Essenzieller Energieträger der Energiewende

Grüner Wasserstoff

Wasserstoff – Herstellung, Einsatz und Verteilung – Mit diesen Fragen hat sich die Studie „Wasserstoff Technik Screening“ der FAU im Auftrag der N-ERGIE AG vom 23.09.2021 beschäftigt. Grundlegende Erkenntnis des Forschungsteams vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik: Grüner Wasserstoff, aus erneuerbaren Energien hergestellt, wird sich im Zuge der Energiewende zu einem essenziellen Energieträger entwickeln. Das gilt besonders für die Sektoren, die kaum über Alternativen verfügen, um Klimaneutralität zu erreichen. Im Gegensatz zum Sektor Mobilität, der sich weitgehend elektrifizieren lässt, sind dies Industrieprozesse sowie große Teile des Wärmemarkts. Ein geeigneter Weg auf dem Pfad der Klimaneutralität liegt darin, die Gasnetzinfrastruktur langfristig weiter zu nutzen und dort das heutige Erdgas zunehmend gegen klimaneutrale Energieträger wie Wasserstoff auszutauschen. weiterlesen…

Aus für Palmöl

Bundesregierung beschließt Ende ab 2023

Ab 2023 werden in Deutschland Biokraftstoffe aus Palmöl nicht mehr gefördert. Das Bundeskabinett hat laut einer Medienmitteilung aus dem BMU am 22.09.2021 die entsprechende Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung beschlossen. Anstelle des Palmöls fördert der Bund künftig fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen über eine Mindestquote. Diese Quote steigt bis 2030 stufenweise auf 2,6 Prozent an. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermitteln an der Treibhausgasminderungs-Quote hingegen darf die Obergrenze von 4,4 Prozent nicht überschreiten. (Foto: Ölpalme – © beyza poyraz, unsplash) weiterlesen…

Guardian: Chip-Industrie hat „schmutziges Klima-Geheimnis“

Die Halbleiterindustrie hat ein Problem: Die Nachfrage nach Siliziumchips für Smartphones, Fernseher und Windturbinen boomt zwar, doch der Preis dafür ist hoch: ein riesiger CO2-Fußabdruck, schreibt Pádraig Belton am 18.09.2021 im britischen Guardian. „Die Branche steht vor einem Paradoxon. Die Erreichung der globalen Klimaziele wird zum Teil von Halbleitern abhängen. Sie sind wesentlicher Bestandteil von Elektrofahrzeugen, Solaranlagen und Windturbinen. Aber die Chipherstellung trägt ihrerseits auch zur Klimakrise bei. Sie erfordert riesige Mengen an Energie und Wasser – eine Chipfabrik kann täglich Millionen Liter Wasser verbrauchen – und erzeugt gefährliche Abfälle.“ weiterlesen…

Bergwerk Gorleben schließt

Gemeinsame Pressemitteilung (Niedersächsisches Umweltministerium, Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung und Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH)

Mit dem Zwischenbericht Teilgebiete vom 28.09.2020 der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) war der Salzstock Gorleben aus geologischen Gründen aus der Endlagersuche ausgeschieden. Seither prüften BGE und BMU, wie weiter mit dem Bergwerk Gorleben in Niedersachsen verfahren werden kann. Nun hat das BMU einer Medienmitteilung folgend entschieden, die BGE mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen. (Foto: Polizeieinsatz bei Demonstration gegen einen CASTOR-Transport bei Gorleben 1996 – © Hendrike – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Jetstream könnte nach Norden wandern

Dramatische Folgen

Wenn die starke globale Erwärmung anhält, könnte der nordatlantische Jetstream in den kommenden Jahrzehnten nordwärts wandern – mit dramatischen Folgen: Verschiebungen der Niederschlagsmuster in den mittleren Breiten und eine Zunahme von Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen und anderen extremen Wetterereignissen in Europa und im Osten der USA. Zu diesem Schluss kommt laut Scientific American eine am 21.09.2021 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) publizierte Untersuchung sieht die Gefahr, dass der Jetstreamei einem starken Erwärmungsszenario innerhalb weniger Jahrzehnte – etwa bis 2060 – über die Grenzen seines historischen Bereichs hinaus verschieben könnte. weiterlesen…

Digitale Souveränität und Beschleunigung des Mobilitätswandels

acatech mit Impulspapier zur Innovationspolitik 2021+

In der Corona-Krise wurde die Bedeutung von Wissenschaft und Technik besonders offensichtlich – aber auch der drängende Modernisierungsbedarf Deutschlands. Eine kommende Bundesregierung muss ein Aufbruchssignal senden, schreibt acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in den am 20.09.2021 erschienenen „Impulsen zur Innovationspolitik 2021+“. Dort definiert die Akademie vier vordringliche innovationspolitische Handlungsfelder und empfiehlt eine weitere Intensivierung der Innovationspolitik. weiterlesen…

Mit Silber behandelte Bakterien verbessern Wirkungsgrad

Forscher machen großen Schritt in Entwicklung mikrobieller Brennstoffzellen

Ein Team von Ingenieuren und Chemikern unter Leitung der University of California Los Angeles (UCLA) hat einen großen Schritt in der Entwicklung von mikrobiellen Brennstoffzellen gemacht – eine Technologie, die natürliche Bakterien nutzt, um mithilfe von Elektronen aus Abwasser elektrischen Strom zu erzeugen.?Ein diesen Durchbruch beschreibender Artikel („Silver nanoparticles boost charge-extraction efficiency in Shewanella microbial fuel cells“) wurde kürzlich in Science veröffentlicht. (Bild: Shewanella oneidensis – © Ella Marushchenko, University of Minnesota, „licensed without restriction) weiterlesen…

Einstiegsregulierung für Wasserstoffnetze vervollständigt

Bundesregierung verabschiedet Entwurf der Wasserstoffnetzentgeltverordnung

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Bundesregierung hat am 22.09.2021 den vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie vorgelegten Entwurf einer Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen (Wasserstoffnetzentgeltverordnung) verabschiedet. Wasserstoff spielt für das Erreichen der Treibhausgasneutralität bis 2045 aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten eine besondere Rolle. Entscheidend ist in den nächsten Jahren, zügig den Markthochlauf in allen Wertschöpfungsstufen des Wasserstoffsektors zu schaffen – insbesondere auch bei der Transportinfrastruktur. weiterlesen…

WHO empfiehlt drastisch schärfere Luftschadstoff-Grenzwerte

Neue globale Luftqualitätsrichtlinien sollen Millionen von Menschenleben retten

Luftverschmutzung ist neben dem Klimawandel eine der größten Umweltbedrohungen für die menschliche Gesundheit (siehe: solarify.eu/luftverschmutzung-groesstes-umweltbedingtes-gesundheitsrisiko) und verursacht jedes Jahr schätzungsweise 7 Millionen vorzeitige Todesfälle. Die neuen globalen Luftqualitätsleitlinien (Global Air Quality Guidelines – AQGs) der WHO liefern eindeutige Beweise für die gesundheitlichen Schäden, welche die Luftverschmutzung bei noch niedrigeren Konzentrationen als bisher angenommen verursacht. In den Leitlinien werden neue Luftqualitätswerte empfohlen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, indem die Werte der wichtigsten Luftschadstoffe, von denen einige auch zum Klimawandel beitragen, gesenkt werden. weiterlesen…

Luftverschmutzung größtes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko

Ärztezeitung: Bereits wenige Luftschadstoffe steigern Infarktrisiko

Wissenschaftler wissen es längst: Feinstaub, Stickoxide, Ruß und Ozon begünstigen schon in kleinen Mengen Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten, so die Ärztezeitung am 19.09.2021 – kurz bevor die WHO neue Grenzwerte für die Luftverschmutzung verkünden will. Klimawandel und Luftverschmutzung haben gemeinsame Ursachen und schaden damit mehrfach der Gesundheit, so die Deutsche Allianz Klimwandel und Gesundheit (KLUG), die eine HZM-Studie zitiert. weiterlesen…