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Archiv: Netzentgelt


Eigentümer nicht länger bevorzugt

Am 26.04.2017 hat das Bundeskabinett den lange diskutierten und schließlich vom BMWi vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Wirtschaftsministerin Zypries dazu: „Mit der Förderung von Mieterstrom bringen wir die Energiewende in die Städte und beteiligen die Mieter direkt an der Energiewende“. Der BSW- Solar und die Grünen fordern Nachbesserungen. Der BDEW will ein ganz anderes Modell.


Kritik an Gabriel

Klaus Stratmann, Korrespondent - Foto © HandelsblattDie Energiewende ist ein nationales Projekt. Doch die Stromverbraucher im Norden zahlen mehr als die im Süden und Westen – schreibt im Handelsblatt. Sigmar Gabriel, Bundeswirtschaftsminister - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyUnd der Bundeswirtschaftsminister gerät wegen der geplanten Reform der Netzentgelte in die Kritik.


Agora Energiewende: Netzentgelte vereinheitlichen!

agora_logo2017 verändern sich die Netzentgelte deutlich: Steigerungen in ländlichen Regionen, Stagnation in den Städten, Trend zu höheren Grundpreisen. Kurzanalyse empfiehlt bundeseinheitliche Entgelte, um Energiewendekosten fair zu verteilen. Die Entgelte für die Stromnetze steigen 2017 durchschnittlich deutlich an, entwickeln sich aber sehr unterschiedlich – zum einen im regionalen Vergleich, zum anderen mit Blick auf ihre strukturelle Aufteilung in Arbeits- und Grundpreis. Das zeigt eine aktuelle Kurzstudie im Auftrag von Agora Energiewende. Darin wurden typische Netzregionen in Deutschland beispielhaft betrachtet und die angekündigten Veränderungen der Netzentgelte im kommenden Jahr analysiert.

Strom wird teurer


Jeder sechste Grundanbieter will durchschnittlich 3,5 Prozent mehr

stromkosten-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarify-20160404Viele Stromkunden sehen sich gerade mit der Ankündigung steigender Strompreise konfrontiert: 137 von 831 deutschen Stromanbietern haben für 2017 Erhöhungen von rund 3,5 Prozent angekündigt. Je nach Ortschaft können die Strompreise sogar bis zu 15 Prozent steigen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des toptarif-logoVergleichsportals TopTarif, der zufolge die zusätzlichen Kosten bis zu 189 Euro pro Jahr betragen können. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh zahlt künftig durchschnittlich 42 Euro mehr.

Netzentgelte steigen rasant


Anfang 2017 um 80 bzw. 42 Prozent – exakte Festlegung erst Ende 2016

Einer Medienmitteilung des Stromübertragungsnetzbetreibers 50Hertz 50hertz_logofolgend werden die Netzentgelte im kommenden Jahr um 42 Prozent steigen. Tennet logoTemeT will gar um 80 Prozent erhöhen. Die exakte Festlegung der Entgelte für 2017 erfolge Ende dieses Jahres, so 50Hertz.

Netzentgelt

Über die sogenannten Netz(nutzungs)entgelte refinanzieren die Netzbetreiber die Investitionskosten für den Bau von neuen Strom- oder Gasleitungen, indem sie diese auf die Verbraucher in ihrem Versorgungsgebiet umlegen. Ein bundesweit einheitlicher Umlagemechanismus existiert allerdings nicht. Dies führt dazu, dass in den Regionen, in denen viele neue Trassen gebaut werden mussten und müssen – wie den neuen Ländern –, die Umlage vergleichsweise hoch ist, obwohl der Strom hier teilweise nur durchgeleitet und in anderen Regionen Deutschlands genutzt wird.


Zäher Leitungs-Ausbau – für Netzbetreiber und Kunden wird’s teurer

Süddeutsche Zeitung SZ logo„Die Netzentgelte sollen deutlich teurer werden. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT will sie um satte 80 Prozent Windgeneratoren und Strommasten bei Pfalzfeld, Hunsrück - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft_20150626erhöhen. Dies bedeutet einen deutlichen Preisanstieg für die Kunden. Ein Drei-Personen-Haushalt muss sich auf Mehrkosten von etwa 30 Euro im Jahr einstellen“, schrieb Jan Schmidbauer am 23.09.2016 in der Süddeutschen Zeitung.


Gutachten zu Netzgebühren: Milliarden-Entlastungen für Verbraucher ohne Gefährdung des Netzausbaus möglich

bne_logo_dunkelStrom- und Gaskunden könnten bald rund sechs Milliarden Euro an Netzentgelten sparen. Denn laut einem am 06.09.2016 vom bne und LichtBlick veröffentlichten Gutachten sind die von der Bundesnetzagentur festgelegten Garantiezinsen Lichtblick - logofür die Strom- und Gasnetzbetreiber deutlich zu hoch.

Finanzierung der Stromnetze gerät in Schieflage

Mehr als 17 Milliarden Euro werden jährlich für Netzentgelte ausgegeben. Die Bisherige Netzentgelt-Systematik passt nicht zur Energiewende. Die Verteilung der Netzentgelte sollte daher besser und gerechter erfolgen.

EEG-Umlage sinkt homöopathisch

Die EEG-Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien wird 2015 zum ersten Mal – von 6,24 auf 6,17 ct/kWh (netto) sinken. Dies haben die vier Übertragungsnetzbetreiber am 15.10.2014 bekanntgegeben. Bei Netzentgelten sind dagegen Preissteigerungen möglich.

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