BDI-Präsident Keitel fordert „mehr Ehrlichkeit beim Strompreis“

EEG auf Prüfstand stellen

DIE WELT: „Industriepräsident Hans-Peter Keitel will die Förderung erneuerbarer Energien auf den Prüfstand stellen, damit Strom nicht noch teurer wird.“ Keitel wörtlich: „Wir brauchen mehr Ehrlichkeit beim Strompreis. Ein Großteil geht auf politische Entscheidungen zurück – etwa das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Umlage wird sich entgegen allen Beteuerungen weiter erhöhen. Es ist dringend notwendig, das EEG und den ungesteuerten Zubau erneuerbarer Energien grundlegend auf den Prüfstand zu stellen. Das muss sich marktwirtschaftlicher organisieren lassen.“
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WBGU zur Finanzierung der Energiewende

Hohe Anfangsinvestitionen bald kompensiert

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat ein Politikpapier mit dem Titel „Finanzierung der globalen Energiewende“ veröffentlicht. In letzter Zeit wurden vielfach Zweifel laut, ob die Energiewende in Deutschland finanzierbar ist. Der WBGU zeigt in seinem Politikpapier, dass genügend privates Kapital verfügbar ist, es jedoch nur mit einer kohärenten Transformationsstrategie mobilisiert werden kann. weiterlesen…

acatech-Studie zur Energiewende

Energiewende finanzierbar gestalten – dafür effiziente Ordnungspolitik und Investitionen von 300 bis 500 Milliarden Euro nötig

acatech stellte am 13.09.2012 in Berlin Empfehlungen zur Energiewende vor. Hauptvorschlag: Die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz „schnellstmöglich durch eine langfristig definierte, marktbasierte Förderung zu ersetzen, beispielsweise in Form einer Mengensteuerung mit Grünstromzertifikaten (Quotenmodell) oder anderer marktbasierter Ansätze“.  RWI-Präsident Christoph Schmidt führte als Mitautor in die Studie ein und verteidigte in der darauf folgenden Diskussion den Vorschlag. Sein Institut habe ausgerechnet, dass mit EEG bis 2020 59 Mrd. Euro auflaufen würden, mit Quote nur 7 (sieheunten). Ein Greenpeace-Vertreter hielt dem entgegen, die Quote befördere nur die billigste Erzeugungsrt, Onshore-Wind, und eröhe somit die Unsicherheit. Seine mangelnde politische Durchsetzbarkeit liege im Modell begründet. weiterlesen…

BMU und BMWi: Erstmals wieder Stellenzuwachs

Fast 100 neue Stellen für Energiewende

Im Entwurf des Bundeshaushalts stehen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder neue Stellen. Wie Solarify erfuhr, haben sowohl das Bundesumwelt- als auch das Bundeswirtschaftsministerium zusammen fast 100  neue Stellen beantragt.  Ein Sprecher Altmaiers bestätigte am 01.09.2012, 40 neue Stellen seien im Etatentwurf des BMU für 2013 vorgesehen. Die neuen Kräfte sollen vornehmlich die Energiewende umsetzen. Sie würden aber nicht ausschließlich für diesen Aufgabenbereich vorgesehen, auch andere Abteilungen sollen eventuell verstärkt werden. Zehn weitere Stellen sollen den Angaben zufolge unter Umständen aus anderen Bundesbehörden ins Ministerium verlagert werden. Im Umweltministerium arbeiten derzeit rund 980 Beschäftigte. weiterlesen…

Altmaier: Zuviel grüner Strom treibt Kosten

Was für mehrere Generationen geplant ist, soll nicht von einer bezahlt werden

Der schnell zunehmende Grünstrom-Ausbau hat Umweltminister Altmaier zu Warnungen veranlasst: „Wenn wir die Dinge so laufen lassen, werden wir 2020 nicht 35 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien haben, sondern 40 oder 45 Prozent“, sagte Altmaier anlässlich des Energiegipfels im Bundeskanzleramt. weiterlesen…

dena-Studie sieht 2050 noch 60 % fossil

2050 müssen fossile Kraftwerke 60 Prozent Leistung sichern – Kohler fordert europäischen Kapazitätsmarkt

In einer im Auftrag der RWE AG erstellten Studie kam die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) – nach Eigenauskunft „das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme„, zu dem Schluss, dass 2050 effiziente Gas- und Kohlekraftwerke voraussichtlich noch immer rund 60 Prozent der gesicherten Leistung stellen müssten.
Neben der Modernisierung des fossilen Kraftwerksparks bringe der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien viele Herausforderungen mit sich: So könne bei weiter ungesteuertem Ausbau der erneuerbaren Energien immer mehr davon nicht genutzt werden. Der Bedarf an gesicherter Leistung könne nicht vollständig durch inländische Anlagen gedeckt werden. Weitere Herausforderungen seien der inländische Ausbau von Netzen und Speichern sowie die flexible Regelung von Erzeugung und Nachfrage. weiterlesen…

Weitere Echos auf Altmaier10

Unterschiedliche Reaktionen auf Altmaiers 10-Punkte-Programm
Echo fortgesetzt

Der energiepolitische Sprecher Hans-Josef Fell der Grünen im Bundestag, nannte das 10-Punkte-Programm von Bundesumweltminister Peter Altmaier „für den weiteren Ausbau der Erneurbaren äußerst gefährlich“, der Bundesumweltminister arbeite „schon jetzt an der Abschaffung der Einspeisevergütung, dem wichtigsten Fundament für den Ausbau des Ökostroms und dem Gelingen der Energiewende. Seine Analysen, dass der Ausbau nur unter Wettbewerbsbedingungen stattfinden kann, ist falsch, da es immer noch keine vollständige Umlegung der externen Schadenskosten von Atom-, Kohle- und Erdgasstrom gibt.“ weiterlesen…

Wärmepumpe hat Geburtstag

Mittelständler als Pionier

Ein Marktjubiläum innovativer Technik zur Umrüstung auf erneuerbare Energien geht in diesen Wochen fast unbemerkt über die Bühne – die 500.000. Installation einer Wärmepumpe unter deutschen Dächern. Einiges spricht dafür, dass sie von ihrem Pionier Stiebel Eltron stammt. Zwar zogen nach Einführung dieses Stücks deutscher Ingenieurskunst in der Ölkrise vor 40 Jahren andere Hersteller nach, doch noch immer stammt etwa jede dritte der installierten Anlagen aus den Fertigungsstätten des Marktführers in Holzminden. Und auch für die Zukunft sieht es nach kräftigem Zuwachs aus. weiterlesen…

Allen recht getan… Reaktionen auf Altmaier10

Unterschiedliches Echo auf Altmaiers 10 Punkte

Für den BDI ist der 10-Punkte-Plan Altmaiers ein positiver Beitrag zur energie- und klimapolitischen Diskussion. „Die Philosophie, Energiewende und Klimaschutz gemeinsam mit der Wirtschaft zum Erfolg zu führen, wird vom BDI ausdrücklich begrüßt.“ Das Bekenntnis zu intakten Wertschöpfungsketten als Grundvoraussetzung für energie-, klima- und wirtschaftspolitische Erfolge unterstütze der Bundesverband der Deutschen Industrie „voll und ganz. Positiv finden wir auch, dass der Bundesumweltminister die Themen Bürgerbeteiligung und Transparenz zu einem seiner Schwerpunkte machen will.“ (BDI) weiterlesen…

Altmaiers 10 Punkte

Altmaiers Motto: „Mit neuer Energie“

Der Bundesumweltminister legte in der Berliner Bundespressekonferenz seine angekündigten 10 Punkte vor. Er habe sich seit seiner Ernennung versucht, sich  „einen umfassenden Überblick über Handlungsnotwendigkeiten und Handlungsmöglichkeiten zu verschaffen.“ Dazu habe er bereits zehn Bundesländer besucht, mit mehr als dreihundert Gesprächen und Begegnungen mit Bürgern, Parlamentariern, Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften, darunter Energieerzeuger und Netzbetreiber. Beim Weltgipfel in Rio und bei Sitzungen der EU-Umweltminister, bei Gesprächen in Brüssel und beim Petersberger Klimadialog habe er „den Austausch mit wichtigen Akteuren der europäischen und internationalen Umweltpolitik gesucht“. weiterlesen…