Erfolgsfaktoren elektrochemischer CO2-Reduktion

Fehlende Erkenntnisse zur Langzeitstabilität erschweren eine industrielle Anwendung der Elektrolyse

Das Treibhausgas Kohlendioxid nutzen, um daraus Ausgangsstoffe für die chemische Industrie herzustellen: Die elektrochemische CO2-Reduktion macht’s möglich. Wie erfolgreich dieser Prozess ist, hängt allerdings von einer Vielzahl von Faktoren ab – vom Katalysator über das Elektrodendesign bis zum Reaktor-Konzept. Wie weit die Forschung in diesen Bereichen ist, und was eine Übertragung bisheriger Ergebnisse auf industrielle Anwendungen erschwert, haben Wissenschaftlerinnen des Fraunhofer UMSICHT, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Stuttgart im Rahmen einer umfassenden Literaturrecherche untersucht. weiterlesen…

Neue Dürre-Benchmark für Europa

Dürreereignis zwischen 2018 und 2020 war das heftigste seit mehr als 250 Jahren

Es waren Tage, Monate und Jahre, die vielen im Gedächtnis blieben: die Dürreperiode zwischen 2018 und 2020. Einem von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) angeführten internationalen Forscherteam ist es einer UFZ-Medienmitteilung vom 16.05.2022 zufolge nun gelungen, die Dimension dieses Ereignisses historisch einzuordnen. Demnach hat sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts keine Dürre so großflächig über Europa ausgebreitet und fiel kein Temperaturanstieg während einer Dürreperiode so groß aus. Das macht die Jahre 2018 bis 2020 zum neuen Vergleichsmaßstab für Dürren. Weil diese in Zukunft häufiger auftreten könnten, empfehlen die Wissenschaftler dringend, geeignete, regional angepasste Maßnahmen gegen die Wasserknappheit zu entwickeln und umzusetzen. weiterlesen…

Ultrafeinstaub könnte Wetterextreme verursachen

Forschende des KIT belegen globalen Anstieg von ultrafeinen Partikeln aus Abgasen fossiler Brennstoffe und warnen vor signifikanten Wettereffekten

Ob Starkregen oder extreme Trockenheit – weltweit nehmen die Extremwetterereignissen zu. Mit bisherigen Klimamodellen ist ihre Dynamik nur zum Teil abbildbar. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vermuten, dass ultrafeine Partikel in der Atmosphäre signifikant auf die Wolkenphysik und damit auf das Wetter einwirken. Mit Flugzeugmessungen belegen sie einen Anstieg der Partikel-Anzahl-Emissionen trotz Rückgang des gröberen Feinstaubes und machen dafür teilweise die Verbrennung fossiler Brennstoffe mit Abgasreinigungsanlagen verantwortlich. Ergebnisse in Scientific Reports.. (Foto: Auf zahlreichen Messflügen steuerte Junkermann das Ultraleichtflugzeug D-MIFU des KIT, das kleinste bemannte Forschungsflugzeug der Welt – © Bodenbender) weiterlesen…

Versorgung mit grünem Strom mit dezentralen und zentralen stationären Batteriespeichern

Fraunhofer ISE Kurzstudie: Batteriegroßspeicher an ehemaligen Kraftwerksstandorten sinnvoll

Bis 2030 werden nach den Szenarienrechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Deutschland etwa 100 GWhel an elektrischer Speicherkapazität benötigt, bis 2045 etwa 180 GWhel. In der Kurzstudie „Batteriespeicher an ehemaligen Kraftwerksstandorten“ hat das Institut den systemischen und netztechnischen Nutzen von Großspeichern untersucht. (Grafik: Stationäre Batteriespeicher – Stabilität und Flexibilität im Energiesystem – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Zeitenwende für konsequente Nachhaltigkeitspolitik

Nachhaltigkeitsrat fordert Beschleunigung der Transformation

„Der Krieg Russlands gegen die Ukraine gefährdet weltweit die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der SDGs, insbesondere jener Ziele zur Ernährungssicherung, zur Armutsbekämpfung und zur Energieversorgung“, so Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). „Die zentrale Antwort auf die Folgen des Krieges muss eine noch viel stärkere Beschleunigung der Transformation sein. Der Rat spricht sich daher für einen ‚Transformationsturbo‘ aus“, so Schnappauf. Analog zu den Wurzeln der Europäischen Gemeinschaft, der sogenannten Montanunion, brauche es unter dem Dach der EU eine neue Allianz für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff. (Titel: Zeitenwende für eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik – © Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)) weiterlesen…

Fraunhofer IPA: Grüner Wasserstoff macht Industriestandorte resilient

Baden-Württemberg als Beispiel

Grüner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer IPA, die am 11.05.2022 veröffentlicht wurde. „Die Nutzung von Grünem Wasserstoff ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, davon ist Dr. Jürgen Henke überzeugt: „Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird, lässt sich für verschiedene industrielle Prozesse nutzen, die Herstellung ist klimaneutral und verringert die Abhängigkeit von Gasimporten“. weiterlesen…

Wiederaufforstung wirkt sich auf den Wasserkreislauf aus

Studie berechnet globale Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf Wasserflüsse und Wasserverfügbarkeit

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ liefert interessante Antworten. Die Auswirkungen auf die Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und sogar Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet zum Beispiel Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. Die Studie wurde am 11.05.2022 in Nature Geoscience veröffentlicht. weiterlesen…

Wissenschaftler lösen Rätsel um aktive Phase bei katalytischer CO2-Reduktion

Katalysator aus Kupfer, Zinkoxid und Aluminiumoxid untersucht

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Stockholm hat erstmals die Oberfläche eines Kupfer-Zink-Katalysators bei der Reduktion von Kohlendioxid zu Methanol untersucht. Die an der Lichtquelle PETRA III des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY gewonnenen Erkenntnisse sind in Science veröffentlicht worden. Eine bessere Kenntnis des katalytischen Prozesses der Methanolsynthese und die Möglichkeit, noch effizientere Materialien zu finden, öffnet die Tür für einen grünen Wandel in der chemischen Industrie. weiterlesen…

Mehr Raum für Flüsse

Hochwasserschutz mit Mehrfachnutzen

Ökologischer Hochwasserschutz – der Auen wiederherstellt – ist sinnvoll, technisch möglich und wirtschaftlich effizient. Und doch wird dieser Ansatz weltweit noch nicht konsequent umgesetzt, weil die administrativen und rechtlichen Hürden hoch sind. Das zeigt eine in Frontiers in Environmental Science open access veröffentlichte Untersuchung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen vier Projekte zur Renaturierung von Flussauen in Deutschland und den USA analysiert haben. Die Forschenden empfehlen Politik und Behörden daher, dem ökologischen Hochwasserschutz Vorrang zu geben und die nötigen Flächen verfügbar zu machen. So ließen sich auch nationale und europäische Umweltziele besser erreichen. weiterlesen…

Mit Mikroorganismen Klimawandel stoppen

DFG verlängert Schwerpunktprogramm SPP 2170 „InterZell“

mit die Klimaerwärmung. Sogar mikroskopisch kleine Organismen können dazu beitragen, indem sie CO2 als Biomasse binden. Damit die Winzlinge optimale Bedingungen vorfinden und trotz ihrer minimalen Größe viel Biomasse bilden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einer Medienmitteilung vom 10.05.2022 zufolge Forschende der Universität Stuttgart, der Technischen Universitäten Hamburg (TUHH) und München (TUM) sowie weiterer Forschungseinrichtungen im Schwerpunktprogramm „InterZell“ für weitere drei Jahre, um Scale-up und Prozessoptimierung zu untersuchen. weiterlesen…