Kleiner und viel stärker: Neue Stadtwerke-Windräder

Drei neue Anlagen entstehen bei Großbeeren südlich Berlins

Auf einem Feld bei Großbeeren, etwa 25 Kilometer südlich des Berliner Alexanderplatzes, errichten die Berliner Stadtwerke einer Medienmitteilung vom 13.01.22 zufolge einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 Megawatt. Die auf Grundstücken u. a. der Berliner Stadtgüter bis Februar 2022 wachsenden drei Türme des deutschen Herstellers Nordex haben es in sich: Sie messen bis zur Flügelspitze 180 Meter, wobei die an der Turmspitze in 105 Metern angebrachten Rotorblätter einen Durchmesser von 149 Metern bestreichen. Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser. weiterlesen…

Lesehinweis: Energiewende nutzt der alten Stahl-Welt

SZ: Windgeneratoren brauchen schwere Pfähle und Wälzlager – die Welten treffen einander
von Benedikt Müller-Arnold

Schwerindustrie und Klimaschutz passten bisher schlecht zusammen. Denn Stahlwerke, Gießereien oder Chemiefabriken emittieren viel Treibhausgas. Thyssenkrupps Duisburger Stahlwerk stößt allein 2 Prozent der gesamten deutschen Emissionen aus. Zwar haben auch die Thyssener Ziele und Pläne, wie sie bald klimaneutral werden wollen: mit Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien. Aber noch warnt die Industrie vor Carbon Leakage: zu ehrgeizige Klimaziele könnten dazu führen, dass die Produktion – samt Emissionen – in Erdteile mit laxeren Regeln „auswandert“. Dazu kommt die Sorge, Strom könnte in der Übergangszeit sehr teuer werden, bis endlich genügend Erneuerbare Energien samt Speicher im Netz sind. „Dabei droht fast unterzugehen“, so SZ-Autor Benedikt Müller-Arnold am 30.12.2021, „dass die alte Stahl-Welt durchaus auch von der Energiewende profitiert: wenn Hersteller beispielsweise riesige Fundamente für Windräder auf dem Meer liefern. Oder eben Wälzlager für immer größere Windräder“. weiterlesen…

Absaugen von Turbulenzen steigert Wind-Effizienz

Wichtiger theoretischer Teilschritt für die Energiewende

Überall dort, wo Oberflächen umströmt werden, geht Energie verloren. Dieser Energieverlust steigt enorm an, sobald die Umströmung turbulent wird. In der Strömungsmechanik wird daran geforscht, den Übergang von einer gleichmäßigen in eine turbulente Strömung so weit wie möglich hinauszuzögern. Dies lässt sich zum Beispiel durch ein wortwörtliches Absaugen der Strömung an Oberflächen wie Tragflächen oder Windrädern erreichen. Die mathematische Darstellung dieser Vorgänge ist nun an der TU Darmstadt erstmals gelungen. Die Ergebnisse wurden am 26.05.2021 in Physics of Fluids des American Institute of Physics (AIP) veröffentlicht, als Featured Article ausgezeichnet und stellen einen wichtigen theoretischen Beitrag für die Energiewende dar. weiterlesen…

Störwirkung von Windrädern auf Flugverkehr häufig überschätzt

Mehr Genehmigungen von Windenergieanlagen durch exaktere Berechnungsmethode

Der BDEW begrüßte am 15.04.2021 die Verbesserung der Genehmigungssituation für Windenergieanlagen in der Nähe von Drehfunkfeuern. Aufgrund einer ungenauen Berechnungsmethode sind in der Vergangenheit die Störwirkungen von Windenergieanlagen auf den Flugverkehr häufig überschätzt und in der Folge zahlreiche Anlagen nicht genehmigt worden. Der BDEW hatte sich vor dem Hintergrund dieser Problematik schon lange für die Umsetzung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen eingesetzt. weiterlesen…

Supraleiter-Kühlung in neuartigem Windkraft-Generator

Hightech für Windkraft: Internationales Forschungsprojekt

Wegen des schnell voranschreitenden Klimawandels reagiert die EU seit einigen Jahren mit entsprechenden Maßnahmen – wie etwa dem 2014 aufgelegten Programm „Horizon 2020“ zur Förderung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien – so Nicole Weinhold in Erneuerbare Energien. Eines davon ist „EcoSwing“: Insgesamt neun Partner aus fünf Ländern hatten sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2019 einen auf Supraleitern basierenden Generator für Windkraftanlagen zu konstruieren, der leichter und kosteneffizienter als vergleichbare Modelle mit Permanentmagneten sein sollte. weiterlesen…

Windenergie liefert fast drei Viertel des erwarteten Stroms

Alterung und Windschatten-Effekte schmälern tatsächlichen Ertrag – 20 Prozent Differenz bleiben ungeklärt

Die Energiewende in Deutschland hat gerade einen neuen Rekord erreicht. Fast 40 Prozent des erzeugten Stroms kamen 2018 aus erneuerbaren Quellen, allein 17 Prozent aus Windkraft. Damit trägt die Windenergie etwa in dem Maße zum Strommix bei, wie unter den Windbedingungen in Deutschland zu erwarten ist. Das haben einer Medienmitteilung vom 06.02.2019 zufolge Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie festgestellt, indem sie die mögliche mit der tatsächlich gewonnenen Energie der Windturbinen verglichen. weiterlesen…

Flaute bei Windkraftfinanzierungen dämpft Förderkreditnachfrage

Bericht über Geschäftsjahr 2018 der Rentenbank

Die Landwirtschaftliche Rentenbank (Frankfurt) verzeichnete – einer Medienmitteilung zufolge – im Geschäftsjahr 2018 – ausgehend von dem hohen Vorjahresniveau – eine rückläufige Nachfrage nach ihren Programmkrediten. Ursache dafür war ein starker Rückgang bei Windenergiefinanzierungen, ausgelöst durch eine EEG-Änderung. Dieser Rückgang konnte durch Zuwächse in den Fördersparten „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ und „Ländliche Entwicklung“ nur teilweise kompensiert werden. weiterlesen…

Windmühlen-Check ab 20 Jahren

TÜV SÜD: BPW Grundlage für sicheren Weiterbetrieb

In den nächsten Jahren erreichen viele Windenergieanlagen (WEA) in Deutschland das Ende ihrer Entwurfslebensdauer. Neben dem Rückbau kann auch der Weiterbetrieb eine Option sein. Dazu ist eine Bewertung und Prüfung über den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen (BPW) erforderlich. Betreiber erhalten – so eine TÜV-Medienmitteilung – mit einem Gutachten vom TÜV SÜD eine verlässliche Aussage darüber, ob und unter welchen Voraussetzungen ihre Anlagen sicher weiter betrieben werden können. weiterlesen…