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180 Hochschulen und 120 außeruniversitäre Institute forschen in Deutschland an Energiethemen. Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Welche sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten am 14.10.2014 rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim Agendakongress des Forschungsforums Energiewende in Berlin.

“Faktisch”
Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) teilt mit, dass der Bundestag mit der am 09.10.2014 verabschiedeten Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) faktisch die Einführung von CO2-Grenzwerten für Benzin und Diesel beschlossen hat. Gegenwärtig werden pro Liter Benzin 2,68 kg CO2 und pro Liter Diesel 3,02 kg CO2 ausgestoßen. Ab 2015 muss der CO2-Ausstoß auf 2,59 kg/l bei Benzin und auf 2,91 kg/l bei Diesel sinken.

Die Neugestaltung der Besonderen Ausgleichsregelung hat dazu geführt, dass die beantragte Strommenge, die für die Berechnung der EEG-Umlage maßgeblich ist, auf 117,8 TWh gesunken ist (2013: 119,3 TWh). Weiterhin ist die Zahl der beantragten Abnahmestellen von 3.485 im Jahr 2013 auf 3.391 gefallen – teilt die Bafa mit.

EEG-Umlage sinkt homöopathisch

Die EEG-Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien wird 2015 zum ersten Mal – von 6,24 auf 6,17 ct/kWh (netto) sinken. Dies haben die vier Übertragungsnetzbetreiber am 15.10.2014 bekanntgegeben. Bei Netzentgelten sind dagegen Preissteigerungen möglich.

Schon heute ist der Photovoltaik-Strom in Deutschland mit 8 bis 10 ct/kWh günstiger als Strom aus Gas oder Steinkohle. Noch preiswerter produzieren mit Hilfe von Lasertechniken hergestellte höchst effiziente Solarzellen Strom. Im Institut für Photovoltaik (ipv) der Universität Stuttgart gelang es vor gut einem Jahr, laserdotierte Rückseitenkontakt-Solarzellen aus kristallinem Silizium mit nahezu 22 Prozent Wirkungsgrad herzustellen – ein Weltrekord – so eine Pressemitteilung. Bisher lässt sich ein so hoher Effizienzwert jedoch nur auf einer kleinen Fläche von 20 x 20 mm realisieren. In einem neuen, vom BMWi geförderten Forschungsprojekt wird das ipv solche Solarzellen nun auf einer industrierelevanten Fläche von 125 x 125 mm herstellen und damit für die Massenproduktion tauglich machen.