Vattenfall schreibt Milliarden ab

Zu spät auf Energiewende reagiert

Der Energieversorger Vattenfall hat mitgeteilt, 29,7 Milliarden Schwedenkronen (rund 3,4 Milliarden Euro) abzuschreiben. Gleichzeitig wird rigoros gespart und die Organisationsstruktur geändert, „um größere finanzielle und strategische Flexibilität zu erreichen“. Ab 01.01.2014 wird der Konzern in zwei regionale Einheiten aufgeteilt: Skandinavien und Kontinentaleuropa/Großbritannien. Als Hintergrund nennt Vattenfall „die aus Sicht des Unternehmens gestiegene Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung des Energiebinnenmarktes in Europa, insbesondere in Kontinentaleuropa – kurz, man hat zu spät auf die Energiewende reagiert. weiterlesen…

Zukunftslabor Deutschland

Buch zu Klaus Töpfers 75.

„future lab germany – innovationen für die welt von morgen“ heißt ein im Murmann-Verlag erschienenes und am 17.07.2013 in Berlin vorgestelltes Buch, dessen Titel bereits Programm ist: „Wie viel Innovation braucht das Land? Wieviel Mut braucht es, um den systemischen Wandel wirklich umzusetzen? Welche Hebel können getätigt werden und was bleibt, wenn sich alles ändert?“ fragen die beiden Herausgeber und Co-Autoren Dr. Günther Bachman (Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung in Berlin) und Prof. Lutz Engelke (Gründer und Geschäftsführer von TRIAD Berlin). Ihr Wahlspruch für das Buch: „Um Wohlstand zu erhalten, müssen wir die Art, wie wir ihn herstellen, grundsätzlich ändern. Erhalten geht nicht durch Festhalten, sondern nur im Wandel“. weiterlesen…

Wahlkampf versagt beim Thema Energiewende

Jeder vierte Deutsche hat kein Vertrauen in die Energiewende-Politik

In Sachen Energiepolitik war der Wahlkampf der deutschen Parteien bisher wenig überzeugend: 24 Prozent der Bundesbürger trauen keinem politischen Lager zu, die Energiewende zu meistern. 26  vertrauen auf die Kompetenz der CDU/CSU. Die Grünen schaffen bei einem ihrer Traditionsthemen nur 22 Prozent, und die übrigen Parteien schneiden noch schlechter ab – Ergebnisse aus der repräsentativen Online-Befragung „Energiekompetenz der Bundestagsparteien“ des Energiedienstleisters Ensys AG. weiterlesen…

Trialog formuliert Forderungen an Politik

Gesine Schwan zieht erste Bilanz

Gesine Schwan, Chefin der Berliner Humboldt Viadrina School of Governance, hat hat eine sogenannte „Trialog„-Reihe ins Leben gerufen, in der die öffentlich Handelnden über komplexe und hoch umstrittene Themen diskutieren. Nach einem guten Jahr Debatte über das Thema Energiewende hat Schwan nun ein erstes Trialog-Papier veröffentlicht. Darin wurden die wichtigsten Forderungen an die Politik für eine sozialverträgliche Energiewende aufgeschrieben und in einer Anzeige in der Wochenzeitung „Die Zeit“ am 27.06.2013 veröffentlicht. Solarify dokumentiert.
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Vom Aktivisten zum Akteur

Energiekabinett könnte Wende koordinieren

„Der Staat sollte die Grundversorgungstarife regulieren, damit Menschen mit niedrigen Einkommen und Schulden nicht unter zu hohen Strompreisen leiden.“ Dies sagte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung. Diese Möglichkeit sei im Energiewirtschaftsgesetz verankert. Verbraucher könnten die Erhöhung der Stromkosten auf einen Schlag kompensieren, indem sie den Anbieter wechseln. „Es gibt aber einige, die nicht wechseln können und das sind ausgerechnet die, die auf der Skala der Einkommen ganz unten stehen, weil sie beim Anbieterwechsel die Bonitätsprüfung nicht überstehen.“, so Flasbarth. weiterlesen…

E-Wende und Naturschutz versöhnen

Altmaier: „Erfolgreiche Energiewende nur im Einklang mit der Natur“

Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich laut einer Mitteilung des Bundesamts für Naturschutz (BfN) für eine Versöhnung von Energiewende und Naturschutz ein. „Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur im Einklang mit der Natur“, sagte er anlässlich des 20-jährigen BfN-Jubiläums in Bonn. „Nur wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien naturverträglich erfolgt, wird er auf Dauer auch die Akzeptanz der Bevölkerung finden.“ BfN-Präsidentin Beate Jessel sprach sich für eine räumliche Steuerung von erneuerbaren Energien aus. weiterlesen…

„Wir hätten die Euphorie besser nutzen müssen“

„Wir leben unter dem Diktat der Kurzfristigkeit“ – Interview mit Klaus Töpfer

Im Ausland reibt man sich verwundert die Augen darüber, „dass die Deutschen zögerlich werden in der Überzeugung, dass die Energiewende selbstverständlich gelingt“, sagt Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, Umweltminister unter Helmut Kohl und ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Ein Gespräch über falschen und richtigen Optimismus und eine Welt, die sich auf grüne Technologien freut. weiterlesen…

DGB unterstützt Energiewende „vorbehaltlos“

Positionspapier

Der DGB hat am 02.07.2013 ein Positionspapier zur Energiewende vorgelegt. In einer Erklärung dazu heißt es: „Eine zuverlässige, umweltverträgliche und bezahlbare Energieversorgung ist das Herzstück für die nachhaltige Entwicklung unserer Industriegesellschaft. Spätestens seit dem verheerenden Atomunfall in Japan ist deutlich geworden, dass die Atomkraft diese Bedingung nicht erfüllen kann. Die Katastrophe hat weltweite Debatten über die Grundzüge einer neuen Energie- und Wirtschaftspolitik ausgelöst. Auch Deutschland befindet sich in einem Prozess, der auf die grundlegende Neugestaltung der Energieversorgung ausgerichtet ist.“ weiterlesen…

Photon: Unionswahlprogramm – wenig zur E-Wende

CDU/CSU-Wahlprogramm: Mehr Brückentechnologie statt rascher Energiewende

Der Branchendienst Photon setzt sich kritisch mit dem gemeinsamen Regierungsprogramm von CDU und CSU für die Bundestagswahl im September auseinander: „Demnach wollen die Parteien das EEG so weiter entwickeln, dass Ökostrom sich ‘ohne staatliche Hilfen’ am Markt behaupten kann. weiterlesen…