Energieleitungsausbaugesetz – EnLAG

Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen Das Gesetz beschleunigt den Bau von 24 vordringlichen Leitungsbauvorhaben im Höchstspannungs-Übertragungsnetz (380 kV), die für die Integration des Stroms aus Windenergie und neuen, hocheffizienten konventionellen Kraftwerken sowie für den EU-weiten Stromhandel erforderlich sind. Es ermöglicht dabei Erdkabel auf 380 kV-Ebene im Rahmen von 4 Pilotprojekten und – unter bestimmten Voraussetzungen weiterlesen…

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ, engl. HVDC – High Voltage Direct Current) wird zur Übertragung von elektrischer Energie über große Entfernungen eingesetzt und stellt eine interessante Alternative zu den konventionellen Wechselstrom-Hochspannungsleitungen dar. Hochspannungs-Gleichstromkabel (HVDC) eignen sich wegen ihrer wesentlich geringeren Verluste für die Energieübertragung über weite Entfernungen von 100 km bis zu mehreren tausend Kilometer. weiterlesen…

Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz (NABEG)

Nach Maßgabe dieses Gesetzes erfolgt die Beschleunigung des Ausbaus der länderübergreifenden und grenzüberschreitenden Höchstspannungsleitungen im Sinne des § 12e Absatz 2 Satz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes vom 7. Juli 2005 (BGBl. I S. 1970). Das Gesetz schafft die Grundlage für einen rechtssicheren, transparenten, effizienten und umweltverträglichen Ausbau des Übertragungsnetzes sowie dessen Ertüchtigung. Die Realisierung der Stromleitungen, die in den Geltungsbereich dieses Gesetzes fallen, ist aus Gründen eines überragenden öffentlichen Interesses erforderlich.
->Quelle: www.gesetze-im-internet.de weiterlesen…

Mehr Sachlichkeit bitte!

Die Leopoldina-Studie spaltet die Befürworter der Erneuerbaren Energien in zwei Lager. Die einen geifern: „Auf solche Wissenschaftler kann die Republik verzichten!“ Die anderen signailsieren ihre Zustimmung mit dem fettgedruckten Titel: „Biosprit-Lüge wissenschaftlich bewiesen!“ Beide Parolen sind nicht hilfreich – wissenschaftlich sauber sind sie schon zweimal nicht. Die Klimaleugner rufen ständig nach Beweisen für die Erwärmung der Atmosphäre – weil sie nämlich ganz genau wissen, dass es die nicht gibt, jedenfalls keine wissenschaftlichen. Karl Poppers Maxime war nicht das Verifizieren einer Hypothese  sondern das Falsifizieren, und sie gilt uneingeschränkt bis heute – es geht also nicht ums Beweisen. Wir sollten uns alle an die eigene Nase fassen: Suchen wir doch im Alltag unentwegt nach Belegen dafür, dass wir unsere mitunter recht fixen Ideen nicht revidieren müssen – wir wollen Recht haben, am liebstens schon immer Recht gehabt haben. Doch damit helfen wir der drohenden Klimakatastrophe und der dafür unabwendbar nötigen Energiewende nicht. Die Spaltung des Erneuerbare-Energien-Lagers brauchen wir jetzt so notwendig wie einen Kropf, sagt man in Bayern. Solarify bittet schlicht um mehr Sachlichkeit. ho

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6. Energieforschungsprogramm: Eine Jahresbilanz

Am 03. 08. 2011 hat die Bundesregierung ihr neues Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ vorgelegt.

Die Mittel für das 6. Energieforschungsprogramm wurden auf 3,5 Milliarden Euro (2011 bis 2014) aufgestockt. Die Schwerpunkte liegen auf Schlüsselthemen der Energiewende: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Speicher und Netze. Als eine der ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Energiekonzepts zielt das Programm auf die Stärkung der technologischen Grundlagen zur Energiewende ab.

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Streit um Leopoldina-Studie

Streit um neue Bioenergiestudie
Biokraftstoffe nachhaltig oder nicht?
Experten und Poilitiker uneins

Die neue Analyse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu den Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung von Bioenergie hat heftige Reaktionen hervorgerufen. An der Stellungnahme hatten mehr als 20 Wissenschaftler der 2010 eingesetzten Arbeitsgruppe Bioenergie mitgewirkt, darunter Dr. Nicolaus Dahmen vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Prof. Peter Weiland vom Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut in Braunschweig. Beide Forscher sind seit Jahren im Bioenergiebereich tätig und galten bisher eher als Befürworter. Der Bundesverband BioEnergie (BBE) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) zweifeln die Argumentation an und äußern ihr volles Unverständnis, ebenso der Biogasrat.  Der Anbauverband Bioland begrüßte dagegen die Ergebnisse der Analyse und forderte den kompletten Ausstieg aus der Biokraftstoffproduktion. Politiker aller Richtungen wollen weiter an der Nutzung von Bioenergie festhalten. Bundesumweltminister Altmaier sieht weiter eine wichtige Rolle für die Bioenergie. Kritik an der Studie kam auch aus der FDP-Bundestagsfraktion. weiterlesen…

Europäische Klima- und Energiepolitik

Klima- und Energiepolitik sind in der Europäischen Union nicht mehr zu trennen. In beiden Politikfeldern ist in den letzten Jahren eine enorme Dynamik zu verzeichnen gewesen. Der Kampf gegen den Klimawandel gelangte zunächst über die internationalen Verhandlungen im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention in die europäische Politik, erhielt aber mit dem Beginn einer europäischen Klimapolitik (2000) und v.a. der Emissionshandelsrichtlinie in 2003 Richtlinie 2003/87/EG zunehmende Bedeutung und spielt mittlerweile in zahlreichen anderen Politikbereichen eine wichtige Rolle. Fragen der Energiepolitik standen zwar schon seit Beginn der europäischen Integration auf der Agenda (Vergemeinschaftung der Kohle, Euratom), aber erst seit wenigen Jahren kann man von einer gemeinsamen Energiepolitik sprechen. Grund dafür ist die Liberalisierung der Energiemärkte, die zunehmende Sorge um die Energiesicherheit (z.B. Abhängigkeit vom russischen Gas) und eben auch die Verbindung zum Thema Klimawandel. Seit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages gibt es auch im europäischen Primärrecht einen eigenen Artikel für Energie (Art. 194). weiterlesen…

Wärme aus der Tiefe der Erde nutzen

Neues Fachbuch zur Geothermie

Geothermie soll künftig viel stärker als bisher zur Energieversorgung in Deutschland beitragen. Die natürliche Wärme aus einer Tiefe zwischen 400 und 4.000 m kann in Wärmenetze eingespeist oder in speziellen Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt werden. Das jetzt erschienene BINE-Fachbuch „Geothermie – Energie aus dem Innern der Erde“ führt in die geologischen Grundlagen ein, stellt ausführlich hydro- und petrothermale Systeme vor und diskutiert die weiteren Forschungsziele. weiterlesen…

Leopoldina-Forscher sehen Bioenergie kritisch

„Bioenergie leistet heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende“
Süddeutsche Zeitung: „Ende eines Mythos“ – „Ist die Energiewende überhaupt noch möglich?“

In einer Stellungnahme zu den Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung von Bioenergie kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle zu dem Schluss, dass „Bioenergie als nachhaltige Energiequelle für Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann“. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieressourcen wie der Photovoltaik, der Solarthermie und der Windenergie verbrauche Bioenergie mehr Fläche und sei häufig mit höheren Treibhausgasemissionen und Umweltbeeinträchtigungen verbunden. Zudem konkurriere Bioenergie potenziell mit der Herstellung von Nahrungsmitteln. Vorrang solle der Einsparung von Energie und der Verbesserung der Energieeffizienz gegeben werden. Damit steht nicht nur nach Meinung der Süddeutschen Zeitung die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende in Frage. weiterlesen…

Nobelpreisträger: „Vom Unsinn der Biokraftstoffe“

Von Hartmut Michel, Max-Planck-Institut für Biophysik

Der Autor, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt/Main und Nobelpreisträger für Chemie (1988 zusammen mit Johann Deisenhofer und Robert Huber für die Erforschung der Photosynthese im Purpurbakterium Rhodopseudomonas viridis) beklagt den „‚Unsinn der Biokraftstoffe‘. Ethanol aus Mais oder Diesel aus Raps sind seiner Analyse nach weit davon entfernt, im Tank gespeicherte Sonne zu sein, wie es bisweilen poetisch heißt“ (Süddeutsche Zeitung vom 27.07.2012). Gerade mal ein Promille der Sonnenenergie finde sich im Biodiesel wieder; im Ethanol seien es magere zwei Promille. Das liege vor allem daran, dass die Fotosynthese ein sehr ineffektiver Prozess sei. Die Umwandlung der Biomasse in flüssige Treibstoffe verschlechtere die Bilanz dann noch mehr. weiterlesen…