Schicksal des Universums liegt in Händen der dunklen Energie

Bisher wissen wir nicht, was es ist

Vor etwa 25 Jahren fand eine Revolution in unserem Wissen über das Universum statt. Durch die detaillierte Analyse bestimmter Arten von Supernovae, gigantischen Explosionen von Sternen am Ende ihres Lebenszyklus, stellten zwei Wissenschaftlerteams (die 2011 den Nobelpreis für Physik erhielten) fest, dass sich der Weltraum mit einer beschleunigten Geschwindigkeit ausdehnt, schreibt Eusebio Sánchez Álvaro (Kosmologie und Teilchenphysik, Centro de Investigaciones Energéticas, Medioambientales y Tecnológicas – CIEMAT) im Portal The Conversation. weiterlesen…

EU will erste digital geführte, klimaneutrale Kreislaufwirtschaft sein

Aus Industriegebieten werden Industrie-Hubs der Circular Economy

In einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft müssen unterschiedliche Branchen zusammenarbeiten, Symbiosen verschiedener Technologien sind zentrale Voraussetzung. Um dies zu erreichen, ist ein systemischer Wandel notwendig. Daran arbeitet ein Konsortium aus 35 Organisationen aus verschiedenen Ländern in Europa im Horizon-Europe Innovation Action Projekt mit dem Titel „Sustainable Circular Economy Transition: from Industrial Symbiosis to Hubs for Circularity (IS2H4C)“ unter der Leitung der Universität Twente (NL). In dem auf vier Jahre angelegten Projekt sollen laut einer Medienmitteilung vom 16.02.2024 vier Industrie-Hubs errichtet werden: in den Niederlanden, der Türkei, dem Baskenland und in Deutschland. (Logo: Projekt Industrial Symbiosis – Hubs for Circularity – IS2H4C – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Kunstfasern und Reifenabrieb beeinflussen Korallen besonders stark

Meeresverschmutzung: Auswirkungen von Mikropartikeln auf riffbildende Korallen und deren Ernährungsverhalten

Korallen ernähren sich von Plankton, das sie aus dem Meerwasser filtern. Durch die zunehmende Verschmutzung der Meere nehmen sie dabei auch winzige Plastikpartikel auf. Dieses Mikroplastik wieder auszuscheiden, gelingt den Korallen nicht immer. Sie lagern es in ihr Kalkskelett ein, was einigen Arten nicht gut bekommt: Sie wachsen schlechter und langsamer, entwickeln Korallenbleiche und Nekrosen. (Foto: Versuchsaufbau an der JLU – die Korallen wurden in Aquarien acht Wochen lang den verschiedenen Mikropartikeln ausgesetzt – © Jessica Reichert, JLU) weiterlesen…

Startup holt KI ins Prüflabor

Datenmanagement-Plattform LabV jetzt mit KI-gestütztem digitalem Mitarbeiter

Der digitale Mitarbeiter im Prüflabor wird Wirklichkeit. Das Münchner Startup LabV hat eine erste Datenplattform geschaffen, die Prüflaboren einfachen Zugang zur Künstlichen Intelligenz (KI) ermöglicht. Der digitale Mitarbeiter von LabV unterstützt das Labor in seiner täglichen Arbeit und vereinfacht den Umgang mit komplexen Datensätzen. Labore können so Einblicke aus den Daten gewinnen, die bisher unerreichbar waren; und das ohne Programmierkenntnisse oder manuelles Durchforsten in Tabellenkalkulationen. Die natürliche Sprachverarbeitung ist vergleichbar mit ChatGPT, so dass das Labor mit einfachen Befehlen neue Einblicke in seine Datenwelt gewinnt. weiterlesen…

Mit Elektronenstrahlen gegen Ewigkeitschemikalien

US-Forschern gelingt es, gefährliche Substanzen im Wasser für immer zu beseitigen

Die Verwendung von antihaftbeschichtetem Kochgeschirr zum Braten von Speck und Eiern kann das Leben in diesem Moment einfacher machen, aber Wissenschaftler glauben, dass es langfristig Folgen haben könnte, weil die Chemikalien, die zur Herstellung der Antihaftbeschichtung verwendet werden, so schwer zu zerstören sind. Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen – allgemein bekannt als PFAS und oft als Chemikalien für die Ewigkeit bezeichnet – sind allgegenwärtig. PFAS, eine Reihe von Tausenden von Chemikalien, die es mindestens seit den 1950er Jahren gibt, werden für eine Vielzahl von Dingen verwendet, vom Fleckenschutz auf Ihrer Kleidung und Bettwäsche bis hin zu den Lebensmittelverpackungen auf Ihren Burgern. Forscher des Fermi National Accelerator Laboratory vom US-Energieministeriums haben in Zusammenarbeit mit 3M erfolgreich nachgewiesen, dass ein Elektronenstrahl die beiden häufigsten Arten von PFAS in Wasser – PFOA und PFOS – zerstören kann. (Foto: Fermilab – © Reidar Hahn – from en.wikipedia.org, uplod from Riffsyphon1024, gemeinfrei) weiterlesen…

Starke Förderung für gute Ideen

Beispiel GeoInsight (RUB)

Innovative GründerInnen mit neuen Geschäftsideen beleben die Wirtschaft und gelten als Schlüssel zu gesellschaftlichem Fortschritt. Sie haben in Deutschland gute Aussichten, ihr Start-up umzusetzen. Besonders willkommen sind nachhaltige Innovationen. Sie beleben die Wirtschaft und gelten als Schlüssel zu gesellschaftlichem Fortschritt, schrieb deutschland.de am 15.01.2024. (Foto: Blue Marble“, die während des Fluges von Apollo 17 zum Mond am 7. Dezember 1972 entstandene Fotoaufnahme von der Erde – © Nasa gemeinfrei) weiterlesen…

Meistdiskutierte Klimauntersuchungen 2023

Hitliste der Klimatologie

Nur in seltenen Fällen schaffen es klimawissenschaftliche Untersuchungen auf die Titelseite – so auch im vergangenen Jahr. Doch es gab Ausnahmen: Die Klimaforschung eines Ölkonzerns, die „menschlichen Kosten“ des Klimawandels und das angeblich zunehmende Schelfeis in der Antarktis waren einige der Themen in den meistbesprochenen wissenschaftlichen Untersuchungen des vergangenen Jahres (so David Zauner auf klimareporter.de). Eine bekam dabei viel Aufmerksamkeit sogar von KlimaskeptikerInnen. Das britische Klimaportal Carbon Brief stellt jährlich die 25 meistdiskutierten Klimastudien des vergangenen Jahres vor. Die Liste umfasst Forschungsarbeiten zu den Klimaprognosen eines großen Ölkonzerns, zu den menschlichen Kosten der globalen Erwärmung und zum katastrophalen Scheitern der Pinguinaufzucht – sowie den kuriosen Fall einer hochrangigen Arbeit, über die fast überhaupt nicht berichtet wurde. Die Liste umfasst Forschungsarbeiten zu den Klimaprognosen eines großen Ölkonzerns, zu den menschlichen Kosten der globalen Erwärmung und zum katastrophalen Scheitern der Pinguinaufzucht – sowie den kuriosen Fall einer hochrangigen Arbeit, über die fast überhaupt nicht berichtet wurde. (Grafik: Weltweite ‚Warming Stripes‘ – 1850-2020 – © Ed Hawkins, climate-lab-book.ac.uk, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Grenzen der Wettervorhersage: Wie weit können wir in die Zukunft schauen?

Innere Grenze der Wettervorhersage bestätigt und verantwortliche Prozesse aufgezeigt – aber Verbesserungen möglich

„Historischer Dürrerekord: Katalonien verhängt Notstand“, meldeten Ende Januar 2023 zahlreiche Medien (zit. n. DLF). Hochwasser und Überflutungen, Hitzewellen und Dürren: Unwetterkatastrophen und Klimaextreme fordern nicht nur Menschenleben, sondern verursachen Jahr für Jahr Sachschäden in Milliardenhöhe. Wetterpognosen und Vorkehrungen haben daher für die Gesellschaft enorme Bedeutung und werden in Zukunft noch wichtiger werden. Allerdings gelangt die Vorhersagbarkeit des Wetters an eine natürliche, allerdings bisher nicht erreichte Grenze: „Wir haben noch großes Potenzial, um die Wetterprognosen für die mittleren Breiten weiter zu verbessern“, sagt Privatdozent Dr. Michael Riemer von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). (Foto: Überschwemmung in Marienthal, Dernau, Ahr – Foto © HwK Koblenz – mit freundlicher Genehmigung) weiterlesen…

Grünes Methanol für die Kreislaufwirtschaft

Neuer Katalysator am LIKAT entwickelt

Das ist die Vision: am Feldrand oder auf dem Betriebshof mittels erneuerbarer Energien den Grundstoff Methanol zu produzieren. Gebraucht würden dafür außer Wind oder Sonne noch Wasser und CO2, um zu den Ausgangsstoffen des grünen Methanol-Verfahrens zu gelangen: Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2), die katalytisch zu Methanol reagieren. Möglich macht dies ein neuer Katalysator, der Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock entwickelt wurde. Ein Verfahren auf dieser Basis verzichtet komplett auf fossile Rohstoffe. Und es ist hochselektiv, d.h. es verursacht so gut wie keine Nebenprodukte. (Foto: Zuleitungen der Ausgangsstoffe für die Produktion von Methanol: Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2). Beim Projekt E4MeWi stammen diese Stoffe aus nachhaltigen Quellen – © Thomas Häntzschel/nordlicht; Leibnitz Institut für Katalyse Rostock (LIKAT)) weiterlesen…

Textile Kreislaufwirtschaft

BASF und Inditex er­zielen Durch­bruch mit Nylon aus Stoffabfällen

Die BASF und Inditex (ZARA) haben am 23.01.2024 in einer gemeinsamen Medienmitteilung einen Durchbruch bei ihren Bemühungen verkündet, Zirkularität in der Textilindustrie zu fördern. Mit der Markteinführung von loopamid®, einem Polyamid 6 (PA6, auch bekannt als Nylon 6), das zu 100 Prozent aus Textilabfällen hergestellt wird, bietet die BASF die erste zirkuläre Lösung für Nylonbekleidung an, die vollständig auf Textilabfällen basiert. Zara hat eine Jacke aus 100 Prozent loopamid (für € 179) gefertigt, die weltweit erhältlich ist. Gemäß eines „Design für Recycling“-Ansatzes sind alle Teile, einschließlich Stoffe, Knöpfe, Füllung, Klettverschluss und Reißverschluss aus loopamid gefertigt. weiterlesen…