Klimawandel befeuert Tropenstürme

Meteorologen und Klimaforscher einig – Taifun „Haiyan“ hat mit Klimawandel zu tun

Der Taifun „Haiyan“, der die Philippinen teilweise verwüstete, sei allein kein Beleg für die drohende Klimakatastrophe – er passe aber „ins Bild des Klimawandels“, so der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Gerhard Lux. Die Erderwärmung beschleunige auch die atmosphärischen Prozesse, so Lux – „Haiyan“ habe sich bei 30 Grad Wassertemperatur über dem Pazifischen Ozean aufgeheizt. Susanne Haeseler und Christiana Lefebvre schreiben in einer ersten DWD-Bilanz,  alle Taifune, die seit 1945 gesichtet wurden, hätten sich beim Auftreffen auf den Inselstaat abgeschwächt. Allein „Haiyan“ habe die Energie beibehalten. weiterlesen…

Schlögl: Tempo rettet Klima nicht

Vortrag im renommierten Mülheimer „Haus Urge“

Rhetorisch versierte Persönlichkeiten seien schon viele zu Gast im Mülheimer Haus Urge gewesen, in das der Hausherr Zenit AG regelmäßig einlade, schreibt Andreas Heinrich in der WAZ. Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Institutes für Chemische Energiekonversion sprach jetzt an der Stelle, wo einst der Industrielle Hugo Stinnes residierte (heute noch eher bekannt durch die nach ihm und seiner Frau Cläre benannte Stiftung). Heinrich: „Schlögl redet etwa eine Stunde, ohne Punkt und Komma. Es ist  s e i n  Thema: Energiewende, Gewinnung von Energie, Speicherung, Nachhaltigkeit, Machbares.“ weiterlesen…

Kostspieliges Zaudern

Zuwarten beim Klimaschutz kann teurer kommen als Finanzkrise

Weitere Verzögerungen bei den Bemühungen um einen internationalen Klimavertrag mit umfassenden Emissionsminderungen könnten die kurzfristigen Kosten der Bekämpfung des Klimawandels beträchtlich erhöhen. Wenn erst nach 2030 gehandelt wird, könnte das globale Wirtschaftswachstum sich im ersten Jahrzehnt nach der Einführung einer umfassenden Klimapolitik bis zu 7 Prozent verringern — verglichen mit 2 Prozent, falls eine Klimavereinbarung bereits 2015 getroffen wird. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Höhere Kosten würden wiederum für Entscheidungsträger die Schwelle für den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft erhöhen. Um Klimaziele erreichbar zu halten, scheint es deshalb sehr wichtig, Vermeidungsmaßnahmen nicht weiter aufzuschieben, so die Wissenschaftler. weiterlesen…

„Alle anderen mitreißen!“

Jörg Müller (ENERTRAG): „Erneuerbare Energien in Führungsposition bringen“

Das Solarify-Selbst-Gespräch – „also wenn Sie mich fragen…

1. Sind wir Menschen in unserem globalen Zusammenwirken zur Nachhaltigkeit fähig?

Wir sind dies nur, wenn die wirtschaftlich führenden Nationen hier weit vorangehen und alle anderen mitreißen. Das ist wie auf einem Schiff in Seenot – nur entschlossenes Handeln der Schiffsführung kann die Panik und das Rette-sich-wer-kann abwenden. Sollten wir das nicht schaffen, dann sehe ich keine Lösung. (Foto: Jörg Müller – Foto © Enertrag AG) weiterlesen…

Klimawandel: Sibiriens Küste erodiert schneller

Wegener-Institut: Tempo der Küstenerosion in Ostsibirien hat sich fast verdoppelt

Die vor allem aus Permafrost bestehenden Steilküsten Ostsibiriens erodieren immer schneller. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, nachdem sie Daten und Luftaufnahmen der Küstenstreifen aus den zurückliegenden 40 Jahren ausgewertet haben. Als Gründe für die zunehmende Erosion führen die Forscher die steigende Sommertemperatur in den russischen Permafrostgebieten sowie den Rückzug des arktischen Meereises an. Es fällt als Küstenschutz in jedem Jahr länger aus. In der Folge unterspülen Wellen die Küsten. Gleichzeitig sinkt das Land von oben ein. Besonders betroffen ist die kleine Insel Muostakh (Vergleichs-Foto) östlich des Lena-Deltas. Sie könnte dem anhaltenden Landverlust auf Dauer sogar ganz zum Opfer fallen, so die Experten. weiterlesen…

125 Millionen Hiroshima-Bomben im Jahr

Gigantische Verdrängungsphase

Kaum vorstellbar: Die jedes Jahr auf die Erdoberfläche treffende Energie entspricht 125 Millionen Hiroshima-Bomben – vier pro Sekunde. Diese wird laut Hans-Joachim Schellnhuber in den Ozeanen, in der Tiefsee gespeichert. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) traf am 01.11.2013 in einem Gespräch im Berliner Allianz-Stiftungsforum am Brandenburger Tor im Rahmen von „Kultur trifft Umwelt“ auf den international gefeierten Bassbariton Thomas Quasthoff  – eine Benefiz-Veranstaltung der Stiftung NaturTon und des Allianz Stiftungsforums mit Unterstützung des PIK. weiterlesen…

CO2 anschaulich gemacht

Gastbeitrag von Ulrich Wiegel*)

Ob eine Klimadynamik wie heute in Urzeiten schon einmal aufgetreten ist, erscheint weniger wichtig als die Frage, welche Folgen sie für unsere hochsensible Zivilisation haben kann, Für derartige Prognosen können immer nur zurückliegende Entwicklungen in die Zukunft projiziert werden, mit bestimmten Annahmen. Daher ist eine Prognose in der Gegenwart nie beweisbar, dazu fehlt die zukünftige Realität. Wenn die Prognose unangenehm ist, werten wir gern ihre Nichtbeweisbarkeit als Beweis des Gegenteils. Sehr beliebt, nur unlogisch. Auch vor Gericht gilt bei nicht beweisbarer Schuld des Angeklagten lediglich die Vermutung der Unschuld, bewiesen ist sie damit nicht.
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Wälder in der Wüste pflanzen

Zweites Beispiel zur Global Soil Week

von Hans-Peter Schmidt

Würden in der Sahara und der australischen Wüste wieder Wälder wachsen, könnte jedes Jahr soviel CO2 aus der Atmosphäre entzogen werden, wie die Menschheit derzeit durch ihren Lebensstil verursacht. Neue Klimamodelle zeigen, dass die Pflanzung und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern in den meeresnahen Wüsten eine der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen den Klimawandel sein könnte. weiterlesen…

Nicholas Stern: „Emissionsrichtlinien für Autobauer verschärfen!“

Ein in die Diskussion passendes Zitat

Nicholas Stern, Professor für Wirtschaft an der renommierten London School of Economics, der 2006 in seinem berühmten Report über die Kosten des Klimawandels zusammengetragen hat, redete erst vor wenigen Monaten in einem Interview mit green.wiwo.de Autobauern und Politikern ins Gewissen. Der „wahrscheinlich einflussreichste Klimaökonom der vergangenen Jahre“ (green.wiwo) fordert seit Jahren eine große Klimaschutzoffensive, in deren Rahmen zuerst die Abgasrichtlinien für PKW verschärft werden müssten. „Seid selbstbewusster beim Klimaschutz!“ appelliert er an die Politik. Der Markt versage im Kampf gegen den Klimawandel, so Stern: Denn im Zentrum der Wirtschaftspolitik müsse „die Erkenntnis stehen, dass die Emission von Treibhausgasen ein Marktversagen“ bedeute. „Wer auch in Zukunft Märkte haben will, muss die Fehler korrigieren.“ Alles andere zerstöre sie. weiterlesen…

Armut und Klima hängen zusammen

Klimawandel wird weltweite Armut verschlimmern

Das britische Forschungsinstitut Overseas Development Institute (ODI – führender unabhängiger Thinktank Großbritanniens für internationale Entwicklung und humanitäre Fragen) hat eine aufsehenerregende Prognose veröffentlicht: Wenn nichts geschieht, so die Forscher Andrew Shepherd, Tom Mitchell, Kirsty Lewis, Amanda Lenhardt, Lindsey Jones, Lucy Scott und Robert Muir-Wood in ihrem Bericht „The geography of poverty, disasters and climate extremes in 2030„, wird der Klimawandel für immer mehr Menschen bittere Armut zur Folge haben. Bis 2030 würden zum Beispiel 325 Millionen Menschen in den am meisten gefährdeten Ländern Südasiens und Schwarzafrikas in extremer Armut leben. Mehr als 300 Millionen Menschen sind laut Nicholoas Stern („Der Global Deal“, S. 46) derzeit schon tropischen Zyklonen ausgetzt. Gründe sind Dürren, Regenfälle mit Überflutungen und Hitzewellen. weiterlesen…