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Archiv: Forschung


Klimaforscher verlangen alle zehn Jahre Halbierung des weltweitem Kohlendioxid-Ausstoßes

Wenn der Welt-CO2-Ausstoß alle zehn Jahre halbiert würde, könnte die Erderwärmung in erträglichen Grenzen gehalten werden. Klimaforscher aus Potsdam, Stockholm, Laxenburg und Melbourne sind überzeugt, eine solche Strategie könne „disruptive Innovationen“ in Gang setzen, die klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle lange vor 2050 überflüssig machen würden, erklärte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 23.03.2017.


Vielfaches der Sonnenstrahlung

Die größte künstliche Sonne der Welt scheint seit dem 23.03.2017 in Jülich. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Remmel nahm gemeinsam mit Georg Menzen vom BMWi und DLR-Vorstand Prof. Lemmer die neue Forschungsanlage „Synlight“ in Betrieb. Mit ihren 149 auf einen Fleck ausgerichteten Xenon-Kurzbogenlampen kann sie viel intensivere Sonnenstrahlen erzeugen, als wir sie kennen. Durch ihre Wetterunabhängigkeit sollen mit der Kunstsonne unter anderem Produktionsverfahren für solare Treibstoffe, wie beispielsweise Wasserstoff, entwickelt werden. So könnte etwa der Flugverkehr umweltfreundlicher werden.


Eine Million Jahre sichere (?) Lagerung hochradioaktiven Atommülls

Bis 2031 soll die Entscheidung für einen Standort gefallen sein, 2050 die Lagerung beginnen: Der Bundestag hat das Gesetz zur Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll beschlossen. Von Beginn der Standortauswahl an sollen Bürger und Betroffene in das Verfahren eingebunden werden. Das Gesetz regelt das Verfahren zur Suche nach einem Standort in Deutschland für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Er soll die größtmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren gewährleisten – so eine Medienmitteilung der Bundesregierung. Das Bundeskabinett hatte sich bereits am 21.12.2016 auf einen Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) verständigt.


Pressekonferenz im Außenamt zum Energy Transition Dialogue

Zum Auftakt des Berlin Energy Transition Dialogue im Berliner Auswärtigen Amt gaben IRENA und Mitveranstalter Bundesverband Erneuerbare Energie (siehe solarify.eu/towards-a-global-energiewende) gemeinsam mit dem Solar-Flugpionier Bertrand Piccard eine Pressekonferenz. Solarify fasst zusammen.


Germanwatch lobt das Signal für Kooperation und Klimaschutz in Zeiten US-amerikanischer Störfeuer

Eine Internationale Initiative von Wirtschaft (B20), Thinktanks (T20) und Zivilgesellschaft (C20) aus den G20-Staaten drängt G20 zu ambitionierter Klimapolitik und stärkt damit der deutschen G20-Präsidentschaft für eine solche Politik den Rücken. Die G20 verantwortet rund vier Fünftel der globalen CO2-Emissionen.Pressemitteilung-GERMANWATCH Logo Wie die Presseabteilung von Germanwatch am 22.03.2017 mitteilte, bewertet die Umwelt- und Entwicklungsorganisation das gemeinsame Papier als „Aufruf zum politischen Mut an die G20-Staaten, nun den notwendigen ambitionierten Klimaschutz mit einer Rahmensetzung zu versehen, die zu einem neuen Wohlstandsmodell führt“.


WMO-Bericht: Weltweite Auswirkungen – Wärme in der Arktis

Pünktlich zum Berliner Energy Transition Dialogue erschien eine Medienmitteilung der World Meteorological Organization (WMO): 2016 war der WMO zufolge erneut das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: „Das Jahr 2016 machte Geschichte, mit einem weltweiten Temperaturrekord, außergewöhnlich niedriger Meereis-Ausdehnung, ungebremstem Meeresspiegelanstieg und fortschreitender Ozeanerwärmung“, so die WMO am 21.03.2017. Und die extremen Wetter- und Klimabedingungen setzten sich 2017 fort.


Wenn man sich selbst Ziele steckt und kann sie nicht erreichen, ist das ein großes Problem“

Klaus Töpfer, Ex-UNEP-Direktor und Bundesumweltminister a.D., ist überzeugt, dass die deutschen Klimaziele nicht mehr erreicht werden können – niemand glaube diesbezüglich mehr an Wunder. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels verlangte Töpfer weltweite Zusammenarbeit gegen den Klimawandel. Im Berliner RBB-Inforadio kritisierte Töpfer die Bundesregierung für ihre zögerliche Politik und nannte als Hauptprobleme Verkehr und Kohle-Verstromung.


Agora Energiewende: Smart Markets sollen Stromnachfrage auf regionaler Ebene regeln und dadurch Netzengpässe beheben

Agora EnergiewendeAgora Energiewende Logo hat in einer Studie untersuchen lassen, mit welchen regionalen Maßnahmen sich Netzengpässe bewirtschaften lassen, damit es seltener zu Drosselungen und Redispatch kommt und somit möglichst viel Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen in weniger gut angeschlossenen Netzgebieten erzeugt werden kann. Die Studie wurde am 21.03.2016 einem Fachpublikum in Berlin vorgestellt.


Dürreperioden setzen Abwärtsspirale in Gang

Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem von der TU München und dem PIK Potsdam herausgefunden und am 13.03.2017 in Nature Communications veröffentlicht.


Bis zu 50 Prozent Rückgang beim Mais könnte Massenflucht bewirken

Die Ernten in Afrika südlich der Sahara werden in den kommenden Jahrzehnten wegen des Klimawandels in einigen Ländern um mehr als 20 Prozent sinken, sagen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Journal Earth’s Future voraus. In dieser Region leben heute 25 Prozent aller unterernährten Menschen der Welt. 300 Mio. sind dort auf Getreide und Mais als Hauptnahrungsmittel angewiesen. Ernteausfälle aufgrund von Trockenheit könnten noch mehr Menschen zur Flucht veranlassen.

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