Regierung verzichtet auf 2 Mrd. € Umlagen bei Atom- und Kohlekraftwerken

Eine Analyse von Volker Quaschning

Während Photovoltaik- und Windkraftanlagen die sogenannte EEG-Umlage entrichten müssen, wenn sie Strom aus dem Netz beziehen, sind Braunkohlebagger davon befreit. Diese Subvention beläuft sich für die klimaschädlichen Braunkohle inzwischen auf geschätzte 200 Millionen Euro. Dieses Ungleichgewicht wird sogar deutlich ausgeweitet. Während Betreiber von regenerativen Anlagen künftig auch dann Umlagen entrichten sollen, wenn sie ihren Strom selbst verbrauchen, bleiben Atom- und Kohlekraftwerke davon weiterhin verschont. Zahlen müssen das wie immer die Stromkunden. weiterlesen…

Menschenkette gegen Kohle

Greenpeace: Braunkohle zerstört

Gut 7500 Menschen haben am 23.08.2014 dem Aufruf von zehn NGO folgend zwei von der Abbaggerung bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – mit einer grenzüberschreitenden Menschenkette verbunden. Hand in Hand protestierten sie gegen weitere Braunkohletagebaue und für eine echte Energiewende. Außerdem gab es das erste EndCoal-Festival unserer Zeit in der Lausitz, teilte Greenpeace mit. weiterlesen…

Netzagentur: Zuverlässigkeit der Stromversorgung auf konstant hohem Niveau

Durchschnittliche Unterbrechungsdauer 15,91 Minuten – Homann: „Geringe Unterbrechungsdauer bei den Letztverbrauchern“

Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung befindet sich auf einem konstant hohen Niveau. Im Jahr 2013 lag der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher angibt, bei 15,32 Minuten. „Damit ist der SAIDI-Wert im Vergleich zum Vorjahr gesunken“, teilte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, mit. 2012 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer bei 15,91 Minuten. weiterlesen…

Regierung lobt ihre Neubauten BMBF und BMI

BPA: Neue Regierungsarchitektur in Berlin ökologisch

Auch mehr als zwanzig Jahre nach dem Bonn-Berlin-Beschluss sind im Berliner Regierungsviertel noch Baukräne zu sehen. In diesem Jahr werden zwei neue Regierungsbauten direkt an der Spree fertig. Beide haben ausgefeilte Energiekonzepte – die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie das des Innern. Eine selbstlobende Mitteilung des Bundespresseamtes. weiterlesen…

Forschungsprojekt: 100 % EE zuverlässig möglich

Sichere Stromversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien erreichbarAbschlussbericht und Simulationen des Forschungsprojekts Kombikraftwerk 2 zeigen detailliert künftiges Stromsystem ohne fossile Energiequellen

Drei Jahre lang hat sich das Forschungsprojekt Kombikraftwerk 2 intensiv mit der Netzstabilität und der Sicherheit unserer Energieversorgung im Rahmen einer rein regenerativen Stromerzeugung beschäftigt und unter anderem die Frequenz- und Spannungshaltung im Stromnetz mittels Erneuerbare-Energien-Anlagen erforscht. Die Ergebnisse der Tests mit realen Anlagen und räumlich einmalig hoch aufgelösten Simulationen sind im Abschlussbericht dargelegt, der am 21.08.2014 veröffentlicht wurde. Sie zeigen, dass ein zukünftiges System allein auf Basis erneuerbarer Energiequellen die heute gewohnte Versorgungsqualität erbringen kann und wir langfristig keinen Strom aus Kohle oder Kernkraft mehr brauchen. weiterlesen…

Nur sechs Atomlagen dick

Neues Material ermöglicht ultradünne Solarzellen

An der TU Wien gelang es, zwei unterschiedliche Halbleitermaterialien zu kombinieren, die jeweils aus nur drei Atomlagen bestehen. Dadurch ergibt sich eine vielversprechende neue Struktur für Solarzellen.  Thomas Müller vom Institut für Photonik stellte mit seinen Mitarbeitern Marco Furchi und Andreas Pospischil eine neuartige Halbleiterstruktur aus zwei ultradünnen Atomschichten her, die sich ausgezeichnet für den Bau von Solarzellen eignet. weiterlesen…

Rudern für den Klimaschutz

47 km über den Atlantik – an einem Tag – Symbolik
Flasbarth: Diskussion um CO2-Grenzwert erst ab 2017 – vorher Backloading

Veit Quack ist eigentlich Dozent der Potsdamer Filmhochschule. In seiner Freizeit rudert der 43jährige, seit Kindesbeinen. Nach einem gefährlichen Sturz ins November-kalte Wannseewasser vor zwei Jahren fasst er den Entschluss, etwas Großes zu wagen. Er will mit seiner Partnerin Anna Warnke so weit wie bisher noch niemand über den Atlantik rudern, von der Atlantikinsel Porto Santo nach Punta de Sao Lorenzo auf Madeira 47 km, ca. 20.000 Schläge. Quack will ein Zeichen setzen, für den Klimaschutz, „zeigen, dass auch ein normaler Mensch etwas Großes bewegen kann.“ weiterlesen…

Energiewende zu Unrecht kritisiert?

Rechnungshof-Kritik an Energiewende geht ins Leere, sagen die Ministerien

Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Kritik des Bundesrechnungshofs an der Umsetzung der Energiewende zurückgewiesen. Ihre Einwände sollten die Rechnungsprüfer gefälligst an die frühere schwarz-gelbe Bundesregierung  richten, so klang es am 21.08.2014 u.a. aus dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Der Bericht überzeichne die Belastungen, verzichte aber auf eine „ökonomische, soziale und ökologische Gesamtbewertung“, hieß es im Haus von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Die große Koalition habe inzwischen die Energiepolitik im Wirtschaftsressort gebündelt und damit die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung der Energiewende geschaffen. Der Rechnungshofbericht überzeichne die Belastungen, verzichte aber auf eine „ökonomische, soziale und ökologische Gesamtbewertung“, betont es. Bei der Energiewende handele es sich um einen „lernenden Prozess“, in dem permanent nachgesteuert werden müsse. Dies sei heute leichter als zu Zeiten von Schwarz-Gelb. weiterlesen…

Erklärung der Wetterextreme?

Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Wetterextreme im Sommer – wie etwa die Rekord-Hitzewelle 2010 in Osteuropa, die mit Ernteeinbußen und verheerenden Waldbränden um Moskau einherging – ein außergewöhnliches Maß erreicht. Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung kann eine graduelle Zunahme solcher Hitzewellen erklären, die beobachtete extreme Stärke und Dauer einiger dieser Ereignisse sind jedoch nicht so leicht zu erklären. Sie werden mit einem neu entdeckten Mechanismus in Verbindung gebracht: dem Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre. Eine neue Datenanalyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass solche Resonanzen in den gigantischen, die Nordhalbkugel umkreisenden Luftströmen tatsächlich häufiger werden. weiterlesen…

CEC: Neues von der photosynthetischen Wasserspaltung

Solare Brennstoffe: Saubere Energieträger aus Wasser und Sonnenlicht in Sicht

Viele Probleme der Energieversorgung könnten sich künftig nach dem Vorbild der Natur lösen lassen: In der Photosynthese erzeugen Algen und einige Bakterienarten mit Solarenergie des Sonnenlichts Zucker und andere energiereiche Substanzen. Ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr trägt nun dazu bei, diesen Prozess technisch nachzuahmen. weiterlesen…