Netzkosten deutlich höher als EEG-Umlage


Grund: Steigende Netzentgelte und neue Offshore-Umlage

Deutschlands Haushalte zahlen immer mehr Geld für das Stromnetz. Während die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinkt (Solarify berichtete), steigen 2019 die Haushaltskosten für das Stromnetz auf durchschnittlich 8 ct/kWh. Grund dafür sind steigende Netzentgelte sowie die neue Offshore-Umlage, mit der Stromleitungen für Meeres-Windparks finanziert werden. Jährlich zahlen Stromkunden mindestens 25 Milliarden Euro allein für Bau und Betrieb der Stromleitungen. Dies geht laut einer Medienmitteilung aus Berechnungen des Ökostromanbieters LichtBlick hervor. weiterlesen…

Blackbox Netzentgelte: Überhöhte Tarife


Tarife der Netzbetreiber vermutlich oft überhöht – Überprüfung unmöglich

Die Stromverbraucher in Deutschland müssen für Bau und Betrieb der Stromnetze wohl mehrere hundert Millionen Euro im Jahr mehr zahlen als gesetzlich nötig. Dafür mehren sich die Indizien. Diese lassen sich jedoch nicht erhärten, weil weder die Netzbetreiber noch die Regulierungsbehörden die entsprechenden Daten und Regulierungsbescheide vollständig veröffentlichen – entgegen den gesetzlichen Vorschriften. Klagen vor Zivilgerichten scheitern an der mangelnden Beweisbarkeit, weil die Netzbetreiber aus angeblichen Geheimhaltungsinteressen ihre Kosten nicht veröffentlichen. Einer Pressemitteilung vom 22.08.2018 ist zu entnehmen, dass Agora Energiewende den Gesetzgeber zur Klarstellung des geltenden Rechts auffordert. weiterlesen…

Regierung beschließt bundeseinheitliche Übertragungsnetzentgelte


Werden bis 2023 schrittweise eingeführt

Das Bundeskabinett hat am 25.04.2018 den von Bundeswirtschaftsminister Altmaier vorgelegten Verordnungsentwurf zur schrittweisen Einführung bundeseinheitlicher Übertragungsnetzentgelte im Bundeskabinett beschlossen. Mit der Verordnung wird eine Verordnungsermächtigung umgesetzt, die im Juli 2017 durch das Netzentgeltmodernisierungsgesetz geschaffen wurde, so eine Medienmitteilung. weiterlesen…

Monopolkommission: Netzausbaukosten begrenzen


Sondergutachten schlägt erzeugerseitiges regionales Netzentgelt für EE-Anlagen vor

Um die Treibhausgas-Reduktionsziele zu erreichen, sollte das europäische Emissionshandelssystem gestärkt werden, indem weitere Sektoren einbezogen werden – so eine Medienmitteilung derMonopolkommission, Außerdem fordert das Sondergutachten Energie 2017 – Gezielt vorgehen, Stückwerk vermeiden Anpassungen bei der Konzessionsvergabe für den Netzbetrieb, um die Verbraucher zu entlasten. weiterlesen…

Netz-Nutzung angeglichen


Netzentgelt-Modernisierungsgesetz (NEMoG) beschlossen – Zustimmung und Kritik

Die Stromkunden sollen künftig unabhängig davon, wo sie wohnen, gleich viel für die Anbindung von Wind- und Solarparks ans Stromnetz zahlen. Der Bundestag beschloss am 30.06.2017 das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur – demzufolge die Kosten für die Nutzung der Übertragungsnetze bis 2023 stufenweise angeglichen werden. Bislang zahlen Verbraucher in den neuen Bundesländern vielfach viel mehr. Die Regelungen für Offshore-Windparks sollen geändert werden, mit Ausnahmen für Großverbraucher, um Industrieunternehmen zu entlasten. Das stößt auf Kritik der Verbände. weiterlesen…

Lesehinweis: “Im Grundsatz einig”


Tagesspiegel zum BDEW-Kongress

“Die Energie- und Wasserwirtschaft sucht nach neuen Geschäftsmodellen für die Energiewende. Und der Streit um die Netzentgelte soll in der letzten Sitzungswoche doch noch beendet werden – wünscht sich die Kanzlerin”, schreiben und
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Kritik an Netzentgeltmodernisierungsgesetz


Expertenanhörung in Bundestagsausschuss

Die Vorstellungen der Bundesregierung zur Entlastung von Haushalten und Industrie von den Stromnetz-Kosten sind bei Sachverständigen auf unterschiedliche Kritik gestoßen – wie der parlamentseigene Pressedienst “heute im bundestag” mitteilt. Das habe sich bei einer Anhörung zum Entwurf des Gesetzes zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur ((NEMoG – 18/11528) im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie gezeigt. Ein Kernpunkt sei die Vergütung für dezentrale Energie, weil die Einspeisung in regionale Netze weniger aufwändig sei als bei Großkraftwerken, deren Energie zunächst durch vorgelagerte Netze mit höherer Spannung geleitet werde. weiterlesen…

Kabinettsbeschluss zu Mieterstromgesetz begrüßt


Eigentümer nicht länger bevorzugt

Am 26.04.2017 hat das Bundeskabinett den lange diskutierten und schließlich vom BMWi vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Wirtschaftsministerin Zypries dazu: “Mit der Förderung von Mieterstrom bringen wir die Energiewende in die Städte und beteiligen die Mieter direkt an der Energiewende”. Der BSW- Solar und die Grünen fordern Nachbesserungen. Der BDEW will ein ganz anderes Modell. weiterlesen…

Unterschiede bei Netzentgelten nehmen zu


Agora Energiewende: Netzentgelte vereinheitlichen!

agora_logo2017 verändern sich die Netzentgelte deutlich: Steigerungen in ländlichen Regionen, Stagnation in den Städten, Trend zu höheren Grundpreisen. Kurzanalyse empfiehlt bundeseinheitliche Entgelte, um Energiewendekosten fair zu verteilen. Die Entgelte für die Stromnetze steigen 2017 durchschnittlich deutlich an, entwickeln sich aber sehr unterschiedlich – zum einen im regionalen Vergleich, zum anderen mit Blick auf ihre strukturelle Aufteilung in Arbeits- und Grundpreis. Das zeigt eine aktuelle Kurzstudie im Auftrag von Agora Energiewende. Darin wurden typische Netzregionen in Deutschland beispielhaft betrachtet und die angekündigten Veränderungen der Netzentgelte im kommenden Jahr analysiert. weiterlesen…