Ungeregelter Betrieb alter Windenergieanlagen tötet viele Fledermäuse

Wirksamer Schutz wäre einfach umzusetzen

Fledermäuse lassen sich vor der Bedrohung durch Windenergieanlagen (WEA) wirksam schützen, wenn die Anlagen bei hoher Fledermausaktivität zeitweise abgestellt werden. Über eine derartige Betriebssteuerung lässt sich ein Fledermaus-freundlicher Betrieb der Anlagen erreichen. Dennoch laufen rund zwei Drittel der WEA in Deutschland ohne diese Regulierung, da darauf abgestimmte Leitlinien erst nach deren Inbetriebnahme verabschiedet wurden. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ermittelte exemplarisch, dass an derartigen alten WEA in zwei Monaten mehrere Hundert Tiere zu Tode kommen können – an Anlagen mit Betriebssteuerung, die vergleichend untersucht wurden, starb im selben Zeitraum keine einzige Fledermaus. In einem Aufsatz in Naturschutz und Landschaftsplanung schließt das Autorenteam am , dass der Betrieb alter WEA dringend dem aktuellen Regelwerk angepasst werden muss, um bedrohte Fledermäuse wirksam zu schützen und drohenden Bestandsrückgängen entgegen zu wirken. (Foto: Fledermaus – © Eduardo Ruiz auf Pixabay) weiterlesen…

Großspeicher auf dem Vormarsch

Bis zu 600 MWh in einem Speicher

Deutschland braucht Speicher für die Energiewende, nicht nur Knopfzellen oder kleine Photovoltaik-Heimbatterien, sondern auch Großspeicher. Für die ist der Markt aktuell noch schwierig, der Zubau geht eher langsam vonstatten. Doch dies könnte sich kurzfristig ändern, wie aktuelle Meldungen von Wirsol Roof Solutions und Eco Stor andeuten. Wirsol Roof Solutions will in Thüringen einen Batteriespeicher mit 13,41 Megawattstunden Kapazität realisieren. Eco Stor will im nächsten Jahr mit einem Großprojekt beginnen: 600 MWh sollen in Sachsen-Anhalt aufgebaut werden, berichtet Sandra Enkhardt am 04.08.2023 im Portal . weiterlesen…

Mit einem Zehntel der Kosten zur Energiewende

Zink-Batterie hat doppelten Wirkungsgrad und produziert Wasserstoff

Auch im Winter mit Solarstrom heizen – mit der Energiewende soll eine klimaverträgliche Zukunft gesichert werden. Solang jedoch effiziente Speichertechnologien fehlen, bleibt die Abkehr von fossilen Energieträgern eine Herausforderung. Ein deutsches Forschungskonsortium unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM setzt genau hier an und entwickelt eine neuartige und kostengünstige Zink-Batterie, die nicht nur als Langzeitspeicher von Energie, sondern auch zur Wasserstoffproduktion genutzt werden kann. Erste am 25.07.2023 publizierte Tests weisen einen Wirkungsgrad von 50% zur Stromspeicherung und 80% zur Wasserstofferzeugung bei einer prognostizierten Lebensdauer von zehn Jahren aus. In einer Kombination aus Grundlagenforschung und Entwicklung eines Demonstrators werden im Projekt Zn-H2 die Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende gestellt. weiterlesen…

Ölindustrie hört auf gefährlichen neuen Klimaleugner

Soziale Kosten von 8,5 Billionen US-Dollar pro Jahr

„Wenn wir in diesem Sommer noch nicht vor den Gefahren des Klimawandels gewarnt wurden, werden wir es nie“, schreibt Adi Imsirovic von der Universität Surrey am 31.07.2023 im Creative Commons-Portal The Conversation. „Extreme Hitze, Waldbrände und Überschwemmungen waren überall in den Nachrichten zu sehen. Doch die Öl- und Gasindustrie leugnet die Zuammenhänge nach wie vor weitgehend.“ weiterlesen…

Simulationsmodell gegen Klimakollaps

Lebensqualität in der Stadt verbessern

Der Klimawandel stellt durch immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse auch Stadtplanerinnen und Stadtplaner vor Herausforderungen. Langanhaltende Hitzeperioden, Unwetter und Starkregen sind auch für Städte eine Belastung. Das Stadtklimamodell PALM-4U ermöglicht es Mitarbeitenden von Kommunen sowie StadtplanerInnen, die Auswirkungen geplanter baulicher Maßnahmen auf das urbane Klima zu simulieren. Damit lassen sich die Folgen extremer Wetterlagen im Vorhinein besser einschätzen, die Lebensqualität in der Stadt verbessern und die Gesundheit älterer oder kranker Menschen schützen. Forschende des Fraunhofer IBP haben hierfür die Bedienoberfläche gestaltet.(Grafik: Stadtklimamodell PALM-4U – © ibp.fraunhofer.de) weiterlesen…

Earth Overshoot Day am 2. August

Trend flacht ab, ist aber noch weit davon entfernt, sich umzukehren

Der 2. August markiert den diesjährigen Earth Overshoot Day, wie aus den neuesten National Footprint and Biocapacity Accounts hervorgeht. Sie verfolgen nun die Leistungen der Länder bis zum Jahr 2022, was die Verzögerung der Berichterstattung um drei Jahre verringert. Die offensichtliche Verzögerung des Earth Overshoot Day um fünf Tage im Vergleich zum vergangenen Jahr ist jedoch nicht nur eine gute Nachricht, da die tatsächlichen Fortschritte weniger als einen Tag ausmachen. Die verbleibenden vier Tage sind der Integration verbesserter Datensätze in die Neuauflage der Konten geschuldet. Die neueste Ausgabe der National Footprint and Biocapacity Accounts berichtet über die Trends in der Welt und in über 180 Ländern bis zum Jahr 2022. (Earth Overshoot Day – Tabelle © National Footprint and Biocapacity Accounts 2023 Edition data.footprintnetwork.org) weiterlesen…

Henkel wird Partner der Circular Valley-Initiative

Partnerschaft zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

Ziel: Unterstützung der Rhein-Ruhr-Region als zentraler Standort für die Kreislaufwirtschaft und Vernetzung und Wissensaustausch mit jungen Unternehmen und ForscherInnen. Der Waschmittel- und Klebstoffkonzern Henkel ist am 01.08.2023 eine Partnerschaft mit der Circular Valley Stiftung eingegangen, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Ziel des Accelerator-Programms von Circular Valley ist, die Rhein-Ruhr-Region als attraktiven Standort für junge Unternehmen und ForscherInnen im Bereich der Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln. Der strategische Schulterschluss mit Circular Valley bietet Henkel die Möglichkeit, mit Start-ups und WissenschaftlerInnen aus aller Welt in Kontakt zu treten und das eigene lokale Netzwerk in der Rhein-Ruhr-Region weiter auszubauen. weiterlesen…

Energiespeicherung mit alten Materialien

MIT-Ingenieure entwickeln Super-Stromspeicher

Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering (Harvard) haben einen „Superkondensator“ entwickelt, lediglich aus Zement, Ruß und Wasser; die Batterie könnte eine kostengünstige und skalierbare Energiespeicherung für Erneuerbare Energiequellen bieten, schreibt David L. Chandler am 31.07.2023 in den MIT News – Grundlage für kostengünstige Systeme, die intermittierend Erneuerbare Energie, wie Sonnen- oder Windenergie, speichern könnten. Da der neue „Superkondensator“-Beton laut einer am 31.07.2023 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) open access veröffentlichten Untersuchung seine Festigkeit beibehält, könnte ein Haus mit einem Fundament aus diesem Material Erneuerbare Energie eines ganzen Tages speichern. weiterlesen…

UBA: Chancen und Grenzen des Recyclings im Kontext der Circular Economy

Rahmenbedingungen, Anforderungen und Handlungsempfehlungen: Ressourcenkommission veröffentlicht Strategiepapier

Kreislaufwirtschaft ist – neben ökologischen und klimapolitischen Zielen – auch wichtig für die Stärkung der Versorgungssicherheit und anderen wirtschaftspolitischen und sozio-ökonomischen Zielen. Recycling ist dabei eine der Stellschrauben, zusammen mit weiteren Ansätzen und Strategien wie Langlebigkeit, Nutzungsintensität und Sharing Economy. Das am 26.07.2023 erschienene Strategiepapier „Chancen und Grenzen des Recyclings im Kontext der Circular Economy – Rahmenbedingungen, Anforderungen und Handlungsempfehlungen“ der Ressourcenkommission am Umweltbundesamt (KRU) fasst den aktuellen Wissensstand zum Recycling zusammen. (Titel: Recycling Circular Economy – © Umweltbundesamt) weiterlesen…

Gral der Physik gefunden?

Umstrittene Supraleiter-„Sensation“

Physics World nannte den angeblich gefundenen, bei Raumtemperatur funktionierenden Supraleiter den „heiligsten aller heiligen Grale der Physik“: Das koreanische Forscherteam Sukbae Lee und Ji-Hoon Kim vom Korea Institute of Science and Technology (KIST) hatte auf dem Preprint-Server arXiv der Cornell University am 22.07.2023 unter dem Titel „The First Room-Temperature Ambient-Pressure Superconductor“ ein Ergebnis publiziert, das allerdings noch nicht von einem Experten begutachtet worden war. Viele Physiker blieben reserviert – angesichts der jüngsten Rückzüge und Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens auf diesem Gebiet. weiterlesen…