dena startet Studie zur urbanen Energiewende

Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen.

[note Innenstadt Frankfurt am Hauptbahnhof – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify]

Die Vorstudie zeige, dass der größte Teil der deutschen Kommunen das Thema Klimaschutz im Tagesgeschäft bisher nur bedingt angehen könne. Zudem erschwere die hohe Diversität der Ausgangsbedingungen die Entwicklung von Strategien und Geschäftsmodellen. Positiv sei zu vermerken, dass die Kommunen neuen Technologien offen gegenüberstünden und innovative Projekte insbesondere auf Quartiersebene entstünden. Um mit dem komplexen Thema umgehen zu können, benötigten alle Akteure einen praktikablen und verlässlichen Handlungsrahmen. Gemeinsam mit qualifizierten Partnern werde sich die dena dieser Herausforderung in der Studie „Urbane Energiewende“ stellen.

14 Thesen zur urbanen Energiewende

[note Eine von 14 Thesen zur urbanen Energiewende – Grafik © Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)]

Praxisorientierte Strategien für die urbane Energiewende„Städte und Kommunen stehen bei Energie und Klimaschutz vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig bietet die urbane Energiewende große Potenziale für Fortschritt, Klimaschutz und Lebensqualität“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.„Wir können Orte gestalten, in denen die Ansprüche moderner Lebenswelten mit den Möglichkeiten eines Hochtechnologiestandortes und dem Erfahrungsschatz aus zig Demonstrations- und Pilotprojekten einhergehen. Deshalb wollen wir mit unserer Studie einen breiten Dialog starten und praxisorientierte Strategien entwickeln.“[noteStudie bindet Unternehmen und Organisationen ein

In der Untersuchung diskutiert und bewertet die dena gemeinsam mit Unternehmen und politischen wie gesellschaftlichen Akteuren die verschiedenen Lösungspfade für die urbane Energiewende. Unternehmen, Institutionen und Organisationen, die sich in die Studie einbringen möchten, können sich bis 31.03.2018 bei der dena als Studienpartner bewerben.]

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