Nordsee-CCS startet

Zweitnutzung für alte Ölplattform

Carbon Capture and Storage (siehe: solarify.eu/2012/05/24/ccs-ccu) war einmal ein Un-Wort für Klimaschützer.  Jetzt sieht es sogar der grüne Klimamimister als seriöse Option, um CO2 loszuwerden. Und da bietet sich Dänemark an. Seit gestern (08.03.2023) speichert unser nördlicher Nachbar laut zahlreicher Medienberichte CO2 unter der Nordsee. Unternehmen und Politik sehen in der CCS-Technologie ein unerlässliches Instrument zur Bewältigung des Klimawandels. Bis 2030 sollen in einem alten Ölfeld in der dänischen Nordsee bis zu 13 Millionen Tonnen CO2 eingelagert werden, 8 Millionen Tonnen davon im Projekt Greensand – für das Klima. Der dänische Kronprinz Frederik gab den Startschuss. Umweltschützer sind nach wie vor skeptisch und warnen, die Technologie sei nicht sicher. weiterlesen…

Absolut nachhaltige Kreisläufe für Plastik möglich

Eindeutige Antwort: Ja

Eine unter Leitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erstellte und am 06.03.2023 publizierte Untersuchung hat nachgewiesen, dass vollständig nachhaltige Kreisläufe von Kunststoffen möglich sind – Kunststoffkreisläufe, die keinen Raubbau am Planeten Erde betreiben. Dazu braucht es drei Pfeiler: mehr und effizienteres Recycling sowie für die Produktion Biomasse und CO2 aus der Luft. weiterlesen…

Circularity Gap Report 2023

Immer weniger Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaftslücke vergrößert sich zunehmend: Während die globale Kreislaufwirtschaft 2020 noch bei 8,6% lag, ist sie nun (2023) auf 7,2 % im Jahr gesunken. Die Weltwirtschaft ist immer mehr auf neue Materialien angewiesen. Der Circularity Gap Report 2023 zeigt die globalen Materialströme auf und identifiziert dabei wichtige zirkuläre Lösungen, die das Überschreiten mehrerer planetarischer Grenzen umkehren könnten. Zudem veranschaulicht der Bericht, welche Kreislauflösungen für verschiedene Länderprofile am besten geeignet sind, um ihre Ziele zu erreichen, basierend auf deren wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Unterschieden. Eine entscheidende Rolle für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft ist außerdem eine zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und dem privatem Sektor. (Bild: Circularity GAP Report 2023 – Titel © circularity-gap.world) weiterlesen…

Große Potenziale von Photovoltaik und Wärmepumpen in Stadtquartieren

Fraunhofer-Studie „Vor-Ort-Systeme als flexibler Baustein im Energiesystem“

Anhand eines realen Wohnquartiers in Bochum/Weitmar haben Forschende des Exzellenzclusters Integrierte Energiesysteme CINES unter Leitung des Fraunhofer IOSB-AST anhand dreier Szenariengruppen untersucht (und am in einer Schrift des Fraunhofer CINES publiziert), inwieweit Flexibilitätspotenziale in Verbindung mit Photovoltaik in Stadtquartieren optimal zur lokalen, sektorenübergreifenden Energieversorgung beitragen und gleichzeitig die Akzeptanz steigern können. Hierbei können EE-Eigenverbrauchsquoten von fast 80 Prozent sowie eine Reduktion energiebedingter CO2-Emissionen von mehr als 50 Prozent erreicht werden. (Foto: Wohnquartier in Bochum-Weitmar – © Fraunhofer IOSB-AST) weiterlesen…

Grünes Gold

Torrefizierte Biomasse ersetzt Kohle und Öl

Im Februar nahm das estnische Start-up New Standard Oil erfolgreich den ersten großtechnischen Prototyp zur Trocknung und Torrefizierung von biogenen Reststoffen in Betrieb. Die Anlage arbeitet mit Heißdampf bei Atmosphärendruck und damit äußerst energieeffizient. Bei dem Prozess, der am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart entwickelt wurde, entstehen wertvolle Ausgangsstoffe für Chemie- und Energiewirtschaft: Grundchemikalien, Biokohle und Wasser. (Foto: Erster großtechnischer Prototyp Uniformer® zur Torrefizierung von Biomasse mit überhitztem Wasserdampf – © IGB, New Standard Oil) weiterlesen…

Unternehmen sollen künftig für Entsorgung von Einwegkunststoff zahlen

Bundesumweltministerium legt Vorschlag für Abgaben auf Produkte aus Einwegplastik vor

Das BMUV hat am 07.03.2023 den Entwurf für eine Einwegkunststofffondsverordnung in die Länder- und Verbändeanhörung gegeben. Vergangene Woche hatte der Bundestag beschlossen, dass Hersteller von Produkten aus Einwegplastik sich künftig an den Kosten der Abfallbeseitigung in Parks und Straßen beteiligen müssen. Dafür zahlen die Hersteller künftig eine jährliche Abgabe in einen Fonds ein, der vom Umweltbundesamt verwaltet wird. Aus dem Fonds können Kommunen Gelder erhalten, die ihre Kosten für Abfallbewirtschaftung und Sensibilisierungsmaßnahmen decken. weiterlesen…

Erster einmotoriger Hubschrauber mit Bio-Kerosin

Dank der Zusammenarbeit mit Neste fliegt die Bell 505 mit 100 % nachhaltigem Flugkraftstoff

Bell Textron hat den ersten Flug absolviert, der ausschließlich mit 100 % nachhaltigem Flugbenzin (SAF) durchgeführt wurde. Die Bell 505 ist der erste einmotorige Hubschrauber, der mit 100 % SAF fliegt. Dieser Meilenstein-Flug wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Bell Flight Safran Helicopter Engines, GKN Aerospace, Neste und Virent erreicht. (Foto: Bell 505 Jet Ranger X – © Mpcaissy – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Mercedes startet Batterierecycling

Mercedes läutet Kreislaufwirtschaft für Batterien ein

Mercedes hat am 03.03.2023 mit dem Bau einer Recyclinganlage für Batterien am Standort Kuppenheim bei Karlsruhe begonnen. Es sollen mehr als 96 Prozent eines Akkus wiederverwertet werden. Neue Logistikkonzepte, eine automatisierte Demontage von Altbatterien sowie ein skalierbares Recyclingverfahren: Mercedes erhofft sich einiges von seiner neuen Recyclingfabrik. In der Praxis dürften die Rückgewinnungsquoten allerdings deutlich niedriger ausfallen. weiterlesen…

Lehren aus Deutschland

Auktionen zum Kohleausstieg billiger

Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) liefert in einem Artikel in Energy Policy nach eigener Aussage „die erste empirische Analyse einer Ausstiegsauktion“. Darin kommen die Autoren vom Berliner MCC zu folgenden Schlüssen: Die Vergütung von 68 ± 5 EUR/kW ist im Vergleich zu politischen Alternativen niedrig. Der zusätzliche Kohlenstoffpreis beträgt nur 2,4 ± 0,2 EUR/tCO2. Die Emissionen werden sinken, obwohl die Kohlenstoffintensität der Kohleflotte zunimmt. Die Auktion trug den teilweise widersprüchlichen politischen Zielen erfolgreich Rechnung. Aber: Die Forschenden sagen jedoch auch: Weil nach den Auktionen vor allem Kraftwerke einer älteren Generation mit höherer CO2-Emmission am Netz waren und während der Energiekrise die Erhöhung der Kohleverstromung notwendig war, könnte das besonders schlecht fürs Klima gewesen sein. weiterlesen…

Verbändebrief fordert Energieeffizienzgesetz ein

Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverbände verlangen, das im Oktober versprochene ambitionierte Gesetz jetzt zu verabschieden

In einem gemeinsam formulierten Offenen Brief haben 15 Umwelt- und Klimaschutzverbände am 16.02.2023 Bundeskanzler Scholz aufgefordert, „endlich“ die in seinem „Machtwort“ am 17.10.2022 (Stern: „Kaulquappe für die Grünen, Ochenfrosch für die FDP“) formulierte Zusage einzulösen, es werde umgehend ein Energieeffizienzgesetz verabschiedet. Die klimafreundlichste Kilowattstunde sei diejenige, die gar nicht erst erzeugt werden müsse. Schon durch den flächendeckenden Einsatz von LED-Leuchten könnten jährlich 40 Terawattstunden (TWh) Strom eingespart werden. Dagegen spare der Streckbetrieb der Atomkraftwerke lediglich etwa fünf TWh, die beiden großen Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Revier erzeugten bis 2030 im Schnitt gemeinsam noch etwa 25 TWh Strom pro Jahr. Auch in anderen Bereichen gebe es noch gewaltige Möglichkeiten, Energie einzusparen. weiterlesen…