Circular Design: „Reparieren statt wegschmeißen“

Neue Podcast-Folge der Effizienz-Agentur NRW informiert über Potenziale der Reparierfähigkeit

Ob Kühlschränke, Spülmaschinen, Smartphones oder Kleidung: Jedes Jahr werfen wir viel zu viele Produkte weg, die Umwelt und Klima maßgeblich belasten. Warum heute immer noch zu wenige Produkte repariert werden, was sich an unserem Konsumverhalten ändern muss, was die Politik tut und wie Unternehmen im Sinne eines Circular Designs Produkte besser und längerlebig gestalten können, sind nur einige Fragen, die in der neuen Podcast-Folge „Reparieren statt wegschmeißen“ in der Reihe „Ressourcen schonen. Wirtschaft stärken.“ der Effizienz-Agentur NRW diskutiert werden. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft für Lithium-Ionen-Batterien

Second-Lifewirtschaft im E-Auto

Die Kreislaufwirtschaft von Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos (EV) umfasst mehrere wichtige Schritte, die Entscheidungen von wichtigen Interessengruppen erfordern, schreibt Doris Holler am 02.05.2023 auf Oekonews.at. Denn „Second-Life-EV-Batterien können nach ihrem ersten Leben in einem Elektrofahrzeug weiterhin nützlich sein“. So könnten die transportablen Speicher abhängig von ihrem Zustand in einem neuen Elektrofahrzeug eingesetzt werden – für weniger anspruchsvolle Anwendungen wie stationäre Speicher oder Elektromobilitätsanwendungen mit geringerer Leistung, sie könnten aber auch recycelt werden. Ein Bericht des Marktforschungsunternehmens IDTechEx informiert. weiterlesen…

„eBay für gewerbliche Abfälle“

Circular Valley für zirkuläre Wertschöpfung soger von Müll

Mit einer Börse für gewerbliche Abfälle nach Art von eBay sowie mit zahlreichen Start-ups rund um das Thema zirkuläre Wertschöpfung will sich die Wuppertaler Initiative Circular Valles zum Weltzentrum der Abfallwirtschaft entwickeln. Der Begriff Circular Valley soll dabei einerseits als eine Bezeichnung für die erweiterte Rhein-Ruhr-Region etabliert werden, analog zum Silicon Valley, dem Hotspot der Digitalwirtschaft, und ist andererseits der Name der gemeinnützigen Circular Valley Stiftung. weiterlesen…

Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal Hälfte des Stromverbrauchs

Aktuelle Berechnungen von ZSW und BDEW

Rund 69 Milliarden Kilowattstunden Strom wurden im ersten Quartal 2023 in Deutschland aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Das zeigen – einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 28.04.2023 zufolge – vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Erneuerbare Energien deckten damit zwischen Januar und März rund 50 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Allein Windenergieanlagen an Land produzierten 38 Mrd. kWh Strom und lieferten damit stabil über die drei Monate hinweg mehr als ein Viertel des Strombedarfs. weiterlesen…

Am Ende der Trockenzeit: CO2-Pulse über Australien

Heidelberger Umweltphysiker untersuchen trockene Regionen und Einfluss auf Variationen des globalen Kohlenstoffkreislaufs

Am Ende der Trockenzeit kommt es über dem australischen Kontinent zu jährlich wiederkehrenden CO2-Pulsen in der Atmosphäre. Das hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Umweltphysikers Prof. Dr. André Butz von der Universität Heidelberg herausgefunden. Um die Kohlenstoffflüsse über Australien zu untersuchen, analysierten die Forscherinnen und Forscher atmosphärische CO2-Messungen. Ihre Analysen zeigen, dass besonders viel CO2 freigesetzt wird, wenn starke Regenfälle auf ausgetrocknete Böden treffen und dort Mikroorganismen aktiviert werden. Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass trockene Regionen einen größeren Einfluss auf die Variationen des globalen Kohlenstoffkreislaufs haben als bisher angenommen. weiterlesen…

Wälder geben immer mehr CO2 ab

Nutzen von Aufforstungen sinkt

Ein internationales Forscherteam berichtet in Science, dass immer mehr boreale (= nördliche) Wälder CO2 freisetzen. Hauptgrund: Waldbrand. So seien 10% der globalen CO2-Emissionen im Jahr 2000 darauf zurückführen, aber dieser Beitrag seit 2021 auf fast 25% gestiegen. Die Wissenschaftler weisen auf die Gefahr hin, dass der Klimawandel zu mehr Waldbränden führen wird, unter anderem wegen Dürren. Somit sinkt die Chance, dass man durch Aufforstung CO2 langfristig binden kann. weiterlesen…

Agrarwissenschaft 2.0: Künstliche Photosynthese für umweltschonende Nahrungsmittelproduktion

TUM-Forschende produzieren wichtige Aminosäure aus CO2

Die Versorgung der ständig wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln und der gleichzeitige Erhalt der Umwelt stehen in einem Zielkonflikt. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben nun mit Hilfe einer Art künstlicher Photosynthese eine Methode zur synthetischen Herstellung von Nahrungseiweiß entwickelt, das vor allem in der Futterindustrie in großen Mengen nachgefragt wird, aber auch für Fleischersatzprodukte geeignet ist. Die Gruppe um Prof. Volker Sieber am TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit kann in einem biotechnologischen Prozess indirekt über Methanol als Zwischenprodukt aus CO2 die Aminosäure L-Alanin, ein wesentlicher Bestandteil von Proteinen, erzeugen. weiterlesen…

Negative Emissionen: CO2 einfangen und speichern

Fünf Technologien Richtung Netto-Null

Wenn die Schweiz das Ziel erreichen will, bis 2050 unterm Strich keine Treibhausgase mehr auszustoßen, ist sie laut Empa auf den Einsatz sogenannter Negativemissionstechnologien (NET) angewiesen – Verfahren, die CO2 aus der Atmosphäre entnehmen und langfristig speichern. Obwohl NET dazu beitragen können, die Klimaziele zu erreichen, ist derzeit noch vieles unklar, so das Öko-Institut; einige der technischen Verfahren sind in der Praxis unerprobt, technisch komplex, kostspielig und vorerst nicht in großem Maßstab einsetzbar. Hinzu kommt, dass viele Menschen erst wenig über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der NET wissen. weiterlesen…

„Europas löchrige Kreislaufwirtschaft“

Ernüchternde Recherche von Investigate Europe

Während die EU „Recyclingrekorde“ vermeldet und sich Deutschlands Ruf als Recyclingweltmeister hartnäckig hält, sieht die Wirklichkeit einer eben veröffentlichten Recherche zufolge anders aus. Noch immer wird Plastikabfall auf Müllhalden verklappt oder in Verbrennungsanlagen verfeuert. Offizielle EU-Daten für das Jahr 2020 vermelden, dass 40 Prozent des Altplastiks recycelt wurde. Doch die Recycling-Definition der Statistiker ist vage. Unabhängig lassen sich diese Daten nicht überprüfen. Monat für Monat hinterlässt jede Europäerin und jeder Europäer durchschnittlich drei Kilogramm Plastikmüll. Im Jahr 2060 könnten es gar neun pro Monat sein, prognostiziert die OECD. weiterlesen…

Bioabfälle in der Kreislaufwirtschaft – BDE verlangt Pflicht-Biotonne für Deutschland

Parlamentarischer Abend in Berlin – Verband präsentiert Positionspapier

Angesichts der hohen Verluste von organischen Materialien bei der Abfallsammlung will der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) mit neuen Ideen die Bioabfallsammlung in Deutschland grundlegend verbessern. So fordert der Verband die bundesweite Einführung einer Pflichttonne für Bioabfälle. Zudem setzt er sich für eine bundesweite Vollzugsoffensive auf allen Verwaltungsebenen zur Durchsetzung des geltenden Abfallrechts ein. Dabei sollen sich die Bundesländer zu klaren Zielen bei der Reduzierung von organischem Abfall im häuslichen Restmüll verpflichten und außerdem ihre kommunale Aufsicht gegenüber Städten und Kreisen stärker wahrnehmen. Das geht aus dem jüngsten Positionspapier des BDE zur Biomasse hervor, das der Verband am 27.04.2023 vorgestellt hat. weiterlesen…