Chemische Zusammensetzung der Sonne geklärt

Neue Spektrums-Rechnungen beenden jahrzehntelange Kontroverse

Astronomen haben einen jahrzehntelangen Konflikt beendet. Bislang führten Rekonstruktionen des inneren Aufbaus der Sonne aus der Analyse von Sonnenschwingungen (Helioseismologie) nicht zu der Struktur, die sich aus der grundlegenden Theorie der Sternentwicklung ergibt, die wiederum auf Messungen der chemischen Zusammensetzung der heutigen Sonne beruht. Neue Rechnungen des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Astronomie zur Physik der Sonnenatmosphäre korrigieren die Häufigkeitswerte für mehrere chemische Elemente. Insbesondere enthält die Sonne mehr Sauerstoff, Silizium und Neon als bisher angenommen. Damit verschwindet die Struktur-Diskrepanz. Die verwendeten Methoden versprechen auch ganz allgemein genauere Schätzungen der chemischen Zusammensetzung von Sternen. Am 20.05.2022 open access in Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. weiterlesen…

Kommission veröffentlicht 800-Millionen-Euro-Aufruf

Mit sauberen Energieinfrastrukturprojekten REPower EU-Plan unterstützen

Die Europäische Kommission hat am 18.05.2022 eine neue Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für wichtige grenzüberschreitende EU-Energieinfrastrukturprojekte im Rahmen von „Connecting Europe“ (CEF) für Energie veröffentlicht. Die Aufforderung, die Teil des heute vorgestellten REPowerEU-Plans ist, trägt zum Ziel der EU bei, die Widerstandsfähigkeit des EU-weiten Energiesystems zu erhöhen, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland deutlich vor 2030 zu beenden. weiterlesen…

Umweltverschmutzung nach wie vor Haupt-Todesursache

The Lancet aktualisiert Untersuchung

Neue, am 17.05.2022 open access in Lancet Planetary Health veröffentlichte Forchungsergebnisse zeigen, dass Umweltverschmutzung nach wie vor die größte Bedrohung für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle darstellt, wobei mehr als 90 Prozent in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu verzeichnen sind. Wie die sogenannte Lancet-Kommission für Umweltverschmutzung und Gesundheit 2015 berichtete, war jeder sechste Todesfall auf schlechte Luftqualität, unsauberes Wasser und chemische Verschmutzung zurückzuführen. Dieser tödliche Tribut – 9 Millionen Menschen pro Jahr – hat sich bis 2019 unvermindert fortgesetzt und fordert mehr Opfer als Krieg, Terrorismus, Verkehrsunfälle, Malaria, Drogen und Alkohol. weiterlesen…

Verbraucherportale decken Greenwashing-Investments auf

Faire Fonds und urgewald: Nur jeder fünfte Fonds „ohne Kontroversen“

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald haben am 19.05.2022 ein weiteres Update des frei zugänglichen Verbraucherportals Faire Fonds und einen hierauf basierenden Nachhaltigkeitscheck von Investmentfonds veröffentlicht. Das Portal bewertet nun insgesamt 2.163 in Deutschland zugelassene Publikumsfonds, unter anderem Eigen- und Fremdfonds der vier größten deutschen Fondsgesellschaften Allianz Global Investors, Deka, DWS und Union Investment. weiterlesen…

Reform des Anti-Klimaabkommens gescheitert

Energiecharta-Vertrag (ECT) schützt Investitionen in fossile Brennstoffe und blockiert für die Energiewende nötige Maßnahmen

Die Reform des Energiecharta-Vertrags (ECT) ist laut einer Medienmitteilung des Umweltinstituts gescheitert. Am 22.05.2022 wurde in Brüssel die 13. und damit letzte Verhandlungsrunde über eine Modernisierung des internationalen Handels- und Investitionsabkommens vorzeitig beendet. Der ECT-Vertrag ist ein großes Hindernis für wirksamen Klimaschutz: Er schützt Investitionen in fossile Brennstoffe und blockiert Maßnahmen für die Energiewende. Seit April 2020 war in Brüssel die Reform des Vertrags über die Energiecharta verhandelt worden. Nun fordern Umwelt-NGO den Austritt aus dem ECT. (Titelblatt: ECT-Vertrag) weiterlesen…

Gesunde Ökosysteme für mehr biologische Vielfalt und natürlichen Klimaschutz

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt rückt Schutz und Bedeutung bedrohter Tier-, Pflanzenarten und Ökosysteme in den Fokus

Angesichts der globalen Artenkrise und des ungebremsten Verlustes gesunder Natur wirbt Bundesumweltministerin Steffi Lemke dafür, das Motto des heutigen Internationalen Tages der biologischen Vielfalt – „Eine gemeinsame Zukunft für alles Leben auf der Erde“ zum Leitmotiv für politische Entscheidungen zu machen. Heute vor dreißig Jahren wurde die Internationale Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt unterzeichnet. Dennoch bestehe beim Zustand der biologischen Vielfalt ungemindert dringender Handlungsbedarf. Nur durch gemeinsame und gezielte Anstrengungen könne das Überleben von Fauna, Flora und der Menschheit auf unserem Planeten sichergestellt werden, heißt es in der BMUV-Pressemitteilung vom 22.05.2022. weiterlesen…

„Nichts weniger als unsere eigene Existenz steht auf dem Spiel“

Berliner Erklärung von Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und Museum für Naturkunde Berlin

Dreißig Jahre nach der UNCED, der Konferenz von Rio de Janeiro 1992 fordert ein breites Wissenschaftsbündnis die Politik zu entschlossenem Handeln auf. Damals hatten sich Politiker von 179 Staaten getroffen und sich auf zentrale Nachhaltigkeitsziele geeiningt. „Der Erdgipfel im Jahre 1992 war ein umweltpolitischer Meilenstein“, schrieb der Berliner Tagesspiegel am 20.05.2022. Am Tag zuvor hatten zahlreiche renommierte Forscher ein Positionspapier veröffentlich; Federführend für die Berliner Erklärung waren drei Leibniz-Naturforschungsmuseen: das Museum für Naturkunde Berlin, das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. weiterlesen…

Nicht nur Bäume sind wichtig

Beitrag der Vegetation zur Verringerung von Hitzestress in der Stadt

Welche Auswirkungen Bäume auf die Temperatur in der Stadt haben, untersuchten Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen einer mehrjährigen empirischen Studie. Am Beispiel der Stadt Würzburg zeigen die Forschenden, dass ein Grünflächenanteil von rund 40 Prozent nötig ist, um im Sommer für kühlere Temperaturen zu sorgen. weiterlesen…

Länder winken Änderungen am Energiesicherungsgesetz durch

Aber: „Anpassungs- und Präzisierungsbedarfe“

Nur eine Woche nach der Verabschiedung im Bundestag hat der Bundesrat am 20.05.2022 Änderungen am Energiesicherungsgesetz zugestimmt, die eine Treuhandverwaltung oder Enteignung von Unternehmen der kritischen Infrastruktur ermöglichen. Allerdings sahen die Länder weiteren Anpassungsbedarf. Sie begrüßten zwar, dass das Gesetz im Krisenfall Versorgungssicherheit und Funktionsfähigkeit des Energiemarktes stärkt. Allerdings bedürfe es hierzu einer angemessenen Balance zwischen Marktmechanismen und hoheitlichen Eingriffe. Insofern ergäben sich künftig weitere Anpassungs- und Präzisierungsbedarfe – u.a. in Fragen der Zuständigkeitsabgrenzung zwischen Bund und Ländern beim Krisenmanagement. weiterlesen…

Klimapartnerschaften, globaler Schutzschirm, Ernährungssicherheit

G7 setzen wichtige Signale

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zieht ein insgesamt positives Fazit der Ergebnisse des Treffens der G7-Entwicklungsminister. Beim G7-Gipfel Ende Juni müssten allerdings noch weitere Schritte folgen, insbesondere viele Finanzierungsfragen seien noch offen, heißt es in der Germanwatch-Pressemitteilung vom 19.05.2022. weiterlesen…