Kabeljau flieht aus der Nordsee

Der Atlantische Kabeljau erobert die Arktis

Wegen der steigenden Wassertemperaturen dringt der Kabeljau aus Nordsee und Atlantik immer weiter in das Verbreitungsgebiet des Polardorsches vor. Im August sei von Forschern vor der Küste Spitzbergens hauptsächlich junger Kabeljau gefangen worden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven mit – ein Zeichen grundlegender Veränderungen in der Arktis. Mit 4,5 Grad sei die Wassertemperatur für den dort eigentlich heimischen Polardorsch viel zu hoch. weiterlesen…

Klima: Streit um alte Hüte

Leseempfehlung: Klimamodelle liefern keine Wettervorhersage – Streit um rsachen der Erderwärmung geht weiter

Immer wieder wird im Streit um die Erderwärmung von Klimaskeptikern  die vermeintliche Temperaturpause seit 15 Jahren zitiert. 1998 war ein herausragend warmes Jahr, das seitdem kaum übertroffen wurde: Nur 2005, 2007 und 2010 waren etwas wärmer. Bildet man das Mittel darüber, kommt ein Temperaturanstieg von nur 0,05° C pro Jahrzehnt heraus. Zwischen 1951 bis 2012 etwa ist die bodennahe Lufttemperatur dagegen um 0,12 Grad pro Jahrzehnt gestiegen. Ein Bericht des Neuen Deutschland setzt sich mit mit dem Fehlargument auseinander. weiterlesen…

Shukdev-Buch: Wirtschaft neu denken

Vision einer neuen Unternehmenskultur:
„Corporation 2020. Warum wir Wirtschaft neu denken müssen“

Unternehmen sind die Grundbausteine der Wirtschaft. Doch wie müssen sie aussehen, um eine Green Economy zu ermöglichen und zu befördern? Sie bilanzieren und versteuern die Kosten ihres Naturverbrauchs und setzen auf ehrliche, ethisch korrekte Werbung. Die Zeiten multinationaler Giganten sind vorbei, ebenso die extensive Überschuldung durch unbegrenzte Aufnahme von Fremdkapital. In „Corporation 2020. Warum wir Wirtschaft neu denken müssen“, das am 30.09.2013 im oekom verlag erschien, erläutert Pavan Sukhdev, ehemaliger Top-Manager der Deutschen Bank, seine Vision einer neuen Unternehmenskultur. weiterlesen…

Ausführliche Fassung des IPCC-Berichts – Stimmen

Latif kritisiert Bundesregierung – Levermann präzisiert Meeres-Anstieg

In Stockholm veröffentlichte der Welt-Klimarat der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) am 30.09.2013 die ausführliche Fassung des ersten Teils seines umfassenden Sachstandsberichts. Schon aus der Kurzfassung war hervorgegangen, dass die Meeresspiegel schneller zu steigen drohen als bisher angenommen – allerdings wurden die Zahlen korrigiert – statt 26-82 seien es 50-100 cm, stellte der Klimaforscher Levermann vom PIK-Potsam im Deutschlandfunk klar. Der Kieler Meeres- und Klimaforscher Latif warf der Bundesregierung Blockadepolitik vor. Auf europäischer Ebene habe Deutschland sowohl einen vernünftigen Emissionshandel als auch schärfere Grenzwerte für Auto-Abgase verhindert, sagte Latif im Deutschlandradio Kultur. weiterlesen…

Informationsangebot zum IPCC

Neues Infoportal zum Klimabericht

Am 27.09.2013 wurde der erste Teil des 5. Sachstandsbericht („Fifth Assessment Report“) des IPCC veröffentlicht (Solarify berichtete ausführlich). Bis Ende Oktober 2014 werden die Details in weiteren großen Blöcken veröffentlicht. Dazu hat der Internetdienst klimaretter.info ein neues Online-Infoportal eingerichtet: www.ipcc2014.de. Selbstbeschreibung: „Die Seiten begleiten den Prozess journalistisch, mit Berichten, Analysen, Interviews und Kommentaren.“ weiterlesen…

Grönland-Tiefsee erwärmt sich zehnmal schneller

AWI-Studie: Unterhalb von 2000 m Tiefe schnellere Erwärmung als Weltmeere

Die Tiefen der Grönlandsee erwärmen sich derzeit etwa zehnmal stärker als die Weltmeere im Mittel. Dieses Forschungsergebnis haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, jetzt in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht. Sie analysierten für ihre Studie Temperaturmessungen der Jahre 1950 bis 2010 aus den Tiefen der Grönlandsee – einem Meeresgebiet, das unmittelbar südlich des Arktischen Ozeans liegt. weiterlesen…

Klimawandel zu 95 Prozent wahrscheinlich

Mindestens 95 Prozent Wahrscheinlichkeit nannte der Weltklimarat (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) in seinem am 27.09.2013 in Stockholm präsentierten fünften Sachstandsbericht dafür, dass der Klimawandel seit den 50er Jahren größtenteils von Menschen verursacht worden ist. Die Gewissheit ist damit seit dem letzten Bericht (2007: 90 Prozent) weiter angestiegen. Noch 2001 sprachen die Wissenschaftler von nur 66 Prozent Bestimmtheit. weiterlesen…

Bundesregierung wirbt mit Links für ihre Klimapolitik

Zum neuen Bericht des Weltklimarats

Der neue Sachstandsbericht (am 27. 09.2013) beschreibt die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Weitere Teilberichte folgen im März und April 2014. Sie befassen sich mit Auswirkungen, Anpassung und Verringerung des Klimawandels. Der sogenannte Synthesebericht wird im Herbst 2014 die Ergebnisse der drei verschiedenen Arbeitsgruppen zusammenfassen, die für die künftige Politik wichtig sind. Mit dieser neuen Bestandsaufnahme rückt die Klimapolitik wieder stark ins Blickfeld. In einer Pressemitteilung bietet die Bundesregierung Informationen darüber an, welche Schritte sie national unternimmt und wie sie sich auf internationaler Ebene einbringt.t. weiterlesen…

IPCC-Konferenz in Kopenhagen begonnen

Rajendra Pachauri gibt Vorsitz ab

Am 23.09.2013 hat in Stockholm die Konferenz des Weltklimarats der Vereinten Nationen (IPCC) zur Ausarbeitung des neuen Weltklimareports begonnen. Auf vier Sachstandsberichte in den Jahren 1990, 1995, 2001 und 2007 folgt nun der  fünfte.  259 Autoren aus 39 Ländern haben daran mitgeschrieben und 54677 Kommentare verfasst. Nach elf Jahren im Amt kündigte der IPPC-Vorsitzende Rajendra Pachauri an, er werde 2015 aufhören, sagte er Spiegel-Online. Im Vorfeld sind zahlreiche – teils extrem widersprüchliche – Vorabveröffentlichungen erschienen. weiterlesen…

Warnschuss: Vier Grad drohen

Kurz vor neuem IPCC-Bericht

Während die Klimaskeptiker einander in verharmlosendem Schaulaufen übertreffen, warnen zwölf Wissenschaftler der im Februar gegründeten Earth League in einem Appell davor, dass sich die Atmosphäre noch in diesem Jahrhundert um vier Grad erwärmen könnte, wenn die Welt auf ihrem bisherigen fossilen Entwicklungspfad bleibt. Die Unterzeichner: Joachim Schellnhuber, Chef des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung, Guy Brasseur, Direktor des Climate Service Center Hamburg und Jennifer Morgan vom World Resources Instiute in Washington, außerdem Mario Molina, Brian Hoskins, Carlos Nobre, Peter Schlosser, Veerabhadran Ramanathan, Nebojsa Nakicenovic, Youba Sokona und Leena Srivastava. weiterlesen…