Nur kurze Erleichterung

Corona-Effekt schon fast wieder verpufft

Der durch die COVID-19- Krise ausgelöste Wirtschaftseinbruch die täglichen CO2-Emissionen massiv sinken, bis zu 17 Prozent weniger als sonst üblich. Doch eine nachhaltige Trendwende bedeutete das nicht, wie die kanadische Klimawissenschaftlerin Corinne Le Quéré von der University of East Anglia in Norwich schon am 19. Mai in Nature Climate Change mit aktuellen Zahlen belegt hat. Das entspricht Absolutwerten aus der zweiten Hälfte der Nullerjahre. Nach einem Update am 11.06.2020 lagen die Emissionen nur noch rund fünf Prozent niedriger als gewöhnlich, so der Wiener Standard am gleichen Tag. weiterlesen…

Die Zukunft des Waldes wird karger

Bäume werden in Zukunft kleiner und Wälder offener. Das heizt den Klimawandel zusätzlich an.

Satellitendaten und Modellrechnungen zeigen in manchen Regionen dieser Erde tatsächlich ein Ergrünen des Planeten. Und dies nicht trotz, sondern wegen dem Klimawandel und steigender CO2-Emissionen. Vor allem in nördlicheren Breitengraden, wie in Mitteleuropa, fördern kürzere Winter das Wachstum von Bäumen. Auch der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre gibt den Bäumen zusätzlich Nahrung. Doch diesen positiven stehen viele negative Aspekte gegenüber, die in der Gesamtsumme überwiegen, wie eine neue internationale Studie unter Beteiligung der Technischen Universität München („Neue Studie zeichnet düsteres Bild für die Zukunft des Waldes – Wald im Wandel„) deutlich macht. Manuel Först über die Waldstudie am 09.06.2020 in energiezukunft. weiterlesen…

Regierung will EZMW-Standort in EU

Brexit-Folge: Bonn bewirbt sich um zusätzliche Niederlassung des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW)

Das EZMW hat seinen Hauptsitz in Großbritannien und benötigt aufgrund des Brexits eine zusätzliche Niederlassung im Gebiet der EU. Dabei sollen von dem neuen Standort zunächst die Aufgaben ausgeführt werden, die das EZMW im Rahmen des EU-Erdbeobachtungsprogramms ,,Copernicus“ übernimmt: Der Copernicus Climate Change Service und der Copernicus Atmosphere Monitoring Service.
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„Eine Parallele“ – die Sicht des Wissenschaftsforschers Peter L. W. Finke

Zusammenhang der Krisen: Klimawandel, Artenschwund und Covid-19

Es ist noch nicht lange her, dass mitten in China eine neue Krankheit ausbrach. Inzwischen ist daraus eine Pandemie geworden. Sie hat verschiedene Namen erhalten: Covid-19 ist einer; populär heißt sie auch „Coronakrise“. Es ist aber auch noch nicht lange her, dass immer mehr Menschen, vor allem junge, auf die Straßen gingen und die Politik und uns alle zum Umdenken aufforderten. Der Klimawandel, die Biodiversitätsverluste und die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich trieben sie an. Die Pandemie stoppte diese Bewegung, vorerst. Kann es sein, dass beides zusammenhängt? fragt Peter Finke und entwirft ein neues Zeitalter: Das Gaiazän. weiterlesen…

Altmaier wirbt bei EU-Konferenz für Wasserstoff

…gemeinsam mit den Staaten des Pentalateralen Forums

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat – so meldet es das BMWi – am 16.06.2020 in einer Videokonferenz der EU-Energieminister zusammen mit den Ministern der übrigen Staaten des Pentalateralen Forums (neben Deutschland, Frankreich, die Beneluxstaaten, Österreich und die Schweiz) eine Gemeinsame Erklärung (PDF, 426 KB) zur Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung der Energiesysteme und insbesondere des Gassektors vorgestellt. weiterlesen…

„Klimakrise beschleunigt menschengemachte Wasserkrise“

BUND: „Verheerende Zustände vieler Gewässer“

Am 20. Juni ist kalendarischer Sommeranfang und vielerorts sind schon jetzt Trockenheit und niedrige Wasserstände in den Flüssen an der Tagesordnung, die Gewässer in Deutschland sind nicht gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet. Angesichts der verheerenden Zustände vieler Gewässer in Deutschland fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einer einer Medienmitteilung vom 15.06.2020 zufolge einen Paradigmenwechsel im Umgang mit unseren Gewässern: Oberstes Prinzip in Zeiten des Klimawandels muss sein, Wasser in der Landschaft zu halten und Bächen und Flüssen ihre natürliche Dynamik innerhalb ihrer Auen zurück zu geben. weiterlesen…

„Flüstergalerie“-Effekt steuert Elektronenstrahlen mit Licht

Forschungsteam der Universität Göttingen koppelt freie Elektronen an optische Resonatoren

Wird in einer der Galerien der St. Paul‘s Cathedral in London leise gesprochen, können dennoch viele andere Besucher mithören: Der Schall wird kreisförmig um den Dom weitergetragen und ist entlang der Mauern überall gleich gut zu hören. Dieses besondere Phänomen wird – so eine Medienmitteilung der Georg-August-Universität Göttingen, als „Flüstergalerie“-Effekt bezeichnet. Es tritt immer dann auf, wenn eine Welle nahezu ohne Dämpfung eine Struktur umlaufen kann. Physiker der Uni Göttingen haben dieses Prinzip genutzt, um den Strahl eines Elektronenmikroskops mit Licht zu steuern und ihre Ergebnisse in Nature („Controlling free electrons with optical whispering-gallery modes„) veröffentlicht. (Künstlerische Darstellung eines Elektrons in Wechselbeziehung zu einer Lichtwelle im “Flüstergalerie”-Modus in einer Glaskugel – Foto © Murat Sivis) weiterlesen…

Flugzeuge bleiben Klima-Killer

UN-Luftfahrtorganisation ICAO will wegen Corona ihr geplantes Klimaprogramm auf Eis legen. Ein großer Rückschritt, klagen Umweltschützer.

Die internationale Flugindustrie will die Coronakrise nutzen, um sich von ihren Klimazielen zu verabschieden. Nach Vorschlägen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO soll das zuständige Programm Corsia, anders als beschlossen, mit veränderten Grundlagen und später eingeführt werden, wie Bernhard Pötter am 14.06.2020 in der taz schrieb. weiterlesen…

Neue Projekte für die Kohlenstoffkreislaufwirtschaft

„CO2-WIN“ startet mit virtuellem Kennenlernen

Von elektrochemischer Synthese über Mineralisierung bis hin zu künstlicher Photosynthese: Die im Rahmen von „CO2-WIN“ geförderten F&E-Projekte untersuchen die unterschiedlichsten Wege, um Kohlendioxid als nachhaltigen Rohstoff für die Industrie zu nutzen. Die Projekte der Fördermaßnahme hatten nicht den leichtesten Start: Kurz nach dem offiziellen Beginn im Februar erschwerte die Corona-Pandemie nicht nur die praktischen Arbeiten, sondern verhinderte auch die sonst üblichen Projekttreffen. Am 26.06.2020 treffen sich nun die Koordinatoren der F&E-Projekte erstmals zu einem virtuellen Auftakt unter Leitung des begleitenden Integrations- und Transfervorhabens „CO2-WIN Connect“, wie die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV) am 12.06.2020 mitteilte. weiterlesen…

Geld spielt untergeordnete Rolle

ZEW-Studie zu Elektromobilität: Zurückhaltung gegenüber E-Autos liegt nicht nur an den hohen Kosten

Für weitere Strecken nutzen Autofahrer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weit häufiger als Elektroautos. Das gilt nicht nur für Autos im Privatbesitz, sondern insbesondere auch für Carsharing-Angebote, bei denen die Kostenstruktur für beide Antriebsarten für die Kunden gleich ist. Höhere Anschaffungspreise und Unterschiede in den laufenden Kosten zwischen E-Autos und Verbrennern sind dementsprechend nicht der einzige Grund für die geringe Fahrleistung von Elektrofahrzeugen. Stattdessen dürften auch verhaltensbezogene und nicht-monetäre Faktoren eine Rolle spielen. Alltägliche Entfernungen sind jedoch mit einem marktüblichen E-Auto gut zu erreichen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim. weiterlesen…