Auslaufende Förderung bedroht Wind-Parks

Ein Vorschlag zur Rettung von Michael Bauchmüller (SZ)

Nach 20 Jahren wird Ende 2020 für Hunderte Windparks die Förderung auslaufen. Damit sie weiter grünen Strom produzieren können wird eben über direkte Verträge zwischen Unternehmen und Windparks nachgedacht, teils bereits verhandelt – sie könnten vielen das Überleben sichern. Laut Süddeutscher Zeitung sehen einer dena-Umfrage zufolge (siehe: solarify.eu/corporate-green-ppas-immer-interessanter) 86 Prozent der befragten Firmen darin ein Modell, um Erneuerbare Energien zu finanzieren. Daimler mache den Anfang. Der Autokonzern wolle von 2022 an seine Werke weitgehend mit Ökostrom betreiben.

Das System sei einfach, so SZ-Umwelt-Experte Bauchmüller: “Ein Industriebetrieb sichert sich über einen Dritten die gesamte Stromproduktion eines Windparks. Reicht der Strom aus dem Windpark nicht aus, kauft der Dienstleister andernorts Strom zu. Erzeugt der Windpark Überschüsse, werden sie anderweitig verkauft. Unterm Strich bleibt so eine Vollversorgung mit Ökostrom. International sind solche Verträge, so genannte ‘Power purchase agreements’ (PPA – siehe solarify.eu/ppa-power-purchase-agreement) längst üblich, vor allem in den USA. In Deutschland dagegen gibt es erst wenige dieser Verträge.”

Weil das EEG die Förderung für Windparks und Solaranlagen nur für genau 20 Jahre garantiere – im Jahr 2000 trat es in Kraft – fielen vom 31.12.020 an Hunderte Windparks aus der Förderung, nach Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land allein im ersten Jahr im Umfang von mindestens 3,7 Gigawatt, bis 2025 sogar mehr als 15 Gigawatt – mehr als ein Viertel der gesamten installierten Wind-Onshore-Leistung. Bauchmüller: “Direkte Verträge zwischen Unternehmen und den Windparks könnten vielen das Überleben sichern, denn die meisten Windräder sind auch nach 20 Jahren Betriebszeit durchaus noch brauchbar. Und nicht jeder Standort eignet sich dafür, ein älteres Windrad durch ein neues, größeres zu ersetzen.”

Das große Interesse belege auch ein jüngste dena-Umfrage zum Thema.

->Quelle und vollständiger Artikel: