Brauchen erneuerbare Energien Kohlenstoffmärkte?

Eine Diskussion in Energie-Monitor

Angesichts des dramatischen Kostenverfalls Erneuerbarer-Energie-Technologien schlossen zwei der führenden Sektoren („Standards“) des freiwilligen Kohlenstoffmarktes (VCS und Gold Standard) schon Ende 2019 solche Projekte aus – aber sind Kohlenstoffmärkte überhaupt der beste Weg, um Anreize für Erneuerbare Energien zu schaffen? fragt Katie Kouchakji am 05.04.2022 auf Energy-Monitor. Solarify zitiert Ausschnitte des Textes. weiterlesen…

Europa: 100 Prozent Erneuerbare möglich

Vollständig klimaneutrale Energieversorgung möglich

Am Institut für Betriebs- und Technologiemanagement (IBT) des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier hat eine Forschergruppe – einer Medienmitteilung vom 07.04.2022 zufolge – untersucht, wie das Energiesystem der Zukunft aussehen kann, das den Herausforderungen des Klimawandels gerecht wird und mit dessen Hilfe die Klimaschutzziele erreicht werden können. Gezeigt werden konnte, dass die Energieversorgung in Europa vollständig auf eine regenerative Energieerzeugung umgestellt werden kann, ohne auf eine verlässliche Bereitstellung von Energie verzichten zu müssen. weiterlesen…

Auf landwirtschaftlichen Flächen doppelt ernten

Überarbeiteter Leitfaden zur Agri-Photovoltaik

Mit der Agri-Photovoltaik (auch Agro-PV) können bewirtschaftete Flächen doppelt genutzt werden: Am Boden wachsen Kulturpflanzen, darüber oder daneben erzeugen Solarmodule erneuerbaren Strom. In der aktualisierten Neuauflage seines Leitfadens beleuchtet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE einer Medienmitteilung vom 06.04.2022 zufolge die Technologie der Agri-PV , ihr Potenzial sowie den aktuellen Entwicklungsstand. Neu hinzugekommen ist ein Kapitel zur Wirtschaftlichkeit und Geschäftsmodellen mit Agri-PV. Auch Vorschläge, wie die Agri-PV weiter vorangebracht werden kann, werden vorgestellt. Ziel des Leitfadens ist, Landwirtschaftsbetrieben, Kommunen und Unternehmen praktische Hinweise zur Nutzung der Agri-PV an die Hand zu geben. (Foto: Agri-PV-Leitfaden 2022 – Cover – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Energiespeicher mit gutem Wachstum

BVES Branchenzahlen 2021/2022: 500.000 Heimspeichersysteme installiert

erwies sich für die Energiespeicherbranche laut einer Medienmitteilung vom 06.04.2022 des Bundesverbandes Energiespeicher Systeme (BVES) als gutes Jahr – trotz Pandemie, Lieferengpässen und steigenden Produktions- sowie Rohstoffkosten. Mit 8,9 Mrd. Euro Umsatz und mit rund 17.000 Beschäftigten wuchs die Branche 2021 um mehr als 25% gegenüber 2020. Neben den bisherigen Treibern wie Beteiligung an der Energiewende und dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, steigen deutlich die Elektromobilität, die steigenden Energiepreise und der Wunsch nach Unabhängigkeit sowie Steigerung der Versorgungssicherheit als Treiber der Märkte ein. weiterlesen…

Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um 18-faches verbessert

Natur-inspirierte Konzepte zur Umwandlung von CO2

Forscher der Universität Cambridge haben ein effizientes Konzept zur Umwandlung von Kohlendioxid in saubere, nachhaltige Kraftstoffe entwickelt, ohne dass dabei unerwünschte Nebenprodukte oder Abfälle entstehen. Die Wissenschaftler hatten bereits gezeigt, dass biologische Katalysatoren oder Enzyme Kraftstoffe auf saubere Weise aus erneuerbaren Energiequellen herstellen können, allerdings mit geringer Effizienz. Ihre jüngsten Forschungsarbeiten haben die Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um das 18-fache verbessert und gezeigt, dass umweltschädliche Kohlenstoffemissionen effizient und ohne Energieverschwendung in grüne Kraftstoffe umgewandelt werden können. Die Ergebnisse werden in zwei verwandten Artikeln in Nature Chemistry und Proceedings of the National Academy of Sciences. veröffentlicht. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – m. frdl. Genehmigung © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Auf dem Weg zum klimaneutralen Straßenverkehr

Vergleich von Batterie-, Brennstoffzellen- und mit synthetischen Kraftstoffen betriebenen Autos

Würden 60 Prozent der konventionellen Benzin- und Diesel-betriebenen Personenwagen in der Schweiz bis 2050 auf „strombasierte“ Fahrzeuge umgestellt, also Batteriefahrzeuge, wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge und mit synthetischen Treibstoffen fahrende Fahrzeuge, könnten deren Treibhausgas-Emissionen (THG) von heute rund sechs Mio. t um jährlich zwei bis 4.5 Mio. t reduziert werden. Dabei sind die Rahmenbedingungen entscheidend, schreibt Christian Bach am 07.04.2022 auf der Internetseite der schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). weiterlesen…

Drei Terrawattstunden Energieeinsparung

Initiative ENPRO legt Ergebnisse vor

Durch den Übergang zu kontinuierlichen Prozessen, Modularisierung und Digitalisierung könnten in der deutschen Spezialchemie bis zu drei Terrawattstunden (3 TWh) Energie jährlich eingespart werden. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Initiative ENPRO und Schätzungen von Mitgliedsunternehmen hervor. Demnach wären bei deutschlandweiter Umsetzung der Technologien, die in den einzelnen Projekten entwickelt wurden, Einsparungen von 1,3 TWh Strom und 1,7 TWh Wärme pro Jahr erreichbar. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von fast 170.000 Haushalten und damit einer mittleren Großstadt. weiterlesen…

Neue Technologien helfen kaum bei Verbesserung der Ressourceneffizienz

Hohe Erwartungen, unklarer Nutzen: Industrie 4.0 und der Wandel zu nachhaltigem Wirtschaften

Die Digitalisierung kann dabei helfen, die Umweltwirkung von Unternehmen zu verbessern. Ein Selbstläufer ist das allerdings nicht, so das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) am 08.04.2022. Unternehmensvertreter erwarten, dass die Digitalisierung zu einer besseren Umweltbilanz ihres Unternehmens beiträgt. Ihre konkreten Erfahrungen zeichnen jedoch ein weniger positives Bild: Bislang helfen die neuen Technologien kaum bei der Verbesserung der Ressourceneffizienz. Um das Potenzial der Industrie 4.0 zu nutzen, braucht es laut den IASS-Forschenden auch politische Unterstützung. weiterlesen…

Was der Ukraine-Krieg für Energie, Klima und Lebensmittel bedeutet

Der Überfall Russlands hat kurzfristig einen Preisanstieg verursacht, könnte aber langfristig zu einer nachhaltigen Entwicklung führen

Am 22.02.2022 zog Deutschland endgültig die ausstehende endgültige Zertifizierung für die neue Gaspipeline aus Russland zurück: Bundeskanzler Scholz hat entschieden, das Zertifizierungsverfahren zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu stoppen. Damit wurde die Inbetriebnahme vorerst unterbunden. Am 01.03.2022 wurde verlautbart, dass die Nord Stream 2 AG infolge der Sanktionen gegen Russland Insolvenz anmelden müsse. Deutschland will nun Gas unter anderem aus Katar und den Vereinigten Staaten importieren. weiterlesen…

Leseempfehlung: So wird die globale Energiekrise enden

Düstere Aussichten

Da Preissteigerungen programmiert sind und einige Länder Benzin rationieren müssen, werden die Dinge noch viel schlimmer, bevor sie besser werden, schreibt auf WIRED. In den USA sei das Tanken im vergangenen Jahr um 46 Prozent teurer geworden – obwohl die Menschen außerhalb des Landes nur davon träumen könnten, nur 4,25 Dollar für eine Gallone Benzin (= 1,03 €/l) zu zahlen. weiterlesen…