erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte reFuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Denn reFuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. (Symbolbild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Rolle des Wasserstoffs als Energieträger im globalen Energiesystem

Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI

Wasserstoff und H2-Syntheseprodukten wird in der künftigen Klimapolitik eine große Bedeutung beigemessen. Doch wie könnte sich der Wasserstoffbedarf global entwickeln? Dieser Frage widmet sich eine neue Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI, die im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien neu ausgewertet hat. Die Studie macht dabei Aussagen zu den Bandbreiten der möglichen künftigen Entwicklung des Wasserstoffbedarfs weltweit, in der EU und China bis 2050 und unterscheidet verschiedene Nachfragesektoren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Szenarien mit ambitionierten Treibhausgas-Reduktionszielen. weiterlesen…