„Energie- und Rohstoffwende sowie notwendige gesellschaftliche Transformation realisieren“

Zweitägige Konferenz zur Kreislaufwirtschaft

Am 23. und 24.11.2023 findet erstmals die „Clausthal Conference on Circular Economy (CCCE)“ statt. Anmeldung und Einreichung von Postern sind bis zum 26. Oktober online möglich. Tagungsort ist die Aula Academica der Technischen Universität Clausthal. Die TU Clausthal seltzt sich zum Ziel, eine interdisziplinäre Plattform zu gestalten und Akteure unterschiedlicher Wissenschafts- und Forschungsdisziplinen unter dem Dach der CCCE in einem ganzheitlichen Diskurs zum nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen zu vereinen. weiterlesen…

Dezentrale Herstellung von Grünem Wasserstoff mit sehr hohem Wirkungsgrad

Forschungsteam der Universität Tübingen entwickelt neuartige Solarzelle

Weltweit arbeiten Forschende an effizienteren Methoden zur Wasserstoffproduktion. Wasserstoff könnte entscheidend dazu beitragen, den Verbrauch fossiler Rohstoffe zu reduzieren, vor allem, wenn er mit Erneuerbaren Energien hergestellt wird. Bereits existierende Technologien zur Herstellung von klimaneutralem Wasserstoff sind für eine breitere Anwendung noch zu ineffizient oder zu teuer. Ein Forschungsteam der Universität Tübingen präsentierte am 04.10.2023 die Entwicklung einer neuartigen Solarzelle mit bemerkenswert hohem Wirkungsgrad. Sie ermöglicht eine dezentrale Herstellung von grünem Wasserstoff und hat das Potenzial für Anwendungen im industriellen Maßstab. Die Ergebnisse wurden kürzlich open access in Cell Reports Physical Science veröffentlicht. (Grafik: Photoelektrische Schlenk-Zelle – © Matthiaas M. May) weiterlesen…

Elektronik- und IKT-Fußabdruck definieren

Praxisleitfaden erleichtert Bilanzierung von Treibhausgasen in der Elektronikfertigung

Viele Unternehmen verfolgen ambitionierte Klimaziele. Gerade Firmen der Elektronik- und IKT-Branche stellen jedoch fest, dass Treibhausgas-Emissionen weniger in der eigenen Fertigung, sondern vor allem in den Vorketten bei zahlreichen Lieferanten entstehen. Um den CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren und eines Tages wirklich klimaneutral zu werden, muss deshalb die gesamte Wertschöpfung in den Blick genommen werden. Der erste Schritt dafür ist die Bewertung der Lieferketten. Ein Praxisleitfaden, der im (vom Fraunhofer IZM geleiteten) Projekt scope3transparent verfasst wurde, liefert hierfür laut einer IZM-Medienmitteilung vom eine wertvolle Anleitung und hilft, sich im Dschungel der Standards für Klimabilanzen zurecht zu finden. Zielgruppe sind insbesondere Baugruppenhersteller:innen, aber auch LeiterplattenfertigerInnen, sowie die IT-Beschaffung. weiterlesen…

CO2 mit Strom binden

Mikroben-Enzym inspiriert Elektrochemie

Von Menschen freigesetzte Treibhausgase treiben die Erderwärmung. CO2 etwa sammelt sich in der Atmosphäre und ist schwer umzuwandeln, da es sehr stabil ist. Einige Mikroben können das CO2 aber mithilfe hocheffizienter Enzyme einfangen und verändern. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen haben zusammen mit den Universitäten Genf und Radboud eines dieser Enzyme isoliert. Elektronisch aufgespannt auf eine Elektrode vollzog es die äußerst effiziente Umwandlung von CO2 in Ameisensäure. Die Entdeckung ist wichtig für die Entwicklung neuer Systeme zur CO2-Bindung, da sie hocheffizient und kaum umkehrbar ist. Die Studie erscheint jetzt open access in Angewandte Chemie. weiterlesen…

Innovative Methode zur Erkennung schädlicher Inhaltsstoffe in Batterien

Langer Weg zu innovativer Methode

Batterien sind praktisch allgegenwärtig und werden als Starterbatterien, in Industrieanlagen, aber auch in Alltagsgegenständen wie Spielzeug, Uhren, Radios, Laptops, Handys, Taschenlampen, Hörgeräte usw. verwendet. Trotz relativ strenger Grenzwerte können alte Batterietypen schädliche Inhaltsstoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten. Das schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat deshalb eine Kontrollkampagne gestartet. Mit einer eigens dafür entwickelten Methode zur Analyse von Schwermetallen hat die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) die Grundlagen dafür gelegt und am 29.09.2023 publiziert. weiterlesen…

Wie können wir nachhaltig bauen?

Klimaschutzstiftung startet Forschungsprogramm

Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden sind arbeits- und ressourcenintensiv, und gehören damit zu den Haupttreibern des Klimawandels. Global betrachtet ist der Bau- und Gebäudesektor für rund 40 Prozent des menschenverursachten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Dazu kommen die Abfälle, wie etwa Bauschutt, die rund 80 Prozent des Gesamtaufkommens von Abfällen in Baden-Württemberg ausmachen. Zahlen, die klar machen: Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft muss sich in diesem Bereich viel ändern. Mit ihrem neuen Programm Zirkuläres Bauen: Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft treibt die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft voran. weiterlesen…

Neues zum Bieraroma

Über 20 Jahre alte Annahme widerlegt

Die Inhaltsstoffe des Hopfens machen Bier nicht nur haltbar und bitter, sondern können auch dessen Aroma wesentlich beeinflussen. Ein wichtiger Schlüsselgeruchsstoff im Hopfen ist das Linalool, das einen blumigen und zitrusartigen Duft besitzt. Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie LSB an der Technischen Universität München hat nun ein Freisinger Forschungsteam eine rund 20 Jahre alte Annahme über diesen Geruchsstoff widerlegt. Die Untersuchung trägt laut einer Medienmitteilung vom 28.09.2023 dazu bei, Veränderungen des Bierbouquets während des Brauprozesses und der Bieralterung besser zu verstehen. weiterlesen…

Bonner Erklärung sendet starkes politisches Signal

Rahmenwerk für eine Welt ohne Schäden durch Chemikalien und Abfälle verabschiedet

Unter dem Vorsitz Deutschlands haben in Bonn Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen aus der ganzen Welt, aus der Zivilgesellschaft, Zwischenstaatlichen Organisationen, der Wirtschaft und von UN-Organisationen ein neues Globales Rahmenwerk für Chemikalien beschlossen. Wie das BMVU am 30.9.2023 mitteilte, bekennen sich die Staatengemeinschaft und alle anderen Akteure dazu, den Umgang mit Chemikalien weltweit sicherer zu machen, möglichst aus der Verwendung der gefährlichsten Chemikalien auszusteigen beziehungsweise für einen sicheren Umgang mit solchen Chemikalien zu sorgen, deren Verwendung derzeit ohne Alternative ist. weiterlesen…

Wintersport in Zeiten von Klimawandel und Schneemangel

Wintersportorte sollen sich frühzeitig umorientieren

Über die Zukunft des Wintersports in Zeiten von Klimawandel und Schneemangel wurde am 27.09.2023 im Sportausschuss des Bundestags diskutiert- so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Bei der öffentlichen Anhörung prognostizierte Carmen de Jong von der Universität Straßburg, einen rasanten Abbau der Skigebiete in den Alpen. Wintersportregionen in Europa litten nicht nur unter Schnee-, sondern zunehmend auch unter Wassermangel und Wasserkonflikten, sagte sie. Für viele Wintersportorte sei es besser, sich frühzeitig umzuorientieren, „als mit dem Rücken an der Wand in die Pleite zu gehen“. Dem hielt Hansueli Rhyner vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos entgegen, dass die technische Beschneiung, „wenn auch nicht überall“, aber doch an vielen Orten den Wintersport retten könne. Sowohl bei dem für die Beschneiungsanlagen genutzten Strom als auch beim benötigten Wasser gebe es große Einsparpotenziale. weiterlesen…

Bundestag beschließt Gesetz für mehr Energieeffizienz

Energieeffizienz bekommt einen klaren gesetzlichen Rahmen

 Das am 21.09.2023 vom Deutschen Bundestag beschlossene Energieeffizienzgesetz (EnEfG) legt klare Energieeffizienzziele fest. Das Gesetz beinhaltet zudem konkrete Effizienzmaßnahmen für die öffentliche Hand, für Unternehmen und es definiert erstmals Effizienzstandards für Rechenzentren. Die Ziele für 2030 entsprechen dabei den Vorgaben der Novelle der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) für Deutschland.µBundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck: „Wir schaffen mit dem Energieeffizienzgesetz erstmals einen klaren gesetzlichen Rahmen für mehr Energieeffizienz. Der vergangene Winter hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir nicht nur auf die Angebotsseite schauen dürfen, sondern auch die Nachfrageseite im Blick haben müssen. Jede Einheit Energie soll künftig so effizient wie möglich eingesetzt werden. Das macht wirtschaftliche Sinn, stärkt unsere Vorsorge und ist zugleich gut für den Klimaschutz.“ weiterlesen…