Dieses Jahr 2,7 Prozent weniger Stromverbrauch

Witterung und Preisanstieg

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2022 voraussichtlich um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Zu dieser Einschätzung kommt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) auf Grundlage der aktuellen Daten zum Energieverbrauch der ersten neun Monate des laufenden Jahres. Die AG Energiebilanzen rechnet für 2022 mit einem Gesamtverbrauch von 12.040 Petajoule (PJ) oder 410,9 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). weiterlesen…

COP27: Klimarettung nur mit Ressourcenwende

UN-Wissenschaftler machen auf Bedeutung einer nachhaltigen Ressourcennutzung für Lösung der planetaren Dreifachkrise aufmerksam

Ohne Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Erstmalig kamen bei einem von Bundesumweltministerium und Weltressourcenrat (International Resource Panel, IRP) organisierten COP27-Side-Event Wissenschaftler von Weltklimarat (IPCC), Weltbiodiversitätsrat (IPBES) und Weltressourcenrat (IRP) zusammen, um über Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft zu sprechen. Die Veranstaltung fand laut einer BMUV-Medienmitteilung vom 17.11.2022 am „Tag der Lösungen“ im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP27) im ägyptischen Sharm El-Sheikh statt. (Foto: COP27 Plenum – © UNFCCC 6 Nov 22 Simon Stiel, Kiara Worth 3CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Deutschland braucht ambitionierte Cybersicherheitsstrategie

BSI: Hohe Gefährdung

Die Deutschen sind im Cyberraum so gefährdet wie nie zuvor, zeigt der aktuelle Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Es existieren aber zahlreiche Hürden auf dem Weg zu einem höheren Sicherheitsniveau. Die erste Publikation des acatech-Projekts „Cybersicherheit“ gibt am 17.11.2022 Denkanstöße, um die Sicherheit in Deutschland zu verbessern. weiterlesen…

Lesehinweis: „Wo ein Wille ist, ist was im Weg“

Genehmigung von Windgeneratoren dauert sieben Jahre

Vom Ausbau der Windkraft hängt unter anderem der Erfolg der Energiewende ab. Eine Auswertung der Planungsdaten zeigt: Wenn alles gebaut würde, was beantragt wird, wäre die grüne Energiewirtschaft bald Realität, schreibt Konrad Fischer am 03.11.2022 in der Wirtschaftswoche. An der mangelnden Bereitschaft also liegt es nicht: Seit Jahren schon weisen Experten darauf hin, dass viel zu wenige Solarkraftanlagen und vor allem Windräder gebaut werden, um die großen, grünen Ziele der wechselnden Regierungen zu erreichen. Seit dem Antritt der Ampelkoalition ist dieser Widerspruch, immerhin, Staatsraison. weiterlesen…

Deutschland beschleunigt Klimaschutz durch weltweiten Aufbau grüner Wasserstoffwirtschaft

BMZ und BMWK wollen 550 Millionen Euro investieren

Deutschland plant, weitere 550 Millionen Euro für den Aufbau neuer Wasserstofffonds der KfW bereitzustellen. Das kündigten laut einer Medienmitteilung vom 15.11.2022 Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Stefan Wenzel, im Rahmen der 27. UN-Klimakonferenz im ägyptischen Scharm El-Scheich an. Für eine zielgenaue Förderung sollen zwei spezielle Wasserstoff-Fonds neu geschaffen werden: Der sogenannte Ptx-Entwicklungsfonds wird Wasserstoff-Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern, der Ptx-Wachstumsfonds wiederum soll den globalen Markthochlauf und Infrastruktur für grünen Wasserstoff insgesamt beschleunigen. weiterlesen…

Deutschland nicht „Wasserstoff-ready“

E.ON vermisst zudem Infrastruktur

Deutschland ist nicht ausreichend vorbereitet auf den Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft. So lautet das Ergebnis der H2-Bilanz, einer Analyse von E.ON, die auf Daten des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) basiert. Mit Blick auf das Jahr 2030 stellt sich heraus, dass weder die inländische Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff ausreicht, noch der deutsche Importbedarf gedeckt werden kann. Nach jetzigem Stand erreicht die Bundesregierung nur gut die Hälfte ihres Wasserstoff-Ziels für 2030. Außerdem mangelt es an der Infrastruktur, um Wasserstoff zu den Kunden zu bringen. weiterlesen…

Saarbrücker Biotechnologen erforschen Herstellung nachhaltiger Recycling-Kunststoffe

Mikrobielle Syntheserouten

Fast 380 Millionen Tonnen Kunststoffe werden derzeit pro Jahr produziert – mit stark steigender Tendenz und den bekannten negativen Folgen für unseren Planeten. Das EU-Projekt „REPurpose“ will daher neue Wege für die effiziente Nutzung von Ressourcen bei der Kunststoff-Herstellung erforschen. Prof. Christoph Wittmann und sein Team am Institut für Systembiotechnologie der Universität des Saarlandes (iSBio) forschen im EU-Projekt „REPurpose“ daran, mithilfe von Mikroorganismen Bausteine für nachhaltige Kunststoffe aus Abfällen herzustellen. weiterlesen…

Reifen-zu-Reifen-Recycling in zwei Minuten

Devulkanisierung als Gummi-Keislaufwirtschaft

In weniger als zwei Minuten stellt der Reifenrecycler Tyromer, 2009 von der University of Waterloo in Ontario, Kanada, gegründet, aus altem Gummi hochwertige Polymere für neue Reifen her. Chemikalien seien dazu nicht nötig, heißt es in einer Medienmitteilung. Continental will laut einer Tyromer-Medienmitteilung vom 14.11.2022 das neue Material einsetzen – und ergänzt damit seine eigenen Recyclingaktivitäten. weiterlesen…

Carbon2Chem® soll NRW zu klimaneutral werden lassen

5. C2C-Konferenz beleuchtete Technologien zur Realisierung einer Circular Economy

Ergebnisse der Carbon2Chem®-Forschenden im vergangenen Jahr und deren Umsetzung in die industriellen Anwendung sollte die 5. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie am 03.11.2022 in Düsseldorf bringen. Eingeladen hatten die Koordinatoren des vom BMBF geförderten Projektes: das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die thyssenkrupp AG und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC). weiterlesen…

Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung einsetzen

Chancen und Handlungsoptionen

Das Konzept der Ökosystemleistungen bietet eine Möglichkeit, um Natur und Landschaft zu schützen und nachhaltig zu nutzen. In Planungsprozessen kann es genutzt werden, um die Leistungen des Naturhaushaltes sichtbar zu machen, zu bewerten und gegenüber anderen Interessen abzuwägen, um so transparentere Grundlagen für Entscheidungen bereitzustellen. Ein Positionspapier der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL 141) verdeutlicht anhand von zehn Thesen, wie das Konzept der Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung genutzt werden kann, um die Umsetzung und Wirkung der Planungen im Sinne des Ressourcenschutzes zu verbessern. (Titel: Ökosystemleitungen inder räumlichen Planung einsetzen – © ARL) weiterlesen…