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Archiv: Wärmepumpe


Gestiegene Effizienz: Feldtests bestätigen Potenzial

Wärmepumpen können auch im Gebäudebestand effizient arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE laut einer Medienmitteilung vom 22.11.2017 anhand von Feldtests der vergangenen zwölf Jahre. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung des Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Vereins stellte das Forschungsinstitut erstmals die Daten der neuesten Langzeitbeobachtung vor. Im Vergleich zu einem früheren Projekt im Bereich der Bestandsgebäude hat sich die Effizienz der Luft/Wasser-Wärmepumpen um etwa 20 Prozent gesteigert. Auch aus diesem Grund baut das Fraunhofer ISE seine Wärmepumpen-Aktivitäten massiv aus, unter anderem mit einem Testlabor und verstärkter Forschung an Konzepten für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern.


Prototyp für Forschungsprojekt entwickelt

Eine Wohnanlage aus der Nachkriegszeit im Münchner Stadtteil Haidhausen sollte energetisch saniert werden und ein neues, CO2-neutrales Energiekonzept erhalten. Im Zentrum des Heizsystems steht eine eigens entwickelte Gasmotor-Wärmepumpe, die das Grundwasser als Wärmequelle erschließt – so ein neues BINE-Projektinfo.


Umwelttechnikpreis für PV-Thermie-Hybridmodul

Ein PV-Kombi-Modul mit Wärme-Kollektoren an der Unterseite und integriertem Luft-Wärme-Tauscher (PVT-Kollektor von Consolar) ist mit einem Umwelttechnikpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Das neuartige Modul soll sich vor allem zum Anschluss von Wärmepumpen eignen.


Wie Wohnungen 2030 warm werden: Fünf Millionen Wärmepumpen, gleichviel Gas, viel weniger Öl

Agora Energiewende LogoWenn Deutschland sein Klimaschutzziel erreichen will – sprich: 80 bis 95 Prozent weniger CO2 als 1990 – dann muss sich in den Heizungskellern eine Menge tun. Das Ziel ist ehrgeizig. Der Gebäudesektor soll in gut 30 Jahren praktisch klimaneutral sein. Womit sollen aber im Jahr 2050 die Häuser geheizt werden, wenn Energieträger wie Öl und Erdgas nicht mehr verwendet werden dürfen? Und was muss schon bis zum Jahr 2030 getan werden, damit die richtigen Weichen gestellt werden bis 2050? Um diese Fragen geht es in der Studie Wärmewende 2030(15.02.2017) , deren Ergebnisse Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende vorab in einer Pressemitteilung analysierte.

Stuttgart geht voran


Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart

Stuttgart will sich zu einer „Vorzeigestadt“ in Sachen Energiewende entwickeln und andere Großstädte zur Nachahmung motivieren. So sieht es das Konzept „Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart“ vor, das der Gemeinderat am 28.01.2016 mit großer Mehrheit beschlossen hat.

Seit der Beherrschung des Feuers wandelt der Mensch Brennstoffe in Wärme um. Selbst der beste Heizkessel kann aber für die Gebäudeheizung nicht mehr Energie bereitstellen als über den Brennstoff hineingesteckt wird. Das ist bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen anders. Sie nehmen zusätzlich Energie aus der Umgebung auf. Die neue Ausgabe von Physikkonkret der Deutschen Physikalischen Gesellschaft stellt Argumente für und wider die Wärmepumpe, vor allem im Vergleich mit Blockheizkraftwerken, gegenüber.

Novelle des Marktanreizprogramms steigert Förderung von Solarthermie, Biomasse und Wärmepumpen

Effizient und gleichzeitig besonders umweltfreundlich ist Wärme aus erneuerbaren Energien. Mit dem jetzt überarbeiteten und verbesserten Marktanreizprogramm (MAP), das zum 01.04. in Kraft tritt, will das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mehr Haus- und Wohnungseigentümer, aber auch Unternehmen und Kommunen motivieren, bei der Wärme auf die Kraft aus Sonne, Biomasse und Erdwärme zu setzen. Wer sich dafür entscheidet, bekommt über das MAP bares Geld.

Erste interaktive Wärmekarte

Regenerative Formen der Wärmeversorgung sind auf dem Vormarsch. Neben Solarthermie-Anlagen und Holzpellet-Heizungen kommen bei Neubauten vor allem mit Erdkollektoren kombinierte Wärmepumpen zum Einsatz. Allerdings ist es schwierig, solche Anlagen genau zu dimensionieren. Das EU-geförderte Projekt ThermoMap, das von Dr. David Bertermann vom Lehrstuhl für Geologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) koordiniert wird, schafft hier Abhilfe: Bauherren und Planungsbüros steht jetzt erstmals ein Instrument zur Verfügung, mit dem sich das Energiepotenzial von Standorten in ganz Europa ermitteln lässt.

Die unabhängige Lokale Agenda 21 – Gruppe Energie in Lahr (Schwarzwald) hat von 2006 bis 2013 unter realistischen Betriebsbedingungen die Energieeffizienz von 52 Heiz- und 13 Warmwasser-Wärmepumpen am Oberrhein untersucht. Das Ergebnis: Während erdgekoppelte Wärmepumpen das Energieeffizienzziel der Deutschen Energieagentur und des RWE mehr oder weniger deutlich übertrafen, sind Luft-Wärmepumpen im Hinblick auf den Beitrag zum Klimaschutz kritisch zu bewerten. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg kommt zu vergleichbaren Ergebnissen.

Wärmepumpe hat Geburtstag

In diesen Wochen wird – fast unbemerkt – ein Jubiläum begangen: die 500.000. Installation einer Wärmepumpe unter deutschen Dächern. Der Bundesverband Wärmepumpe in Berlin prognostiziert für das Jahr 2030 eine Versiebenfachung des Bestandes in Deutschland mit dann 3,5 Millionen installierten Wärmepumpen, wenn die politischen Rahmenbedingungen konsequent auf Effizienz zielen.

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