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Archiv: Strompreisbremse


Driessen: „Unter zwei Cent senken, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“

BIHK-Studie: Alternative Finanzierung des EEG-Umlagekontos - Titel © IHK; VEBW;Die bayerische Wirtschaft spricht sich für eine Strompreisbremse aus, um die zunehmenden Standortnachteile durch die EEG-Umlage zu begrenzen. Eine am 09.12.2016 vorgestellte Studie des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) und des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) schlägt dafür eine Reform der EEG-Umlage sowie deren Senkung unter zwei Cent je Kilowattstunde vor.

Alle sollen sich künftig finanziell an der Modernisierung der Stromnetze beteiligen können, so das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Denn der Netzausbau sei nicht nur eine Gemeinschaftsaufgabe. Er soll jetzt auch die Chance bieten, wirtschaftlich zu profitieren. Die Bundesminister Altmaier und Rösler haben gemeinsam mit den vier Übertragungsnetzbetreibern ein Eckpunktepapier entwickelt, das sie in Berlin vorstellten: Eine Bürgerdividende soll den Netzausbau beschleunigen und die notwendige Akzeptanz schaffen.

Steigt EEG-Umlage 2014 um 25 Prozent auf 6,5 Ct/kWh?

Bundesumweltminister Altmaier hofft weiter auf die Umsetzung der von ihm vorgeschlagenen Strompreisbremse: „Ich bin überzeugt, dass die Einführung der Strompreisbremse kein Jahr mehr dauern wird. Denn der Preisdruck ist da,“ sagte er der Saarbrücker Zeitung.

Am Sonntag, 16.06.2013, lagen die deutschen Börsenstrompreise fast den ganzen Tag über nahe der Null-Euro-Marke und im Tagesschnitt sogar klar im Minus. Die Prognosen für Ökostrom hatten die Stromproduktion konventionellern Kraftwerke extrem gedrosselt. Im Mai 2013 hat der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde Strom für Deutschland im day-ahead-Handel der EPEX Spot mit 3,206 Cent den tiefsten Stand seit vier Jahren erreicht. Gegenüber dem Vormonat ist dieser Spotmarkt-Strompreis damit um mehr als 15 Prozent abgefallen. Doch für Kleinverbraucher und Mittelstand steigt der Strompreis weiter.

Strompreis-Bremsversagen

Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, sind die Regierungspläne, den Strompreis zu bremsen, offenbar vom Tisch. Das Bundeskanzleramt habe nach einer Vorbesprechung mit den Ländern Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen das angesetzte Treffen überraschend abgesagt. Verbraucher sollten verstärkt den Wechsel des Stromanbieters prüfen.

Die Reform des EEG ist auf irgendwann nach der Bundestagswahl vertagt. Energie für normale Haushalte dürfte mit den diskutierten Maßnahmen ohnehin kaum billiger werden, saget Energieexpertin Claudia Kemfert am 22.03.2013 der „Passauer Neuen Presse“. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung gegen steigende Strompreise seien unzureichend.